KI-Agenten, Centrica

KI-Agenten: Centrica spart über 10 Millionen Euro durch Power Platform

20.06.2026 - 09:52:25 | boerse-global.de

Der Energiekonzern Centrica erzielt durch den Einsatz von Microsofts Power Platform und Copilot Studio Einsparungen von über zehn Millionen Euro.

Centrica spart Millionen durch KI und Low-Code-Plattform
KI-Agenten - A futuristic control room with holographic interfaces, symbolizing digital transformation and AI-driven efficiency in an energy company. 20.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Der britische Energiekonzern Centrica, Mutterkonzern von British Gas, hat durch den massiven Einsatz von Microsofts Power Platform und Copilot Studio über zehn Millionen Euro eingespart. Das Unternehmen treibt damit seine digitale Transformation entscheidend voran.

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1.100 aktive Anwendungen im Einsatz

Die Zahlen sind beeindruckend: Mehr als 13.000 Mitarbeiter nutzen inzwischen über 1.100 selbst entwickelte Anwendungen auf Basis der Low-Code-Plattform. Ein internes Netzwerk von 430 sogenannten „Makers" – Mitarbeiter ohne klassische Programmierausbildung – entwickelt maßgeschneiderte Lösungen für spezifische Geschäftsanforderungen.

Mit Copilot Studio ist Centrica einen Schritt weiter gegangen. Statt einfacher Automatisierung setzt der Konzern nun auf Multi-Agent-KI-Umgebungen. Das Ziel: Neue Dienstleistungen schneller auf den Markt bringen und gleichzeitig interne Prozesse effizienter gestalten.

Kontrolle statt Wildwuchs

Doch wo viele selbst entwickeln, droht Chaos. Centrica begegnet dem mit einem strengen Governance-Modell. Ein Center of Excellence überwacht die Anwendungslandschaft, ein KI-gestützter Bot in Microsoft Teams unterstützt Entwickler bei technischen Fragen und stellt die Einhaltung interner Standards sicher.

Das Vorgehen hat einen handfesten Grund: „Shadow IT" – also Software, die ohne Wissen der IT-Abteilung entwickelt wird – soll so verhindert werden. Der Konzern schafft einen Rahmen für Innovation, ohne die Sicherheit zu gefährden.

Branche setzt auf KI-Agenten

Centrica ist kein Einzelfall. Weltweit setzen Unternehmen auf agentenbasierte KI, um komplexe Arbeitsabläufe zu optimieren:

  • Grupo Bimbo: Der mexikanische Backwarenkonzern verkürzte Prüfungsplanungen um 20 Prozent und erstellt Matrixanalysen in Sekunden statt Tagen.
  • Banco Popular Dominicano: Die Bank erweiterte ihre Risikoanalyse-Kapazität um das Siebenfache und reduzierte manuelle Arbeit um 70 Prozent.
  • Smartsheet: Die Kollaborationsplattform verzeichnete nach der Integration mehrerer KI-Assistenten einen Anstieg der wöchentlichen Nutzer von 1.000 auf über 9.000.
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Regulierer fordern klare KI-Regeln

Der KI-Boom bleibt nicht unbeobachtet. Erst im Juni 2026 setzte die englische Wasserregulierungsbehörde Ofwat eine Frist für Wasserunternehmen, um verantwortungsvolle KI-Governance-Pläne vorzulegen. Besonders betont wurde die Notwendigkeit von Transparenz und Sicherheitskontrollen beim Einsatz von Tools wie Microsoft Copilot.

Für Branchenriesen wie Centrica ist klar: KI-Agenten sind kein vorübergehender Trend, sondern zentraler Bestandteil der langfristigen Unternehmensstrategie. Mit Microsoft und SAP bringen die großen Softwareanbieter derzeit neue KI-Workflow-Studios und ERP-Plugins auf den Markt – einige davon wurden erst Anfang Juni allgemein verfügbar. Der Wettlauf um die produktivste KI-Infrastruktur hat gerade erst begonnen.

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