Jonglieren, Studien

Jonglieren: Neue Studien belegen messbaren Effekt auf NeuroplastizitÀt

09.06.2026 - 01:18:16 | boerse-global.de

Digitale Jonglierkurse und Studien belegen positive Effekte auf die Gehirngesundheit. Bewegung und Koordination rĂŒcken in den Fokus der PrĂ€vention.

Jonglieren als Gehirntraining: Neue Kurse fördern NeuroplastizitÀt
Jonglieren - HĂ€nde jonglieren drei BĂ€lle vor einem verschwommenen Hintergrund aus abstrakten, leuchtenden neuronalen Pfaden und GehirnaktivitĂ€t. 09.06.2026 - Bild: ĂŒber boerse-global.de

Neue Studien und digitale Kurse zeigen: Jonglieren ist mehr als Zirkuskunst – es trainiert die NeuroplastizitĂ€t.

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Digitale Kurse fĂŒr Koordination

Seit Anfang Juni 2026 gibt es neue Online-Angebote fĂŒr Koordinationstraining. Ein MĂŒnchner Anbieter fĂŒr QualitĂ€tsmanagement hat einen Kurs nach der REHORULI-Methode veröffentlicht. Das Programm umfasst 34 praktische Übungen und fĂŒnf Lektionen zur Funktionsweise des Gehirns.

Zielgruppe sind Kinder ab zehn Jahren, Senioren, LehrkrĂ€fte und Therapeuten. Der Kurs vermittelt schrittweise das Jonglieren mit drei BĂ€llen – mit rund zwei Stunden Videomaterial und 24 Lektionen. Dabei geht es nicht nur um Geschicklichkeit, sondern auch um Themen wie Dopamin-AusschĂŒttung und NeuroplastizitĂ€t.

Was die Forschung sagt

Studien der UniversitĂ€ten Jena und Regensburg zeigen: Jonglieren kann die Bildung grauer Substanz im Gehirn fördern. Das ist relevant fĂŒr die PrĂ€vention neurodegenerativer Erkrankungen.

Die im Juni 2026 vorgestellte FLOW-Studie untersucht zwar Medikamente gegen Demenz bei Typ-2-Diabetikern, betont aber die Bedeutung des Lebensstils. Eine Leipziger Studie mit rund 150.000 Teilnehmenden zwischen 20 und 75 Jahren fand heraus: Ein erhöhtes Demenzrisiko zeigt sich oft schon in jungen Jahren durch schlechtere kognitive Leistung.

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Bei 20- bis 39-JĂ€hrigen gelten Bewegungsmangel und Rauchen als Hauptrisikofaktoren. Experten empfehlen mindestens 150 Minuten Bewegung pro Woche und sieben bis neun Stunden Schlaf.

Spielerisch lernen mit Gamification

Spielelemente in Lernprozessen – Gamification genannt – gewinnen an Bedeutung. Die UniversitĂ€t Augsburg zeigt: Der Ansatz wirkt ĂŒber das Erleben von Kompetenz, Autonomie und Zugehörigkeit. Beim Jonglieren nutzen genau diese Mechanismen die Motivation.

Parallel dazu bleibt der fachliche Austausch wichtig. Mitte Juli 2026 plant MĂŒnchen einen Informationstag fĂŒr Physio- und Ergotherapeuten zum Thema Koordinations- und Kognitionsspiele in der Therapie.

Der Markt fĂŒr AktivitĂ€ten, die Bewegung mit mentaler Herausforderung verbinden, wĂ€chst. Ein Beispiel: das im November 2025 in Stuttgart eröffnete Studio fĂŒr Action Painting.

Die kognitive Gesundheitsvorsorge setzt zunehmend auf multimodale AnsÀtze. Wissenschaftlich fundierte Bewegungsprogramme, digitale Lernplattformen und die Beeinflussung von Lebensstilfaktoren bilden den Kern aktueller PrÀventionsstrategien.

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