Breit, Phishing-Kampagnen

Breit angelegte Phishing-Kampagnen gegen europÀische Unternehmen

30.07.2024 - 11:30:00

Jena - Unternehmen in drei LÀndern sahen sich im Mai 2024 Phishing-Angriffen ausgesetzt: Wie das Team um ESET-Forscher Jakub Kaloc herausfand, versuchten Angreifer per E-Mail verschiedene Schadprogramme zum Informationsdiebstahl (Infostealer) zu verbreiten. Besonders kleine und mittlere Unternehmen in Polen waren hiervon betroffen. Die Angreifer nutzten bereits zuvor kompromittierte E-Mail-Konten und Unternehmensserver, um nicht nur bösartige E-Mails zu verbreiten, sondern auch um Malware zu hosten und gestohlene Daten zu sammeln.

"Insgesamt haben wir neun Phishing-Kampagnen registriert, von denen sieben im Mai auf Polen abzielten", erklĂ€rt ESET-ForscherJakub Kaloc, der die Phishing-Kampagnen analysiert hat. "Die Schadsoftware, die in diesen Kampagnen verbreitet wurde, variiert zwischen verschiedenen Infostealern und Überwachungssoftware. Allein im Mai 2024 schĂŒtzten ESET-Produkte ĂŒber 26.000 Anwender vor dieser Bedrohung – ĂŒber 21.000 davon in Polen."

Eine E-Mail als TĂŒröffner fĂŒr Cyberkriminelle

Alle Kampagnen liefen nach einem Ă€hnlichen Schema ab. Das Zielunternehmen erhielt eine E-Mail mit einem GeschĂ€ftsangebot. Ähnlich wie bei vorigen Phishing-Attacken gaben sich die Angreifer glaubhaft als echte Unternehmen und deren Mitarbeiter aus. Selbst wenn das potenzielle Opfer nach den ĂŒblichen Warnsignalen suchte, waren diese nicht vorhanden: Die Nachricht sah so legitim aus, wie sie nur hĂ€tte sein können.

Diese E-Mails enthielten einen bösartigen Anhang. Der Nachrichtentext sollte potenzielle Opfer zum Öffnen der angehĂ€ngten Datei verleiten, beispielsweise indem sie Interesse an einem Produkt vorheuchelte. Bei der Datei selbst handelte es sich entweder um eine ISO-Datei oder ein Archiv mit der ausfĂŒhrbaren Datei ModiLoader. ModiLoader ist ein Delphi-Downloader mit einer einzigen Aufgabe: Malware herunterzuladen und zu starten. In zwei der Kampagnen waren die ModiLoader-Samples so konfiguriert, dass sie die nĂ€chste Stufe der Malware von einem kompromittierten Server eines ungarischen Unternehmens herunterluden. Bei den ĂŒbrigen Kampagnen erhielten die ModiLoader die nĂ€chste Stufe von einem Microsoft-OneDrive-Speicher.

Weitere Informationen zu den Phishing-Kampagnen gibt es im Blogpost "Phishing-Angriffe auf europÀische KMU ( https://www.welivesecurity.com/de/eset-research/phishing-angriffe-auf-europaische-kmu )" auf WeLiveSecurity-com.

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