Deutschlands KrankenhĂ€user rĂŒsten digital auf
Veröffentlicht am: 06.08.2026 um 09:15 Uhr | pressetext.deBesonders bemerkenswert: Die groĂe Mehrheit der befragten Einrichtungen sieht sich heute bereits gut auf IT-SicherheitsvorfĂ€lle vorbereitet. Rund vier von fĂŒnf KrankenhĂ€usern verfĂŒgen ĂŒber einen Notfallplan fĂŒr schwere Cyberangriffe wie Ransomware-Attacken. Viele Organisationen testen diese Prozesse regelmĂ€Ăig und schaffen damit wichtige Voraussetzungen, um auch in Krisensituationen handlungsfĂ€hig zu bleiben.
"Die Ergebnisse zeigen, dass Cybersecurity im Gesundheitswesen lÀngst auf der strategischen Agenda angekommen ist. Viele Einrichtungen investieren gezielt in ihre WiderstandsfÀhigkeit und erkennen, dass moderne IT-Sicherheit ein wesentlicher Bestandteil einer zuverlÀssigen Patientenversorgung ist", sagt Christian Lueg, IT-Sicherheitsexperte bei ESET.
Investitionsbereitschaft auf Rekordniveau
Besonders deutlich wird der Wandel bei den geplanten Investitionen. Mehr als 85 Prozent der befragten KrankenhĂ€user wollen in den kommenden zwölf Monaten moderne Lösungen zur Angriffserkennung und -abwehr einfĂŒhren oder ausbauen. Dazu zĂ€hlen insbesondere Managed Detection and Response (MDR) sowie Endpoint Detection and Response (EDR), die SicherheitsvorfĂ€lle frĂŒhzeitig erkennen und GegenmaĂnahmen einleiten können.
Die Ergebnisse zeigen: KrankenhĂ€user begnĂŒgen sich nicht mehr mit klassischen SchutzmaĂnahmen. Stattdessen wĂ€chst das Interesse an Technologien, die Bedrohungen aktiv erkennen und die ReaktionsfĂ€higkeit verbessern.
Europas IT-Sicherheit gewinnt Vertrauen
Ein weiteres klares Signal der Studie: Die Gesundheitsbranche setzt zunehmend auf digitale SouverĂ€nitĂ€t. Bereits heute nutzt die HĂ€lfte der befragten Einrichtungen IT-Sicherheitslösungen europĂ€ischer Anbieter. Mehr als 80 Prozent können sich vorstellen, kĂŒnftig auf einen Anbieter aus der EuropĂ€ischen Union zu wechseln.
Datenschutz, Compliance und Vertrauen gewinnen damit bei Investitionsentscheidungen weiter an Bedeutung. Die Ergebnisse unterstreichen den Wunsch vieler Einrichtungen, kritische IT-Infrastrukturen auf Basis europÀischer Standards abzusichern.
Gute Grundlagen fĂŒr die digitale Klinik
Auch bei den BasismaĂnahmen zeigt sich ein positives Bild. Die Mehrheit der KrankenhĂ€user setzt bereits auf etablierte Schutzmechanismen wie Firewalls, E-Mail-Sicherheitslösungen und Multi-Faktor-Authentifizierung. Gleichzeitig planen viele Einrichtungen zusĂ€tzliche Investitionen in Schulungen, Awareness-Programme und die Modernisierung ihrer Netzwerkarchitektur.
Damit entwickelt sich Cybersecurity zunehmend von einer reinen IT-Aufgabe zu einem festen Bestandteil moderner Krankenhausstrategien.
Gesundheitswesen auf dem Weg zu mehr Resilienz
Die Studie macht deutlich: Der Cyberbedrohung begegnen deutsche KrankenhĂ€user nicht mit Resignation, sondern mit Investitionen, neuen Technologien und einer stĂ€rkeren strategischen Verankerung von IT-Sicherheit. Angesichts der fortschreitenden Digitalisierung werden diese MaĂnahmen zu einem wichtigen Baustein fĂŒr die StabilitĂ€t und ZukunftsfĂ€higkeit der Gesundheitsversorgung in Deutschland.
Wo Licht ist, gibt es auch Schatten
Trotz der erkennbaren Fortschritte stehen viele Gesundheitseinrichtungen weiterhin vor erheblichen Herausforderungen. Mehr als die HĂ€lfte der KrankenhĂ€user war innerhalb der vergangenen zwölf Monate von einem Cyberangriff betroffen, und jede fĂŒnfte Einrichtung meldete daraus resultierende Betriebsunterbrechungen. Gleichzeitig bremsen veraltete IT-Systeme und der anhaltende FachkrĂ€ftemangel vielerorts den Ausbau der Cyberresilienz. Die Studie zeigt damit: Der eingeschlagene Weg stimmt, doch die Modernisierung der digitalen Sicherheitsstrukturen bleibt eine Daueraufgabe.
Die gesamte Studie ist unter diesem Link verfĂŒgbar: https://eset2nd.my.salesforce.com/sfc/p/ # 0Y000001lCTe/a/P5000005u6hN/mTvw.jfw6m.JC16WdX9jQR9CQINJLVXnb6lHsmp7c8w
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