KoronarlÀsionen, Sirolimus-Ballon

KoronarlÀsionen: Sirolimus-Ballon ist Stents nach zwölf Monaten nicht unterlegen

Veröffentlicht am: 01.11.2026 um 22:01 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Nach zwölf Monaten war die Ballontherapie bei geeigneten KoronarlÀsionen den Everolimus-Stents beim ZiellÀsionsversagen nicht unterlegen.
Ein steriler, minimalistischer Behandlungsraum in einem Krankenhaus mit glÀnzenden EdelstahloberflÀchen. Illustration mit AI erstellt.

Auf dem Kardiologiekongress Transcatheter Cardiovascular Therapeutics (TCT 2026) in San Diego sind die Ergebnisse der TRANSFORM-II-Studie vorgestellt worden.

Die von der Fondazione Ricerca e Innovazione Cardiovascolare initiierte und mit UnterstĂŒtzung von Concept Medical durchgefĂŒhrte Untersuchung vergleicht den Sirolimus-beschichteten Ballon MagicTouch mit Everolimus-freisetzenden Stents bei de-novo-KoronarlĂ€sionen.

Demnach erwies sich die ballonbasierte Behandlung beim primĂ€ren Endpunkt, dem ZiellĂ€sionsversagen nach zwölf Monaten, als nicht unterlegen gegenĂŒber der herkömmlichen Versorgung mit medikamentenfreisetzenden Stents.

Direkter Vergleich bei neu aufgetretenen GefĂ€ĂŸverengungen

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Die internationale Nicht-Unterlegenheitsstudie wurde an Zentren in Europa, SĂŒdostasien sowie Brasilien durchgefĂŒhrt. Im Mittelpunkt stand die Frage, ob bei neu aufgetretenen Verengungen der HerzkranzgefĂ€ĂŸe auf die dauerhafte Implantation eines MetallgerĂŒsts verzichtet werden kann, ohne dass Nachteile bei Wirksamkeit und Sicherheit auftreten.

Als Kontrollgruppe dienten Patienten, die mit modernen Everolimus-freisetzenden Stents behandelt wurden, die gegenwĂ€rtig als Standard in der interventionellen Kardiologie etabliert sind. Die Untersuchung liefert damit einen direkten klinischen Vergleich zwischen der rein medikamentösen GefĂ€ĂŸdilatation mittels Sirolimus-Freisetzung und der klassischen Stentimplantation.

Strenge Kriterien fĂŒr die Vorbereitung der GefĂ€ĂŸlĂ€sion

Ein zentrales Element des Studienprotokolls von TRANSFORM II war das strukturierte Vorgehen vor dem eigentlichen Eingriff. Die Randomisierung der Studienteilnehmer erfolgte erst nach einer erfolgreichen LĂ€sionsvorbereitung. Vor der Zuteilung zu einer der beiden Behandlungsgruppen mussten vordefinierte angiografische Kriterien nachgewiesen werden.

Dazu zĂ€hlten eine verbleibende Reststenose von höchstens 30 Prozent, ein uneingeschrĂ€nkter Blutfluss gemĂ€ĂŸ TIMI-Grad 3 sowie der Ausschluss schwerer GefĂ€ĂŸwandverletzungen ab einer Dissektion des Typs C. Das Protokoll schloss LĂ€sionen in GefĂ€ĂŸen mit einem Referenzdurchmesser von 2 bis 3,5 Millimetern und einer maximalen LĂ€nge von bis zu 50 Millimetern ein.

Relevanz fĂŒr interventionelle Behandlungsstrategien

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Die im Rahmen des Kongresses prĂ€sentierten Resultate stĂŒtzen AnsĂ€tze in der interventionellen Kardiologie, bei geeigneten GefĂ€ĂŸverengungen auf das Einbringen permanenter Implantate zu verzichten. WĂ€hrend medikamentenfreisetzende Stents dauerhaft im GefĂ€ĂŸ verbleiben, gibt der beschichtete Ballon den antiproliferativen Wirkstoff Sirolimus wĂ€hrend der Aufdehnung an die GefĂ€ĂŸwand ab, ohne Fremdmaterial im Körper zu hinterlassen.

Durch den nachgewiesenen primÀren Endpunkt der Nicht-Unterlegenheit nach einem Jahr zeigt die Studie, dass das concept einer stentingfreien Revaskularisation bei sorgfÀltig vorbereiteten KoronarlÀsionen eine gleichwertige Behandlungsoption zur herkömmlichen Stentimplantation darstellt.

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