Krebstherapie, Kunstkurse

Krebstherapie: Kunstkurse und Nordic Walking reduzieren psychische Belastung

Veröffentlicht am: 06.08.2026 um 00:48 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Onkologische Zentren erweitern 2026 ihr Angebot um Kunst- und Bewegungsprogramme. Die Deutsche Krebshilfe fördert den Ausbau mit 35,4 Millionen Euro.

Kreativangebote und Bewegung: Neue Wege in der Krebstherapie 2026
Ein Patient und eine Kunsttherapeutin malen gemeinsam an einem hellen, freundlichen Tisch in einem Klinikraum. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Kunstkurse, Nordic Walking und digitale Museumsbesuche: Die Onkologie setzt 2026 verstärkt auf ergänzende Therapieangebote. Sie sollen das Wohlbefinden von Patienten steigern und psychische Belastungen während der Behandlung reduzieren.

„farbRaum“ in Göttingen: Kreativität ohne Anmeldung

Das UniversitätsKrebszentrum Göttingen bietet mit „farbRaum“ ein regelmäßiges künstlerisches Experimentierangebot für Patienten und Angehörige. Die Sitzungen finden jeweils am ersten und dritten Donnerstag sowie Freitag im Monat in der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin statt.

Unter der Leitung von Elena Seubert und Leena Kötter ermöglicht das Programm einen niederschwelligen Zugang zu kreativen Prozessen – ganz ohne Voranmeldung. Ähnlich arbeitet die Sachsen-Anhaltische Krebsgesellschaft: In Halle organisiert die Künstlerin und Psychologin Larissa Morgenstern einen monatlichen Kunsttreff für Betroffene aus Halle und Merseburg. Nächster Termin: der 25. August 2026.

Postkarten und Nordic Walking: Regionale Projekte fördern Teilhabe

Auch außerhalb der Kliniken entstehen neue Angebote. Im Kinder-Jugend-Kunsthaus Güstrow fand Anfang August eine viertägige Postkartenwerkstatt statt. Rund 20 Teilnehmer gestalteten gemeinsam Karten – angeleitet von einem Diplom-Kunsttherapeuten. Solche Projekte schaffen durch künstlerische Arbeit Nähe zwischen Menschen in unterschiedlichen Lebenssituationen.

Bewegung ist ebenfalls gefragt: Die Berliner Krebsgesellschaft startete in Treptow einen Nordic-Walking-Kurs über zwölf Termine. Ein Sportwissenschaftler führt die Gruppe an, die sich speziell an Krebsbetroffene richtet. Die physische Mobilität im Freien steht dabei im Fokus.

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Kunstkurse, Nordic Walking und digitale Museumsbesuche: Immer mehr Kliniken setzen auf ergänzende Therapieangebote, um das Wohlbefinden von Krebspatienten zu stärken. Unser kostenloser Leitfaden zeigt, wie Sie solche Angebote finden und selbst aktiv werden können. Jetzt kostenlosen Leitfaden anfordern

Bunte Masken gegen Angst: Kanadische Idee macht Schule

Das Cross Cancer Institute in Edmonton verfolgt einen besonderen Ansatz: Eine ehrenamtliche Mitarbeiterin bemalt seit 2019 individuelle Bestrahlungsmasken für Kinder zwischen zwei und 16 Jahren. Motive von Sportlern oder Comicfiguren sollen die Angst vor der Strahlentherapie mindern. Bis Sommer 2026 entstanden so über 50 individuell gestaltete Masken.

In Südkorea geht das Chungnam National University Hospital einen digitalen Weg. In Kooperation mit dem Seoul Soma Museum erleben pädiatrische Krebspatienten virtuelle Kunsterfahrungen – ein digitaler Museumsbesuch, der den Klinikalltag aufbricht.

Deutsche Krebshilfe investiert Millionen in Spitzenzentren

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Die Angst vor der Strahlentherapie ist besonders bei Kindern groß – doch individuell bemalte Masken können helfen. Auch für Erwachsene gibt es Wege, die Behandlung psychisch besser zu bewältigen. Erfahren Sie in unserem Leitfaden, wie kreative und bewegungsbasierte Angebote Ihre Resilienz stärken. Leitfaden für mehr Wohlbefinden sichern

Die strukturelle Basis dieser Angebote sichert die Deutsche Krebshilfe. Sie baut das Netzwerk der onkologischen Spitzenforschung weiter aus und stellt vier Jahre lang insgesamt 35,4 Millionen Euro für die Comprehensive Cancer Center (CCCs) bereit.

Gefördert werden unter anderem Verbünde in Kiel, Lübeck und Mannheim sowie etablierte Zentren in Dresden, München, Heidelberg und Würzburg. Seit 2007 investierte die Organisation rund 250 Millionen Euro in diesen Bereich. Schätzungsweise 250.000 Betroffene profitieren jährlich von den Strukturen der spezialisierten Zentren.

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