Krafttraining, Stunden

Krafttraining: Zwei Stunden pro Woche senken Herzinfarktrisiko um 44%

Veröffentlicht am: 24.08.2026 um 08:31 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Neue Studien zeigen: Krafttraining reduziert bei Frauen das Herzinfarktrisiko um bis zu 44 Prozent und senkt die Gesamtmortalität deutlich.

Krafttraining senkt Sterblichkeit: Neue Studien belegen Effekte bei Frauen
Eine Frau mittleren Alters beim gezielten Krafttraining mit Hanteln in einem hellen, modernen Fitnessstudio. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Aktuelle wissenschaftliche Untersuchungen und klinische Berichte vom August 2026 verdeutlichen den signifikanten Zusammenhang zwischen gezieltem Muskelaufbau und einer gesteigerten Lebenserwartung bei Frauen. Die Datenlage legt nahe, dass der Erhalt der Muskelmasse nicht nur die physische Mobilität sichert, sondern auch tiefgreifende protektive Effekte auf das Herz-Kreislauf-System sowie den zellulären Stoffwechsel ausübt.

Signifikante Reduktion von Mortalitätsrisiken durch Krafttraining

Eine im August 2026 thematisierte JACC-Studie, an der über 117.000 Frauen teilnahmen, liefert konkrete Zahlen zur präventiven Wirkung von Muskeltraining.

Den Ergebnissen zufolge senkt ein Krafttraining von mindestens zwei Stunden pro Woche das Risiko für einen Herzinfarkt um 44 Prozent. Das allgemeine kardiovaskuläre Risiko reduziert sich um 20 Prozent. In Kombination mit einem wöchentlichen Ausdauertraining von 150 Minuten konnte eine Senkung des Herzinfarktrisikos um 45 Prozent festgestellt werden.

Ergänzend dazu veröffentlichte das British Journal of Sports Medicine eine Untersuchung mit 147.374 Probanden und einem Beobachtungszeitraum von 30 Jahren. Hier zeigte sich, dass bereits 90 bis 120 Minuten Krafttraining pro Woche die Gesamtmortalität um 13 Prozent senken können.

Speziell bei der kardiovaskulären Mortalität betrug der Rückgang 19 Prozent, während das Risiko für neurologisch bedingte Todesfälle um 27 Prozent sank. Ein Training über zwei Stunden hinaus brachte laut der Studie keinen zusätzlichen Überlebensvorteil. Die Kombination aus Kraft- und Ausdauersport konnte die Mortalitätsrate jedoch um bis zu 58 Prozent verringern.

Zelluläre Schutzmechanismen und hormonelle Regulation

Die biologischen Ursachen für diese Effekte werden durch aktuelle Forschungsergebnisse der Duke-NUS Medical School und der University of Leeds präzisiert.

Eine Duke-NUS-Studie zeigt auf, dass Muskeln im Alter natürlicherweise weniger extrazelluläre Vesikel freisetzen, welche normalerweise eine tumorunterdrückende Wirkung haben. Durch körperliche Bewegung könne dieser Schutzmechanismus reaktiviert werden, was das Krebsrisiko bei älteren Erwachsenen potenziell senke.

Anzeige

Ab dem 50. Lebensjahr verliert der Körper kontinuierlich an Muskelmasse, was weitreichende Folgen für die Gesundheit haben kann. Dieser kostenlose Ratgeber zeigt Ihnen 6 einfache Übungen, mit denen Sie von zuhause aus effektiv gegensteuern können. Gratis-PDF mit Krafttrainings-Übungen jetzt anfordern

Forscher der University of Leeds identifizierten in einer in Nature Communications veröffentlichten Arbeit zudem das Bewegungsmolekül L-BAIBA. Dieses reguliert die Anpassung der Muskeln an Belastungen und schützt vor Muskelschwund, der im Zusammenhang mit Diabetes auftreten kann. Die Wissenschaftler empfehlen vor diesem Hintergrund zwei bis drei Krafttrainingseinheiten pro Woche.

Expertenempfehlungen und gesellschaftlicher Trendwechsel

Fachleute wie Prof. Stefan Kluge vom Longevity Forum Deutschland betonen, dass die genetische Veranlagung lediglich 20 bis 30 Prozent der Lebenserwartung bestimme.

Der verbleibende Teil hänge maßgeblich von evidenzbasierten Maßnahmen wie Bewegung, Schlafqualität, Gewichtsmanagement und dem Verzicht auf das Rauchen ab. Vor der Einnahme von Supplementen wird gewarnt, da für diese oft kein belegter Nutzen existiere und kommerzielle Interessen im Vordergrund stünden.

Parallel zu den medizinischen Erkenntnissen zeichnet sich ein Wandel im Konsumverhalten und in der Zielsetzung von Frauen ab. Marktanalysen vom August 2026 signalisieren, dass über 60 Prozent der Frauen nachhaltige Energie und Ausdauer gegenüber einer reinen Gewichtsreduktion priorisieren. Der Fokus verschiebt sich zunehmend von ästhetischen Aspekten hin zu funktionaler Kraft und gesundheitlicher Resilienz.

Anzeige

Wer seine Vitalität steigern und typischen Altersbeschwerden aktiv vorbeugen möchte, profitiert von gezielten Übungen für den Alltag. Ein erfahrener Orthopäde hat dafür 17 hocheffektive Bewegungsabläufe zusammengestellt, die nur 3 Minuten Zeit beanspruchen. Kostenlose Wunderübungen für maximale Ergebnisse entdecken

Individuelle Ansätze und sportliche Ambitionen

Individuelle Berichte untermauern die wissenschaftlichen Thesen durch praktische Erfolge. Die 48-jährige Fitness-Expertin Emma McCaffrey erreichte durch ein dreimal wöchentliches, kurzes Kraft- und Mobilitätstraining die Gewebe- und Knochendichte einer 25-Jährigen. Sie setze dabei auf eine flexible Intensität und ausreichende Regenerationsphasen.

Extremere Beispiele wie die der 47-jährigen Polizistin Franziska Donath verdeutlichen das Potenzial von spätem Kraftsport-Einstieg. Die Bodybuilderin, die erst mit 35 Jahren begann, bewegt heute 550 Kilogramm an der Beinpresse und strebt die Teilnahme am Olympia-Wettbewerb 2027 in Tokio an.

Auch Berichte aus Japan über eine 44-jährige Frau, die nach dreijährigem Training vordere Plätze bei Bikini-Fitness-Wettbewerben belegte, zeigen, dass der Aufbau signifikanter Muskelmasse und die damit verbundenen gesundheitlichen Vorteile auch in der vierten Lebensdekade realisierbar sind.

Disclaimer...

de | wissenschaft | 69991598 |