Kamera-Apps, Blendenwerte

Kamera-Apps fürs iPhone 18 Pro: Zehn Blendenwerte statt Apples vier

Veröffentlicht am: 26.09.2026 um 21:23 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Blackmagic, Moment und ProCamera ergänzen Blendensteuerung; Apple erweitert zugleich die Anpassung der Kamera-Bedienelemente.

iPhone 18 Pro: Kamera-Apps erhalten Zugriff auf variable Blende
Ein professionelles Film-Licht-Setup in einem abgedunkelten Studio, das den Fokus auf Schärfentiefe und Lichtführung legt. Illustration mit AI erstellt.

Apple erlaubt Drittanbieter-Entwicklern nun, die physische Blende der Hauptkamera des iPhone 18 Pro und Pro Max zu steuern. Wie theverge.com am 25. September 2026 berichtete, bietet Apples eigene Kamera-App bereits manuell vier Blendenwerte der 48-Megapixel-Fusion-Hauptkamera: f/1,48, f/1,8, f/2,8 und f/4. Mit der Öffnung für Drittanbieter können nun spezialisierte Kamera-Apps eigene Bedienkonzepte für dieses Merkmal anbieten.

Blackmagic Camera bringt manuelle Kontrolle

Als eine der ersten Anwendungen hat Blackmagic Camera in Version 3.5 manuelle Blendensteuerung für die 48-MP-Fusion-Hauptkamera ergänzt, wie iclarified.com am 25. September 2026 meldete. Nutzer können damit Schärfentiefe und Belichtung gezielt beeinflussen, zusätzlich zu bereits vorhandenen manuellen Reglern für Verschlusswinkel, ISO und Weißabgleich.

Die kostenlose App unterstützt zudem Apple-ProRes-Aufnahmen direkt auf Pro Video Storage sowie Cinematic-Videoaufnahmen. Laut streamingmeme.com bleibt ProRes intern jedoch auf 4K bei 30 fps begrenzt, während 4K bei 120 fps kompatible externe Speichermedien voraussetzt. Unter iOS 27 reserviert Pro Video Storage demnach internen Speicher gezielt für Videoaufnahmen.

Ob Zwischenwerte zwischen den vier Blendenstufen oder ein Blendenwechsel während laufender Aufnahme möglich sind, war laut dieser Quelle nicht bestätigt. Auch productnation.co bestätigte, dass nur die Hauptkamera über variable Blende verfügt, während Ultraweitwinkel und Telekamera feste Blenden behalten.

Redtram.com berichtete zudem, dass der YouTube-Kanal iPhoneographers die neue Funktion in ersten Tests als ziemlich fehlerhaft einstufte. Version 3.5.1 habe daraufhin allgemeine Leistungs- und Stabilitätsverbesserungen nachgereicht.

Moment und Cocologics ziehen nach

Auch Moment reagierte: Die App Moment Pro Camera II wurde am 24. September 2026 aktualisiert und unterstützt laut redtram.com nun Blendenwerte von f/1,48 bis f/4,0 in Drittelstufen. Die App kostet 12,99 US-Dollar.

Wegen des kleinen Sensors könnten Unterschiede bei Hintergrundunschärfe und Schärfentiefe zwischen den feinen Drittelstufen laut theverge.com jedoch schwer erkennbar sein. Bemerkenswert: Sowohl Moment Pro Camera II als auch Blackmagic Camera bieten laut The Verge für die variable Blende insgesamt zehn Werte an – deutlich mehr als die vier Stufen in Apples eigener Kamera-App.

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Cocologics veröffentlichte unterdessen ProCamera 27.0 für iOS, das iPhone 18 Pro und Pro Max sowie iOS 27 unterstützt, wie moshbox.jp am 26. September 2026 berichtete. Die variable Blende lässt sich im A-Modus auswählen und im M-Modus zusammen mit Verschlusszeit und ISO manuell steuern – auch während laufender Videoaufnahmen.

