Kibiz-Novelle: 35 Stunden Kernzeit für Kitas ab Sommer 2027
Veröffentlicht am: 18.07.2026 um 23:02 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Der Kreissportbund treibt die Zertifizierung von Bewegungskitas voran.
Ein Fachtag am 18. Juli 2026 soll weitere Einrichtungen für das Konzept gewinnen. Ziel ist es, pädagogische Fachkräfte zu qualifizieren und Spiel- und Bewegungsangebote systematisch in den Tagesablauf einzubinden.
Materielle Unterstützung für zertifizierte Kitas
Mitte Juli 2026 erhielten mehrere zertifizierte Kindertagesstätten spezielle Materialien. Sie fördern Bewegung, Entspannung und Ernährung. Finanziert werden solche Maßnahmen teils durch private Unternehmen oder Stiftungen. Über die Vergabe entscheiden zunehmend Losverfahren.
Kibiz-Novelle bringt neue Rahmenbedingungen
Am 17. Juli 2026 beschloss das Land Nordrhein-Westfalen eine Novelle des Kinderbildungsgesetzes (Kibiz). Ab Sommer 2027 gelten Kernzeiten von mindestens 35 Stunden pro Woche. Randzeiten sind auf maximal 10 Stunden begrenzt.
Das Land stellt jährlich 200 Millionen Euro zusätzlich bereit. 50 Millionen Euro fließen in die Sprachförderung, 37 Millionen Euro in das Kita-Helfer-Programm.
Auch der Bund plant langfristige Investitionen. Ein Referentenentwurf zum Kita-Qualitätsentwicklungsgesetz sieht bis 2034 insgesamt 9,25 Milliarden Euro vor. SPD-Bildungsexperte Gerald Eisenblätter mahnte Nachbesserungen an – besonders bei der Finanzierung der Länder.
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Bundesbildungsministerin Karin Prien (CDU) betonte geplante Sprachtests für alle Vierjährigen. Gezielte Förderung sei ein Kernpunkt der neuen Strategie.
MINT trifft Bewegung
Das Projekt :metabolon verbindet Bewegung mit Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. Seit 2013 fungiert es als regionaler Knotenpunkt für die Initiative „Haus der kleinen Forscher“.
Am 17. Juli 2026 fand ein Forscherfest statt. Dabei verteilte die Hans Hermann-Voss-Stiftung Forscher-Trolleys mit MINT-Materialien an Kitas und Grundschulen. Die Materialien lassen sich oft mit aktiven Elementen im Freien kombinieren.
Bewegung über den Kita-Alltag hinaus
Das „Stadtradeln“ im Oberbergischen Kreis zeigt das wachsende Interesse an Bewegung. Vom 25. Mai bis 14. Juni 2026 legten 3.607 Radfahrer mehr als 800.000 Kilometer zurück. Pro aktivem Teilnehmer waren das durchschnittlich 223 Kilometer. Rechnerisch vermied die Aktion 132 Tonnen CO2.
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Im Juli 2026 startete zudem das Programm „Ferienspaß“. Es bietet sportliche Aktivitäten für Kinder und Jugendliche – von Segeltrainings bis zu Bewegungsangeboten auf Alpakahöfen. Für Kinder mit Unterstützungsbedarf gibt es barrierefreie Angebote über eine zentrale Servicestelle.
Die Maßnahmen auf kommunaler, Landes- und Bundesebene zeigen einen klaren Trend: Gesundheitsprävention und frühkindliche Bildung rücken enger zusammen. Die Bewegungskita wird zum zentralen Baustein der regionalen Infrastruktur.
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