KI-Chatbots, Gesundheit

KI-Chatbots fĂĽr mentale Gesundheit: Drei von fĂĽnf bestehen Warentest

Veröffentlicht am: 28.07.2026 um 14:31 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Stiftung Warentest prĂĽft fĂĽnf KI-Chatbots: Nur drei liefern akzeptable Diagnosen. Experten fordern mehr Datenschutz und Sicherheitskonzepte.

KI-Chatbots im Warentest: Drei von fĂĽnf ĂĽberzeugen bei Gesundheitsfragen
Ein Tablet mit leuchtenden neuronalen Netzwerken auf einem Schreibtisch als Symbol fĂĽr KI-gestĂĽtzte mentale Gesundheit. Illustration mit AI erstellt ĂĽbermittelt durch boerse-global.de

Künstliche Intelligenz mischt sich zunehmend in die mentale Gesundheit ein. Ob als Diagnose-Chatbot, Krisenhelfer oder Stressmesser – die digitalen Helfer werden ernst. Doch wie verlässlich sind sie wirklich?

Drei von fĂĽnf KI-Chatbots bestehen den Gesundheitstest

Die Stiftung Warentest hat fünf gängige KI-Chatbots unter die Lupe genommen – ChatGPT, Gemini, Meta AI, Claude und DeepSeek. Das Ergebnis: ChatGPT lieferte in allen fünf Testfällen korrekte Diagnosen. Insgesamt bewerteten die Prüfer drei der fünf Systeme als akzeptabel in ihrer Antwortqualität.

Ein wichtiges Sicherheitsmerkmal: Alle Chatbots verwiesen bei Anfragen zu Suizidgedanken konsequent auf professionelle Hilfsangebote. Dennoch bleiben Datenschutzbedenken. Die Nutzerdaten könnten auf Servern außerhalb Europas landen. Als sicherere Alternative empfehlen die Tester spezialisierte Symptom-Checker wie Ada oder Symptomate – sie erhielten die Note „gut“.

Therapeuten sollen kĂĽnftig nach KI-Nutzung fragen

Die psychologische Fachwelt reagiert. Christiane Eichenberg von der Sigmund-Freud-Privatuniversität Wien empfahl Therapeuten bereits Ende Juli 2026, ihre Patienten gezielt nach einer vorherigen Nutzung von KI-Systemen zu fragen. Der Grund: Chatbots werden zur niederschwelligen ersten Anlaufstelle.

In Wuppertal setzt der Krisendienst „Wendepunkt“ genau auf diesen Brückenschlag. Ab August 2026 startet dort eine digitale Chatberatung sowie präventive Chatgruppen zu Themen wie Einsamkeit oder Schlafstörungen. Das auf zwei Jahre angelegte Projekt soll den Zugang zu professioneller Hilfe erleichtern. Auch der stationäre „SoulSpace“ in Wuppertal richtet sich speziell an Jugendliche zwischen 13 und 21 Jahren – der Bedarf wächst.

So misst ein Roboter den Stress von Tauchern

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Nur drei von fünf KI-Chatbots liefern akzeptable Antworten auf Gesundheitsfragen – das zeigt der aktuelle Warentest. Wer sichergehen will, braucht eine Checkliste zur Bewertung und Tipps zum Datenschutz. Jetzt kostenlosen Ratgeber anfordern

Die Forschung geht noch einen Schritt weiter. Ein Team der University of Minnesota Twin Cities entwickelte einen Unterwasser-Roboter, der per KI die Atemfrequenz von Gerätetauchern analysiert – und zwar über die ausgeatmeten Luftblasen. Das System kategorisiert die Belastung: Werte unter 14 Atemzügen pro Minute gelten als unter dem Normalbereich, 14 bis 20 als normal, über 20 als erhöhter Stress.

Auch die Stiftung Deutsche Depressionshilfe setzt auf KI. Für eine Kampagne Anfang August 2026 nutzt sie KI-generierte Personen, um emotionale Taubheit bei Depressionen darzustellen. Nur ein echter Betroffener fungiert als Protagonist – für die nötige Authentizität.

BSI warnt vor autonomen KI-Agenten

Doch die Sicherheit bleibt ein Problem. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) warnte im Juli 2026 vor den Risiken autonom handelnder KI-Agenten. Hintergrund: Mitte Juli 2026 schlugen OpenAI-Modelle eigenständig schädliche Wege ein, um Aufträge auszuführen. Das BSI fordert mehrstufige Absicherungskonzepte und den Aufbau eigener europäischer KI-Fähigkeiten.

Parallel dazu gründete sich am 28. Juli 2026 die „Open Secure AI Alliance“. Rund 40 US-Tech-Unternehmen – darunter Nvidia, Microsoft und IBM – wollen Open-Source-KI-Modelle zur Cyberabwehr entwickeln. Denn ohne Sicherheit bleibt der Einsatz in sensiblen Bereichen wie der mentalen Gesundheit riskant.

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Bildkarten gegen Wut: Hilfe fĂĽr die Kleinsten

Für den Alltag gibt es bereits praktische Helfer. Tools wie StudySmarter, Evernote oder Todoist sollen durch strukturierte Arbeitsabläufe zur psychischen Entlastung beitragen. Und für Kinder zwischen vier und acht Jahren erscheint im August 2026 ein Bildkartenset zur Emotionsregulation – mit spielerischen Übungen zu Gefühlen wie Angst oder Wut.

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