Die Version 27.0 bringt zudem Unterstützung für den Insta360 Flow 2 Pro zur Steuerung von Auslöser, Kamerawechsel und Zoom mit; die App-Größe liegt bei 205,44 MB, bei bislang 2.085 Bewertungen.

Leica stellte mit LUX 2.0 ebenfalls am 24. September 2026 eine Aktualisierung vor, die den Steve-McCurry-Artist-Look sowie Unterstützung für iPhone 18 Pro und Pro Max mitbringt und manuelle Steuerung von Fokus, Belichtung, ISO und Weißabgleich bietet, wie nordiskbil.com berichtete.

Eine Steuerung der variablen Blende wurde dabei jedoch nicht ausdrücklich bestätigt. Die vollständige Aktualisierung mit neuer Galerie und überarbeiteter Oberfläche soll laut Leica-Angaben Anfang Oktober im App Store folgen.

Auch Apples eigene Bedienoberfläche wird flexibler

Parallel zur Öffnung für Drittanbieter berichtete tomsguide.com am 26. September 2026 über neue Anpassungsmöglichkeiten der sogenannten Pro Controls in Apples Kamera-App: Nutzer können durch langes Drücken eines Steuersymbols und die Option „Add Photo Controls“ zwischen zwei und acht Bedienelemente auswählen und per Drag-and-drop anordnen – die Anordnung gilt sowohl für Foto- als auch für Videoaufnahmen.

Zu den verfügbaren Reglern zählen unter anderem Blende, Verschlusszeit, manueller Fokus und Weißabgleich, ergänzt um Videowerkzeuge wie Dual Capture, Action-Modus und Adaptive für Zeitraffer.

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Wie iphone-ticker.de am 25. September 2026 erläuterte, lässt sich die Blende über die Pro Controls einstellen, wo auch Verschlusszeit, Weißabgleich, Fokus und Histogramm verfügbar sind. Im Automatikbetrieb wählt das iPhone die Blende selbst; f/1,48 lässt mehr Licht ein und ermöglicht kürzere Belichtungszeiten, während f/2,8 und f/4 die Schärfentiefe erhöhen.

Die variable Blende bleibt dabei ausschließlich der Hauptkamera vorbehalten, Makro- und Telekamera verfügen nicht darüber. Abblenden kann laut derselben Quelle die Ausprägung von Lichtsternen verändern, während Lens Flares weiterhin möglich bleiben; bei f/1,48 könne zudem am Bildrand etwas Schärfe verloren gehen.

Technischer Hintergrund: sechs Lamellen und Magnete

Ein Teardown von iFixit, über das redsharknews.com am 25. September 2026 berichtete, zeigte, dass der variable Blendenmechanismus der Hauptkamera sechs haarfeine Blendenlamellen sowie Magnete nutzt. Die größte Öffnung liegt bei 4,6 mm, was laut iFixit rund eine halbe Blendenstufe lichtstärker ist als die feste Blende des iPhone 17 Pro.

Der Sensor misst knapp unter 0,5 Zoll diagonal, das Objektiv 6,8 mm. Eine Reparatur des Mechanismus selbst gilt laut iFixit als nahezu unmöglich, das gesamte Kameramodul ist jedoch austauschbar; Apples Reparatur außerhalb der Garantie kostet 249 US-Dollar, Selbstbedienungsteile für das iPhone 18 Pro waren zum Testzeitpunkt noch nicht erhältlich.

Ein weiterer, am 24. September 2026 von gigazine.net zitierter iFixit-Teardown bestätigte die sechs Lamellen und vier Blendenstufen und vergab für die Reparierbarkeit insgesamt 7 von 10 Punkten. Bei drei von vier getesteten Geräten brach beim Öffnen jedoch der Displayrahmen, weshalb iFixit auf weitere Berichte wartet, bevor eine abschließende Bewertung erfolgt. Der Akku-Träger ist laut demselben Bericht verschraubt und entnehmbar.

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