Knorpelregeneration: Forscher blockieren Protein 15-PGDH erfolgreich
22.06.2026 - 00:30:26 | boerse-global.de
Während roboterassistierte Systeme die Präzision beim Gelenkersatz verbessern, gewinnen Osteopathie und neue pharmakologische Ansätze an Bedeutung.
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Osteopathie: Der Körper als Einheit
In der modernen Schmerztherapie betrachtet die Osteopathie den Menschen als funktionielle Einheit. „Die Ursache von Beschwerden liegt häufig nicht am Ort des Schmerzes selbst", erklärt Physiotherapeut Andreas Stollreiter.
Bei chronischen Leiden wie Kniearthrose empfehlen Experten vier bis fünf Sitzungen im wöchentlichen Abstand. Zur langfristigen Prävention reichen zwei bis drei Anwendungen pro Jahr.
Die BIG direkt gesund hat Osteopathie in ihren Leistungskatalog aufgenommen. Die Kasse betreut nach einer Fusion Anfang 2021 über 500.000 Versicherte.
Roboter hilft beim Gelenkersatz
Wenn konservative Methoden nicht mehr helfen, rückt die Endoprothetik in den Fokus. Das Helios Klinikum Meiningen implantiert jährlich über 600 primäre Endoprothesen. Zur Steigerung der Genauigkeit setzt das Klinikum auf das roboterassistierte System Mako.
Das System übernimmt die Operation nicht eigenständig. Es unterstützt das Team bei der Planung basierend auf einem 3D-CT-Modell. Ziel ist eine präzisere Platzierung des Kniegelenkersatzes für bessere Langzeitergebnisse.
Knorpelregeneration: Hoffnung auf neue Therapie
Forscher der Stanford Medicine identifizierten das Protein 15-PGDH als Treiber der Knorpelalterung. Durch Hemmung dieses Proteins regenerierte sich der Knorpel bei älteren Versuchsmodellen. Eine posttraumatische Arthrose ließ sich verhindern. Das nährt die Hoffnung auf die erste krankheitsmodifizierende Arthrose-Therapie.
Kritische Bewertung von Supplementen
Eine Langzeitstudie mit über 50.000 Teilnehmern zeigt: Glucosamin könnte bei leichter kognitiver Beeinträchtigung das Alzheimer-Risiko um 25 Prozent erhöhen. Die S3-Leitlinie empfiehlt den Einsatz bereits nicht mehr.
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Auch Opioide stehen in der Kritik. Eine Metaanalyse im Fachjournal „Drugs" belegt: Orale Opioide wirken bei akuten muskuloskelettalen Schmerzen nur geringfügig besser als Placebos – bei erheblichen Risiken wie Abhängigkeit.
Musik gegen Schmerzen
Die SRH Heidelberg empfiehlt musiktherapeutische Ansätze. Aktive Beschäftigung mit Musik oder rhythmische Bewegungen können chronische Schmerzen positiv beeinflussen.
Bei Osteoporose-Prävention betonen Fachleute die Bedeutung von Calcium und Vitamin D. Eine konsequente Supplementierung bei Risikopatienten verhindert auf Bevölkerungsebene signifikant Knochenbrüche und spart Gesundheitskosten.
