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Modernste Biotechnologie fĂŒr die Medizin der Zukunft: IMC Krems investiert in Hightech-Laborausstattung

10.11.2025 - 14:45:00

Krems - Das IMC Krems hat die Labore des Instituts Biotechnologie umfassend modernisiert und erweitert damit seine Spitzenposition in der praxisnahen Hochschulausbildung und angewandter Forschung im Bereich der medizinischen und pharmazeutischen Biotechnologie und der personalisierten Medizin. Die HerzstĂŒcke der Investition sind ein hochmodernes DNA-Sequenziersystem und ein Bioreaktor, die Studierenden und Forschenden Zugang zu Technologien bieten, die weltweit in fĂŒhrenden Biotech- und Pharmaunternehmen im Einsatz sind.

Neue Technologien fĂŒr personalisierte Medizin

Das neue Hochdurchsatz-DNA-SequenziergerĂ€t ermöglicht die Analyse des gesamten Erbguts (Genomik) sowie der aktiven Erbinformationen einer Zelle (Transkriptomik). Studierende lernen dabei den gesamten Workflow – von der Probenaufbereitung ĂŒber die Sequenzierung bis zur bioinformatischen Datenanalyse. Diese Technologie ist ein zentraler Baustein der personalisierten Medizin: Sie erlaubt es, genetische VerĂ€nderungen zu identifizieren, die z. B. bei Krebs oder seltenen Erbkrankheiten eine Rolle spielen, und Therapien individuell abzustimmen.

Durch die niedrige Fehlerquote und hohe FlexibilitĂ€t des Systems können Anwendungen bis hin zur klinischen Forschung abgebildet werden: ein wichtiger Schritt, um zukĂŒnftige FachkrĂ€fte fĂŒr die PrĂ€zisionsmedizin auszubilden.

Bioreaktoren fĂŒr industrielle Biotechnologie

Im modernisierten Labor stehen zudem mehrere Bioreaktoren, wie sie in der industriellen biotechnologischen Produktion eingesetzt werden. Studierende erlernen hier, wie therapeutische Proteine, etwa Insulin, mithilfe gentechnisch optimierter Mikroorganismen hergestellt werden. Der Reaktor ermöglicht die prÀzise Steuerung von Bedingungen wie Temperatur, pH-Wert und Sauerstoffgehalt, um optimale Produktionsprozesse zu simulieren.

Neben dem Bioreaktor stehen Analyse- und Reinigungssysteme zur VerfĂŒgung, mit denen der gesamte Prozess von Kultur bis Proteinaufreinigung abgebildet wird – ein praxisnahes Training auf Industriestandard.

"Wir investieren konsequent in eine Infrastruktur, die unseren Studierenden und Forschenden Zugang zu modernster Technologie bietet", betont Ulrike Prommer, Vorsitzende der Hochschulleitung am IMC Krems. "Mit der Erweiterung unserer Laborausstattung stĂ€rken wir nicht nur die Ausbildung hochqualifizierter FachkrĂ€fte fĂŒr Zukunftsfelder wie die der medizinischen und pharmazeutischen Biotechnologie und der PrĂ€zisionsmedizin – wir leisten auch einen wichtigen Beitrag fĂŒr Forschung und Innovation in Österreich."

Strategische Weiterentwicklung des Studienangebots

Die Investition unterstreicht den Ausbau des Studienangebots im Bereich Naturwissenschaften & Technik, darunter die neuen Master-StudiengÀnge OMICS Technologies and Data Science in Biomedicine, Sustainable Chemistry and Digital Processing und Engineering Responsible AI Systems. Sie richten sich an Absolventinnen und Absolventen eines Bachelorstudiums aus den Bereichen Biotechnologie, Chemie, Informatik, Technik oder verwandten Disziplinen und werden in der berufsbegleitenden Variante angeboten. Die enge Verzahnung von Theorie, Praxis und angewandter Forschung ist ein zentrales QualitÀtsmerkmal am IMC Krems.

Genomik : Untersuchung der gesamten DNA eines Organismus

Transkriptomik : Analyse der RNA, also der gerade aktiven Gene

Bioinformatik : Computerbasierte Auswertung großer biologischer Datenmengen

Bioreaktor : GerÀt, in dem Mikroorganismen oder Zellen unter kontrollierten Bedingungen vermehrt werden

Therapeutische Proteine : Eiweißstoffe, die als Arzneimittel eingesetzt werden, z. B. Insulin

(Ende)

Aussender: IMC Hochschule fĂŒr Angewandte Wissenschaften Krems GmbH Ansprechpartner: IMC Krems Tel.: +43 2732 802 E-Mail: marketing@imc.ac.at Website: imc.ac.at

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