KI-Büroautomation, Prentis

KI-Büroautomation: Prentis verhandelt 100-Millionen-Finanzierung

Veröffentlicht am: 25.07.2026 um 13:49 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Das junge KI-Labor Prentis steht kurz vor einer Milliardenbewertung dank einer 100-Millionen-Euro-Finanzierungsrunde und spezialisierter Büroautomations-KI.

KI-Startup Prentis: 100 Millionen Euro Finanzierung winkt Einhorn-Status
Moderner Büroarbeitsplatz mit abstrakten digitalen Datenvisualisierungen, die KI-Agenten und Büroautomatisierung darstellen. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Das junge KI-Labor Prentis verhandelt über eine Finanzierungsrunde von 100 Millionen Euro – und winkt damit bereits die begehrte Milliardenbewertung. Nur Monate nach dem Markteintritt könnte das Startup zum Einhorn werden.

Gegründet wurde das Unternehmen im April 2026 von einem Team um Ritankar Das, Reid Hoffman und Marc Pincus. Die Nische: sogenannte „Computer-Use“-Modelle. Dabei handelt es sich um KI-Systeme, die nicht nur Texte verstehen, sondern selbstständig Computeroberflächen bedienen können. Ihr Ziel ist die Automatisierung von Büroarbeit und Verwaltungsaufgaben.

Spezialisiert auf lästige Routine

Anders als große Sprachmodelle wie GPT oder Claude konzentriert sich Prentis auf KI-Agenten, die konkrete Geschäftsprozesse abwickeln. Die Liste der Einsatzmöglichkeiten liest sich wie das Pflichtenheft eines jeden Büroangestellten: Versicherungsansprüche bearbeiten, Zollrückerstattungen managen, Spesenabrechnungen prüfen, Termine koordinieren.

Das hauseigene Modell Hive-32B soll dabei nach Angaben des Labs selbst führende Konkurrenzprodukte wie GPT-5.4 und Claude Opus 4.6 übertreffen. In Tests auf den Benchmarks WindowsAgentArena und ScreenSpot-v2 zeigte sich: Hive-32B erledigt Aufgaben zu etwa einem Zehntel der Kosten der Wettbewerber.

Die Gründer sind überzeugt: Der Markt für Büroautomation werde den für KI-gestützte Code-Generierung eines Tages überflügeln.

Erste Millionenverträge – und ehrgeizige Ziele

Schon jetzt hat Prentis Verträge im Wert von bis zu 50 Millionen Euro an Land gezogen. Die Kunden kommen aus dem Gesundheitswesen, der Fertigungsindustrie und der Bekleidungsbranche.

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Die internen Prognosen sind ambitioniert: Für das dritte Quartal 2026 wird eine annualisierte Umsatzrate von 75 Millionen Euro angepeilt. Allerdings mit einem Haken: Diese Zahl basiert auf einem Modell, bei dem Prentis 20 Prozent der eingesparten Kosten für Kunden berechnet – nicht auf klassischen Umsatzerlösen.

Um die technologische Entwicklung voranzutreiben, hat das Labor mehr als 25 Mitarbeiter von großen Tech-Konzernen und Forschungseinrichtungen abgeworben. Darunter ehemalige Beschäftigte von OpenAI, Google DeepMind, Meta, Tencent und Alibaba.

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Ein hart umkämpfter Markt

Prentis bewegt sich in einem zunehmend überfüllten Feld. Die Konkurrenz schläft nicht: OpenAI, Anthropic und Thinking Machines Lab arbeiten ebenfalls an KI-Agenten für Unternehmensprozesse. Erst Anfang 2026 übernahm Anthropic das Startup Vercept.

Das frische Kapital soll Prentis helfen, Forschung und Markteinführung zu beschleunigen. Das Ziel: ein möglichst großes Stück vom Kuchen der Unternehmensautomatisierung – einem Markt, der gerade erst zu wachsen beginnt.

Disclaimer zu unseren Artikeln: Keine Anlageberatung, keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung. Angaben zu Kursen, Unternehmen und Märkten ohne Gewähr; Änderungen jederzeit möglich. Börsengeschäfte können zu hohen Verlusten führen. Unsere Beiträge werden ganz oder teilweise automatisiert mit Unterstützung von AI erstellt und geprüft.

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