Klinikum, Wolfsburg

Klinikum Wolfsburg: Neuer Anbau bĂŒndelt Notaufnahme und Bereitschaftsdienst

Veröffentlicht am: 09.10.2026 um 23:14 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Ein gemeinsamer Empfang lenkt Hilfesuchende je nach Dringlichkeit in die Notaufnahme, eine Kooperationspraxis oder den Bereitschaftsdienst.

Klinikum Wolfsburg bĂŒndelt Notfallversorgung in neuem Anbau
Modernes KrankenhausgebÀude mit minimalistischer Architektur und klaren Fassadenlinien bei Tageslicht. Illustration mit AI erstellt.

Das Klinikum Wolfsburg hat die Zentrale Notaufnahme (ZNA) um einen neuen Anbau erweitert. Die Baumaßnahme, deren Finanzierung vollstĂ€ndig von der Stadt Wolfsburg als TrĂ€gerin des Krankenhauses ĂŒbernommen wurde, zielt auf eine grundlegende Neuausrichtung der Notfallversorgung ab. Durch die bauliche Erweiterung werden Notfallmedizin und ambulante Strukturen an einem gemeinsamen Standort gebĂŒndelt, um BehandlungsablĂ€ufe spĂŒrbar zu straffen.

Integriertes Versorgungskonzept auf kurzem Weg

Im neuen Erweiterungsbau arbeiten kĂŒnftig drei Versorgungsbereiche TĂŒr an TĂŒr zusammen. Neben der ZNA des Klinikums sind dort eine hausĂ€rztliche Kooperationspraxis der MVZ WOB gGmbH sowie der Ärztliche Bereitschaftsdienst der KassenĂ€rztlichen Vereinigung Niedersachsen (KVN) untergebracht.

Vor der Fertigstellung des Neubaus war die Praxis des Bereitschaftsdienstes rÀumlich getrennt und rund 100 Meter vom Eingang der Notaufnahme entfernt angesiedelt.

Die personelle Besetzung der integrierten Kooperationspraxis ist fĂŒr die Werktage geregelt: Sie wird von montags bis freitags mit einer Allgemeinmedizinerin betrieben. Mit dieser Konstellation rĂŒckt die ambulante Grundversorgung unmittelbar an die klinische Notfallversorgung heran, um die verschiedenen Patientenströme bereits beim Eintreffen gezielt zu trennen.

Medizinische ErsteinschÀtzung an einem zentralen Tresen

Zentrales Element der Neuorganisation ist ein gemeinsamer Tresen fĂŒr die medizinische ErsteinschĂ€tzung aller eintreffenden Hilfesuchenden. Fachpersonal ĂŒbernimmt an dieser Stelle die unmittelbare Triage und steuert die Patienten in den jeweils passenden Versorgungspfad.

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Das Klinikum Wolfsburg bĂŒndelt Notaufnahme, hausĂ€rztliche Kooperationspraxis und Ärztlichen Bereitschaftsdienst in einem Anbau — mit gemeinsamem Tresen fĂŒr die medizinische ErsteinschĂ€tzung. Wie Sie dieses Modell Schritt fĂŒr Schritt auf Ihren Standort ĂŒbertragen, zeigt unser kostenloser Leitfaden. Leitfaden integrierte Notfallversorgung jetzt anfordern

Akute und potenziell lebensbedrohliche NotfĂ€lle werden unverzĂŒglich an das Team der ZNA ĂŒbergeben. Personen mit Beschwerden, die keine lebensbedrohliche Akutversorgung erfordern, werden wĂ€hrend der regulĂ€ren Öffnungszeiten in die hausĂ€rztliche Kooperationspraxis weitergeleitet.

Liegen derartige Anliegen außerhalb der Sprechzeiten vor, erfolgt die Weiterleitung an den Ärztlichen Bereitschaftsdienst. Dieses Modell soll gewĂ€hrleisten, dass die Ressourcen der klinischen Notaufnahme auf schwere NotfĂ€lle konzentriert bleiben, wĂ€hrend leichtere Erkrankungen adĂ€quat ambulant versorgt werden.

Kommunale Investition in die Versorgungsinfrastruktur

Wolfsburgs OberbĂŒrgermeister Dennis Weilmann hob die Bedeutung des Projekts hervor und bezeichnete den Anbau als eine gezielte Investition in eine leistungsfĂ€hige Gesundheitsversorgung.

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BagatellfĂ€lle binden Personal in der Zentralen Notaufnahme — und verzögern die Versorgung echter NotfĂ€lle. Der Wolfsburger Ansatz trennt die Patientenströme bereits beim Eintreffen: akute FĂ€lle in die ZNA, leichtere Beschwerden in Kooperationspraxis oder Bereitschaftsdienst. Unsere Checkliste zeigt, wie Sie Kooperationspraxis und Bereitschaftsdienst anbinden. Checkliste Patientensteuerung jetzt sichern

FĂŒr die Umsetzung und den kĂŒnftigen Betrieb des neuen Modells zeichnen aufseiten des Klinikums Wolfsburg Direktor AndrĂ© Koch sowie die ChefĂ€rztin Dr. Bernadett Erdmann verantwortlich. Mit der Zusammenlegung der verschiedenen Anlaufstellen soll die Notfallinfrastruktur vor Ort langfristig verlĂ€sslicher und bedarfsgerechter aufgestellt werden.

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