KI-Speicher-Revolution, MinIO

KI-Speicher-Revolution: MinIO und Google lösen Agent-Problem

Veröffentlicht am: 30.07.2026 um 23:42 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Softwarekonzerne treiben mit Übernahmen und neuen Plattformen den KI-Einsatz in Unternehmen massiv voran.

KI-Übernahmen und Produkte: Branche im Umbau zu neuem Standard
Moderner Büroarbeitsplatz mit holografischen Datenvisualisierungen und digitalen neuronalen Netzen. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Softwarekonzerne und Dienstleister setzen massiv auf KI-gesteuerte Arbeitsabläufe – und kaufen sich gezielt die nötige Technologie ein.

Die Zeiten, in denen Künstliche Intelligenz nur als nettes Add-on galt, sind endgültig vorbei. Eine Welle von Übernahmen und Produkteinführungen am 29. und 30. Juli 2026 zeigt: Die Branche befindet sich im Umbau zu einem neuen Standard. Statt menschlicher Arbeitskraft rückt die Intelligenz der Maschinen in den Mittelpunkt.

Milliarden-Markt für intelligente Software

Der Dienstleister Coforge startete am Donnerstag mit Momentuum AI eine eigene Sparte für KI-gesteuerte Unternehmenslösungen. Das Konzept: sogenannte „Human+Agent-Pods" – Teams aus Menschen und KI-Agenten, die gemeinsam arbeiten. Eine 90-tägige Akademie soll die Mitarbeiter auf die neue Arbeitsweise vorbereiten.

Goldman Sachs sieht in dieser Entwicklung keine Bedrohung für die Branche. Ganz im Gegenteil: In einem aktuellen Bericht vom 30. Juli heißt es, dass Unternehmenssoftware-Firmen durch KI gestärkt werden. Der Grund: Je mehr Kontextwissen und etablierte Datensysteme ein Unternehmen besitzt, desto wertvoller wird es im KI-Zeitalter.

Die Daten-Lücke: Nur jedes siebte Unternehmen ist bereit

Der Umbau der IT-Systeme kommt in Gang. Capgemini-Chef Aiman Ezzat spricht am Donnerstag von einem „Multi-Jahres-Modernisierungs-Superzyklus". Der Konzern hat seine Umsatzziele für 2026 bereits nach oben korrigiert. Doch die Hürden sind gewaltig: Nur 13 Prozent der Unternehmen verfügen laut Ezzat über die nötigen Datenstrukturen für fortgeschrittene KI-Anwendungen.

ServiceNow bestätigt diesen Befund. Die Ausgaben für KI sind zwar im Jahresvergleich um 110 Prozent gestiegen. Doch erst 16 Prozent der Firmen haben ihre Altsysteme erfolgreich ersetzt. Der Softwarekonzern setzt daher auf einen pragmatischen Ansatz: KI-Projekte müssen auf Geschäftslogik, Kontrollmechanismen und menschlicher Aufsicht basieren.

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Wenn KI sich erinnert: Der Durchbruch bei Agenten-Workflows

Ein technisches Schlüsselproblem wird gerade gelöst: Bislang mussten KI-Agenten bei jeder neuen Aufgabe bei Null anfangen. Der Datenspezialist MinIO präsentiert mit AIStor Memory eine Lösung. Das System behandelt Erinnerungen wie einen eigenen Datentyp – inklusive Langzeitbiografien, Arbeitsbereichen und Zugangsdaten. So müssen KI-Agenten ihren Kontext nicht jedes Mal neu aufbauen.

Auch die großen Cloud-Anbieter ziehen nach. Google Cloud stellte am 29. Juli seine Gemini Enterprise Agent Platform vor. Sie enthält ein „Memory Bank" für den verwalteten Einsatz sowie Werkzeuge zur Analyse von Börsenberichten und Nachrichten. Microsoft setzt auf Wissensgraphen als skalierbare Intelligenzschicht. Konzern-Vizepräsident Jeevan Pathuri berichtet, dass sein Team mit dieser Architektur innerhalb weniger Wochen zehn bis 15 spezialisierte Agenten entwickelt hat. Branchenexperten prognostizieren dem Markt für Unternehmens-Wissensgraphen ein Wachstum von umgerechnet rund 1,7 Milliarden Euro auf knapp neun Milliarden Euro bis 2032.

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Praxisbeispiele: Von der Finanzberatung bis zum Baumarkt

Die Technologie ist längst in der Praxis angekommen. Mercer Global Advisors, ein Vermögensverwalter mit einem verwalteten Vermögen von rund 99 Milliarden Euro, startete am 30. Juli seine Aspen 2.0-Plattform. Das KI-native System nutzt einen Wissensgraphen und ein einheitliches Datenmodell, um 450 leitende Berater und 1.200 Fachleute zu unterstützen.

Im Technologiesektor wurde Globant am 29. Juli zum Anthropic Preferred Services Partner ernannt. Die Partnerschaft konzentriert sich auf die Integration von Claude-basierten KI-Agenten in Unternehmensabläufe. Grid Dynamics wiederum berichtet von einer starken Nachfrage nach KI-Agenten im Einzelhandel und in der Fertigung. Das Unternehmen will bis Oktober 2026 rund 90 Prozent seiner Ingenieure auf KI-Plattformen zertifizieren lassen – und hat bereits die Einführung bei einem großen Baumarkt-Konzern ausgeweitet.

Disclaimer zu unseren Artikeln: Keine Anlageberatung, keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung. Angaben zu Kursen, Unternehmen und Märkten ohne Gewähr; Änderungen jederzeit möglich. Börsengeschäfte können zu hohen Verlusten führen. Unsere Beiträge werden ganz oder teilweise automatisiert mit Unterstützung von AI erstellt und geprüft.

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