KreativitÀt, Alterung

KreativitÀt bremst Alterung: Wöchentliche AktivitÀt verlangsamt um vier Prozent

25.05.2026 - 07:04:43 | boerse-global.de

Aktuelle Forschung belegt: Denksport, positive Einstellung und bestimmte Nahrungsmittel können die geistige Fitness im Alter fördern.

KreativitĂ€t bremst Alterung: Wöchentliche AktivitĂ€t verlangsamt um vier Prozent - Bild: ĂŒber boerse-global.de
KreativitĂ€t bremst Alterung: Wöchentliche AktivitĂ€t verlangsamt um vier Prozent - Bild: ĂŒber boerse-global.de

Gezielter Denksport, soziale Teilhabe und eine positive Einstellung können die Gehirngesundheit im Alter maßgeblich beeinflussen. Das belegen aktuelle Studien aus Jena, Yale und London.

Was passiert beim Denksport? Einblicke aus dem Jenaer Go-Experiment

Forscher der UniversitĂ€t Jena untersuchten im April die HirnaktivitĂ€t von acht europĂ€ischen Go-Spitzen-Profis, darunter Amateur-Weltmeisterin Manja Marz. Mittels funktioneller Nahinfrarotspektroskopie (fNIRS) maßen sie den Sauerstoffverbrauch in verschiedenen Hirnarealen – in Echtzeit.

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Das Ergebnis: Fehlentscheidungen aktivieren zunĂ€chst Emotionsregionen, dann schaltet der prĂ€frontale Cortex auf Analyse. Das Projekt „Gender in Focus“ untersuchte zudem geschlechtsspezifische Unterschiede. RegelmĂ€ĂŸige geistige Herausforderungen fördern offenbar die NeuroplastizitĂ€t – das Gehirn wird widerstandsfĂ€higer gegen altersbedingte Abbauprozesse.

Die Macht der Gedanken: Positive Einstellung verbessert Denkleistung

Eine Yale-Studie mit ĂŒber 11.000 Senioren (Durchschnittsalter 68 Jahre) beobachtete die Probanden bis zu zwölf Jahre lang. Das Team um Becca Levy und Martin Slade widerlegt das Bild vom stetigen Verfall: Bei einem Drittel der Teilnehmer verbesserte sich die Denkleistung messbar.

Ein Viertel einer Untergruppe von 4.000 Senioren steigerte zudem die Gehgeschwindigkeit – ein Indikator fĂŒr allgemeine VitalitĂ€t. Entscheidend war die Einstellung: Senioren mit positiver Erwartungshaltung zeigten deutlich hĂ€ufiger Leistungssteigerungen als jene mit negativem Altersbild.

KreativitÀt als Anti-Aging-Mittel

Das University College London analysierte Daten von ĂŒber 3.500 Erwachsenen. Singen, Tanzen oder Museumsbesuche verlangsamen die epigenetische Alterung. Bereits monatliche AusĂŒbung zeigt Effekte, bei wöchentlicher AktivitĂ€t verlangsamt sich die Alterung um vier Prozent – vergleichbar mit regelmĂ€ĂŸigem Sport.

Die Ursachen: kontinuierliche Gehirnstimulation, Stressreduktion und soziale Komponenten.

Kakao, Zimt und Weintrauben: Was die ErnÀhrung beitrÀgt

Forscher der Kyushu University in Japan entdeckten im Journal of Agricultural and Food Chemistry einen vielversprechenden Stoff: Procyanidin C1 (PC1), enthalten in Kakao, Zimt und Weintrauben. Im Tierversuch verbesserte PC1 das rÀumliche ArbeitsgedÀchtnis.

Der Mechanismus: PC1 reguliert eine microRNA hoch, die den BDNF-Signalweg moduliert – zentral fĂŒr Überleben und Wachstum von Nervenzellen.

ErgĂ€nzend dazu bringt die Marke PUR4 das Supplement „Brain Focus“ auf den Markt, entwickelt mit Ärzten und Therapeuten. Es basiert auf Kakao-Flavanolen, deren positive Wirkung auf das GedĂ€chtnis bereits im COSMOS Trial der Harvard University belegt wurde.

Technik hilft bei der FrĂŒherkennung

Ein Forschungsteam der Northwestern University stellte ein Hautpflaster vor, das mittels KI körperlichen und emotionalen Stress erkennt. Es misst Herzfrequenz, Atmung und Hauttemperatur – und identifiziert Belastungssituationen, bevor sie subjektiv spĂŒrbar werden. Chronischer Stress gilt als Risikofaktor fĂŒr Demenz.

Finanzielle HĂŒrden in der Versorgung

Trotz der Fortschritte warnen Experten vor Kostendeckelungen. Bei einem Berliner Symposium wies Henner Braach, Vorstandschef der SVLFG, darauf hin, dass geplante Sparmaßnahmen Angebote zur mentalen Gesundheit gefĂ€hrden. PrĂ€ventionsprogramme wie „Mit uns im Gleichgewicht“ seien notwendig, besonders fĂŒr belastete Berufsgruppen.

1,8 Millionen Demenzkranke – und jede zweite Erkrankung vermeidbar

Laut Experten wie Dietrich Grönemeyer leben in Deutschland rund 1,8 Millionen Menschen mit Demenz, jĂ€hrlich kommen etwa 450.000 Neuerkrankungen hinzu. Die Lancet-Kommission identifizierte 14 Risikofaktoren – darunter Rauchen und Blutarmut.

Eine aktuelle Studie des Karolinska Institutet bestÀtigt: Niedrige HÀmoglobinwerte, oft durch Eisenmangel, erhöhen das Demenzrisiko signifikant.

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Da Risikofaktoren wie Eisenmangel die Gehirngesundheit gefĂ€hrden können, ist ein tieferer Blick in die eigenen Gesundheitsdaten sinnvoll. Dieser kostenlose Experten-Report hilft Ihnen dabei, Ihre Laborwerte selbst zu verstehen und mögliche Warnsignale frĂŒhzeitig zu erkennen. Blutwerte-Checkliste kostenlos anfordern

Die Botschaft der Wissenschaft ist klar: Denksport im Alltag, soziale Kontakte und bewusste ErnĂ€hrung bilden die stabilste Basis fĂŒr mentale Fitness bis ins hohe Alter.

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