KrebsernÀhrung: Vietnams Gesundheitsministerium warnt vor Keto-DiÀt
26.06.2026 - 01:09:47 | boerse-global.de
Immer mehr Kliniken verbinden Schulmedizin mit komplementÀren Verfahren. Doch nicht alles, was hilfreich klingt, ist auch wissenschaftlich belegt.
Cannabisöl zeigt erste Erfolge bei Brustkrebs
Eine aktuelle Pilotstudie gibt Hoffnung. Forscher untersuchten den Einsatz von THC-reichem Cannabisöl bei zehn Brustkrebspatientinnen ĂŒber zwölf Wochen. Die Ergebnisse, veröffentlicht im Juni 2026 im Fachjournal Biomedicines, zeigen einen Trend zu reduzierten EntzĂŒndungsmarkern wie IL-6 und TNF-?. Auch die Werte der Iso-ButtersĂ€ure im Darm sanken. Statistische Signifikanz wurde zwar nicht erreicht â die VertrĂ€glichkeit war jedoch gut.
TCM und Ayurveda: etabliert, aber mit Risiken
Die Traditionelle Chinesische Medizin ist inzwischen fester Bestandteil vieler Kliniken. Das Spital Zollikerberg setzt unter Prof. Jingtao Dong auf Akupunktur, Laserakupunktur, KrĂ€utermedizin und Schröpfen. Auch Ayurveda-Anbieter wie Apollo AyurVAID werben mit ImmununterstĂŒtzung durch KrĂ€uter wie Guduchi und Amalaki. Experten warnen jedoch: Die Sicherheit pflanzlicher Mittel muss in Kombination mit Chemotherapie stets individuell geprĂŒft werden.
Keto-DiÀt? Besser nicht
Das vietnamesische Gesundheitsministerium hat am 24. Juni 2026 klare Richtlinien veröffentlicht: FĂŒr Krebspatienten sind kalorienarme DiĂ€ten wie die ketogene ErnĂ€hrung tabu. Der Grund: Bis zu 80 Prozent der Betroffenen leiden unter MangelernĂ€hrung. Empfohlen werden 25 bis 30 kcal und mindestens 1,2 Gramm Protein pro Kilogramm Körpergewicht tĂ€glich. Belege fĂŒr eine therapeutische Wirkung extremer DiĂ€tformen fehlen.
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PrÀzise Therapie trifft auf KomplementÀrmedizin
Im Clinicum St. Georg kombinieren Ărzte gezielte Tumortherapien mit Verfahren wie der photodynamischen Therapie. Ziel ist es, die LebensqualitĂ€t zu erhalten und die Krankheitskontrolle zu verbessern. Die molekulare Analyse von Tumoren ermöglicht dabei immer prĂ€zisere Behandlungen.
Apotheken werden zur wichtigen StĂŒtze
Seit 2022 bieten Apotheken eine strukturierte pharmazeutische Betreuung bei oraler Antitumortherapie an. Die begleitende AMBORA-Studie belegte eine verbesserte Therapietreue. Bei ĂŒber 120 zugelassenen oralen Zytostatika ist das ein entscheidender Faktor, um Risiken zu senken.
Neue Erkenntnisse zur PrÀvention
Eine Meta-Analyse der EBCTCG vom 24. Juni 2026 liefert wichtige Daten fĂŒr prĂ€menopausale Brustkrebspatientinnen. Bei fast 19.000 FĂ€llen zeigte sich: Eine UnterdrĂŒckung der Ovarialfunktion senkt das Rezidivrisiko um 18 Prozent und die MortalitĂ€t um 14 Prozent. Besonders Frauen unter 45 Jahren profitieren in Kombination mit Tamoxifen.
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Fortbildung bleibt zentral
Am 6. Juli 2026 veranstaltet der ADP e.V. ein Webinar mit Prof. Dr. Jutta HĂŒbner zum Thema komplementĂ€re versus alternative Medizin. Einen Tag spĂ€ter geht es bei âONKOnlineâ um Muskelverlust bei Krebspatienten. Abgesagt wurde dagegen eine Fachveranstaltung zu Nierenkrebstherapie am Inselspital Bern, die fĂŒr den 2. Juli geplant war. Langfristig bleibt das Interesse an ganzheitlicher Versorgung hoch â etwa bei der Fortbildung der Arbeitsgemeinschaft PRiO im November 2026 zum Thema körperliche AktivitĂ€t.
