Krafttraining, Minuten

Krafttraining: 40 Minuten pro Woche erfüllen WHO-Empfehlungen

Veröffentlicht am: 20.07.2026 um 12:17 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Trainingskonzepte verknüpfen kognitive Reize mit motorischen Aufgaben. Von Senioren bis Jugendlichen profitieren alle Altersgruppen.

See.Think.Act.: Neuer Trend verbindet Bewegung und Denken
Eine Person trainiert auf einem Skillcourt, reagiert auf leuchtende visuelle Hinweise auf dem Boden, um Koordination und Konzentration zu verbessern. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Immer mehr Programme zielen darauf ab, Reaktionsfähigkeit, Konzentration und Koordination gleichzeitig zu verbessern. Von digitalen Systemen bis zu speziellen Angeboten für Senioren und Jugendliche – die Ansätze sind so vielfältig wie ihre Zielgruppen.

Das See.Think.Act.-Prinzip

Im modernen Athletiktraining gewinnt ein Konzept an Bedeutung: das See.Think.Act.-Prinzip. Es wurde Mitte Juli 2026 im Rahmen des Skillcourt-Trainings diskutiert. Die Idee: Visuelle Wahrnehmung (See) mit kognitiven Prozessen (Think) verknüpfen, um eine motorische Reaktion (Act) auszulösen.

Das Training zielt darauf ab, die neuronale Effizienz zu steigern. Wer Bewegungsaufgaben mit kognitiven Reizen kombiniert, soll in komplexen Situationen schneller und präziser entscheiden können – egal ob im Sport oder im Alltag.

Bewegung für jedes Alter

Koordinations- und Konzentrationstraining ist keine Frage des Alters. Das zeigen verschiedene Kursangebote aus dem ersten Halbjahr 2026. In Emsdetten startete Anfang März ein Kurs, der Kondition, Muskelkraft und Gleichgewicht durch tänzerische Bewegungen kombiniert. Ulrike Wachsmund legt dort den Fokus auf die Konzentrationsfähigkeit.

Auch für Menschen mit eingeschränkter Beweglichkeit gibt es passende Konzepte. Mitte Juli fand in Erbach ein Angebot zum Tanzen im Sitzen statt. Rhythmische Elemente treffen auf Übungen für Gleichgewicht und Koordination. Das Ziel: geistige und körperliche Beweglichkeit bis ins hohe Alter erhalten.

Das Gesundheitszentrum in Kassel-Rothenditmold geht noch einen Schritt weiter. Es bietet kostenfreies Training für über 90-Jährige an. Gül Strutzke und Patrick Wallbach leiten ein personalisiertes Zirkeltraining, das die physische Autonomie der Hochaltrigen unterstützt.

Techniktraining für Jugendliche

Anzeige

Schon 40 bis 60 Minuten Krafttraining pro Woche reichen aus, um die WHO-Empfehlungen zu erfüllen – wenn Sie richtig trainieren. Der Minimal-Dosis-Ansatz mit einem Satz pro Übung und Supersätzen spart Zeit und bringt Ergebnisse. Jetzt kostenlosen Trainingsplan anfordern

Bei Jugendlichen steht oft die technische Beherrschung von Sportgeräten im Vordergrund. Anfang Juli absolvierten über 60 Kinder in Zug ein Bike-Camp. Luca Langenegger trainierte mit ihnen Bremstechnik, Fahrtechnik und Koordination.

Parkour-Workshops verfolgen ähnliche Ansätze. Mitte Juli lernten Jugendliche zwischen 10 und 14 Jahren in Emsdetten, Hindernisse effizient zu überwinden. Die Herausforderung erfordert Konzentration und körperliche Kontrolle.

In Borghorst entstand zudem ein neuer Trainingsort: ein Calisthenics-Sportgerät. Die Stadt Steinfurt finanzierte es gemeinsam mit der Sportstiftung der Kreissparkasse Steinfurt. Jugendliche können dort kostenlos Kraft- und Koordinationstraining betreiben.

Weniger ist mehr

Wie viel Training braucht der Mensch? Das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) hat Antworten. Den Analysen zufolge reichen bereits 40 bis 60 Minuten Krafttraining pro Woche aus, um die WHO-Empfehlungen zu erfüllen.

Der Ansatz der minimalen Dosis setzt auf hohe Intensität. Kniebeugen, Liegestütze oder Klimmzüge wirken zeitsparend. Supersätze können die Trainingszeit sogar um bis zu 37 Prozent reduzieren.

Sport als Brücke

Anzeige

Keine Zeit für stundenlanges Training? Mit der Supersatz-Technik reduzieren Sie Ihre Trainingszeit um bis zu 37 % – und erfüllen trotzdem die WHO-Empfehlungen. Holen Sie sich die konkrete Checkliste für Kniebeugen, Liegestütze und Klimmzüge. Trainings-Checkliste jetzt sichern

Neben der individuellen Fitness gewinnen soziale Aspekte an Bedeutung. Saeid Fazloula, Olympionike des internationalen Flüchtlingsteams, engagiert sich in Baden-Württemberg. Er ist Botschafter für das Programm „Integration durch Sport“.

Im Juni trainierte er mit dem SV Cannstatt. Ein weiteres Training ist für Mitte September in Bruchsal geplant. Sport als Mittel zur gesellschaftlichen Teilhabe – und zur körperlichen Förderung.

Disclaimer zu unseren Artikeln: Keine Anlageberatung, keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung. Angaben zu Kursen, Unternehmen und Märkten ohne Gewähr; Änderungen jederzeit möglich. Börsengeschäfte können zu hohen Verlusten führen. Unsere Beiträge werden ganz oder teilweise automatisiert mit Unterstützung von AI erstellt und geprüft.

de | wissenschaft | 69811816 |