Bildung, MĂ€dchen

MÀdchen unterschÀtzen eigene FÀhigkeiten in Naturwissenschaften

21.07.2023 - 13:06:03 | dts-nachrichtenagentur.de

Jungen und MĂ€dchen in der neunten Klasse hatten in der Vergangenheit vergleichbare digitale Kompetenzen - trotzdem unterscheiden sie sich in der Berufswahl deutlich.

Junge MÀdchen auf einer Rolltreppe - Foto: ĂŒber dts Nachrichtenagentur
Junge MÀdchen auf einer Rolltreppe - Foto: ĂŒber dts Nachrichtenagentur

Das geht aus einer Studie des RWI - Leibniz-Instituts fĂŒr Wirtschaftsforschung in Essen hervor, ĂŒber die der "Spiegel" berichtet. Die Unterschiede in der Tendenz bei der Berufswahl erklĂ€ren sich demnach womöglich daraus, dass MĂ€dchen ihre eigenen Kompetenzen in den MINT-FĂ€chern systematisch unterschĂ€tzen.

Und diese FehleinschĂ€tzung des eigenen Könnens habe erhebliche Folgen fĂŒr den weiteren Lebensweg: "MĂ€dchen wĂ€hlten tendenziell nur dann eine MINT-Karriere, wenn ihre digitalen Kompetenzen ĂŒberdurchschnittlich ausgeprĂ€gt waren", sagte Friederike Hertweck, eine der Autorinnen der Studie. FĂŒr Jungen dagegen gebe es diesen Zusammenhang nicht. Außerdem gehe es aus den Daten hervor, dass Jugendliche, bei denen mindestens ein Elternteil in einem MINT-Beruf arbeitet, diesen Karriereweg auch selbst eher einschlagen. "Weibliche Jugendliche brauchen deshalb verstĂ€rkt Vorbilder aus dem MINT-Bereich und eine RĂŒckmeldung zu ihren Kompetenzen", fordert die RWI-Forscherin. Das sollten die Schulen beherzigen.

dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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