Kaffee, Tee

Kaffee und Tee senken Demenzrisiko deutlich

14.05.2026 - 01:11:11 | boerse-global.de

Eine Harvard-Studie belegt: Regelmäßiger Konsum von koffeinhaltigem Kaffee oder Tee reduziert das Demenzrisiko um bis zu 18 Prozent.

Kaffee und Tee senken Demenzrisiko deutlich - Foto: über boerse-global.de
Kaffee und Tee senken Demenzrisiko deutlich - Foto: über boerse-global.de

Eine Harvard-Studie mit über 130.000 Teilnehmern zeigt: Wer regelmäßig Kaffee oder Tee trinkt, schützt sein Gehirn. Entscheidend ist der Koffeingehalt.

Die Langzeitstudie der Harvard University wertete Daten von 131.821 Menschen aus – über einen Zeitraum von bis zu 43 Jahren. Das Ergebnis: Koffeinhaltiger Kaffee senkt das Demenzrisiko um 18 Prozent, Tee um 14 Prozent. Entkoffeinierte Varianten zeigten dagegen keinen Schutzeffekt.

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Die Forscher nutzten Daten der Nurses' Health Study und der Health Professionals Follow-up Study. Alle zwei bis vier Jahre erhoben sie die Ernährungsgewohnheiten der Teilnehmer. Während des gesamten Beobachtungszeitraums bis 2023 dokumentierten die Wissenschaftler 11.033 Demenzfälle.

Die optimale Dosis fürs Gehirn

Der Schutz steigt nicht linear mit der Menge. Das geringste Risiko fanden die Forscher bei zwei bis drei Tassen Kaffee täglich. Mehr brachte keinen zusätzlichen Nutzen – aber auch keine negativen Effekte.

Auch das subjektive Empfinden der geistigen Leistungsfähigkeit verbesserte sich. In der Gruppe mit hohem Kaffeekonsum berichteten nur 7,8 Prozent über kognitive Einbußen, bei Nicht-Kaffeetrinkern waren es 9,5 Prozent. In objektiven Tests schnitten Kaffeetrinker ebenfalls besser ab.

Bemerkenswert: Die positiven Effekte traten unabhängig von der genetischen Veranlagung auf. Sowohl Menschen mit hohem als auch mit niedrigem Alzheimer-Risiko profitierten.

Was im Gehirn passiert

Koffein blockiert Adenosinrezeptoren im Gehirn – besonders den Typ A2A. Dadurch reduziert es Entzündungen im Nervengewebe und verbessert die synaptische Plastizität. Labordaten deuten zudem darauf hin, dass Koffein die Ansammlung von Beta-Amyloid-Plaques und Tau-Proteinen bremsen kann – beides Kennzeichen der Alzheimer-Erkrankung.

Doch Koffein allein ist nicht der einzige Wirkstoff. Kaffee enthält Chlorogensäure, Tee ist reich an Catechinen wie EGCG und Flavonoiden. Diese Antioxidantien bekämpfen oxidativen Stress, der die Zellalterung vorantreibt.

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Frühere Studien der Tianjin Medical University hatten bereits Synergieeffekte nachgewiesen: Die Kombination von zwei bis drei Tassen Kaffee mit zwei bis drei Tassen Tee senkte das Demenzrisiko um 28 Prozent.

Ein einfacher Beitrag zur Gesundheitsvorsorge

Bis 2050 prognostizieren Experten weltweit über 130 Millionen Demenzfälle. Vor diesem Hintergrund gewinnen die Erkenntnisse an Bedeutung. Zwar handelt es sich um Beobachtungsstudien, die keine Kausalität beweisen – doch die Datenqualität und der Umfang sind außergewöhnlich.

Mediziner mahnen zur Einordnung: Die Effekte sind moderat im Vergleich zu regelmäßiger Bewegung, lebenslangem Lernen und der Kontrolle von Blutdruck und Blutzucker. Übermäßiger Koffeinkonsum kann Schlafstörungen oder Herz-Kreislauf-Probleme verursachen.

Was bleibt: Zwei bis drei Tassen Kaffee oder Tee täglich sind eine einfache, kostengünstige Maßnahme für die persönliche Gesundheitsvorsorge. Die Forschung arbeitet bereits daran, die genauen molekularen Pfade zu entschlüsseln – für gezieltere Empfehlungen und neue Therapieansätze.

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