Berlin, Gesundheit

Kostenloser Lungenkrebs-Check fĂŒr starke Raucher ab April

13.03.2026 - 10:38:45 | dpa.de

Je frĂŒher Krebs entdeckt wird, desto höher sind die Chancen auf Heilung und desto niedriger die Zahl der TodesfĂ€lle. Mit einem neuen Angebot soll Lungenkrebs erkannt werden, bevor Symptome auftreten.

  • Experten zufolge gibt es schĂ€tzungsweise 2 Millionen Menschen in Deutschland, auf die die Kriterien zutreffen. (Symbolbild). - Foto: Julian Stratenschulte/dpa
    Experten zufolge gibt es schÀtzungsweise 2 Millionen Menschen in Deutschland, auf die die Kriterien zutreffen. (Symbolbild). - Foto: Julian Stratenschulte/dpa
  • Ab April soll es losgehen mit dem neuen Programm zur FrĂŒherkennung von Lungenkrebs. - Foto: Felix Hörhager/dpa
    Ab April soll es losgehen mit dem neuen Programm zur FrĂŒherkennung von Lungenkrebs. - Foto: Felix Hörhager/dpa
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Ab April haben starke Raucherinnen und Raucher Anspruch auf eine jĂ€hrliche kostenlose Untersuchung zur FrĂŒherkennung von Lungenkrebs. Bis man einen Termin bekommt, könnte es allerdings noch etwas lĂ€nger dauern.

Das Angebot richtet sich an aktive und ehemalige Raucher im Alter zwischen 50 und 75 Jahren, wie der Gemeinsamen Bundesausschuss (GBA) mitteilte. «Ziel ist es, bei diesem besonders gefĂ€hrdeten Personenkreis Lungenkrebs möglichst frĂŒh zu erkennen», erklĂ€rt der GBA. Alle 12 Monate sei eine Untersuchung mittels Niedrigdosis-Computertomographie (NDCT) möglich. 

Die neue Leistung der gesetzlichen Krankenkassen beruht auf einem Beschluss des GBA sowie der vorausgegangenen Lungenkrebs-FrĂŒherkennungs-Verordnung des Bundesumweltministeriums. 

FlÀchendeckendes Angebot kommt nicht sofort

Bis das neue Screening ĂŒberall genutzt werden könne, sei noch etwas Geduld erforderlich, teilte Bernhard van Treeck, unparteiisches GBA-Mitglied und Vorsitzender des Unterausschusses Methodenbewertung mit. «Ärztinnen und Ärzte, die bei den Versicherten die Voraussetzungen fĂŒr eine Screening-Teilnahme prĂŒfen und anschließend an eine radiologische Praxis ĂŒberweisen dĂŒrfen, benötigen eine besondere Fortbildung.»

Radiologinnen und Radiologen brÀuchten neben einer speziellen Fortbildung die Genehmigung einer KassenÀrztlichen Vereinigung, eine NDCT-Aufnahme anfertigen und begutachten zu können.

Wie können Betroffene am Screening teilnehmen?

Versicherte können sich an eine allgemeinmedizinische oder internistische Praxis wenden, die sich an der Lungenkrebs-FrĂŒherkennung beteiligt, wie es in der Mitteilung heißt. Die Ärztin oder der Arzt klĂ€rt, ob die Kriterien auf die Person zutreffen. Die Personen mĂŒssen mindestens 25 Jahre ohne lange Unterbrechung geraucht haben und mindestens 15 Packungsjahre haben. Das Rauchen von 20 Zigaretten pro Tag ĂŒber ein Jahr lang entspreche einem Packungsjahr. Experten zufolge gibt es schĂ€tzungsweise 2 Millionen Menschen in Deutschland, auf die diese Kriterien zutreffen.

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