Hochschule, Umwelt

Neues Forschungsprojekt stĂ€rkt Lebensmittelsicherheit und unterstĂŒtzt gesundheitsbezogene Risikobewertung

18.03.2026 - 11:20:00 | pressetext.de

Krems - Im MĂ€rz 2026 startet an der IMC Krems University of Applied Sciences (IMC Krems) ein neues Forschungsprojekt unter der Leitung von Anna Malyshenko, PhD, MSc, Senior Lecturer und Forscherin im Institut Applied Chemistry. Ziel ist es, toxische und hormonell wirksame PestizidrĂŒckstĂ€nde in Lebensmitteln und Umweltproben noch zuverlĂ€ssiger nachzuweisen – selbst in sehr geringen Konzentrationen. Solche Substanzen können die menschliche Gesundheit beeintrĂ€chtigen und sind auch im pharmazeutischen sowie im medizinproduktbezogenen Kontext relevant, weshalb zuverlĂ€ssige analytische Nachweismethoden erforderlich sind.

Forschungsprojekt Lebensmittelsicherheit - Foto: IMC Krems ĂŒber pressetext.de
Forschungsprojekt Lebensmittelsicherheit - Foto: IMC Krems ĂŒber pressetext.de

PrĂ€zisere Analytik fĂŒr mehr Sicherheit

Bestehende Überwachungsverfahren stoßen insbesondere bei komplexen Lebensmittelproben an ihre Grenzen. Das Projekt setzt daher auf innovative Materialien fĂŒr die Probenvorbereitung, die eine selektive Anreicherung relevanter Substanzen vor der Analyse ermöglichen.

Im Mittelpunkt stehen neuartige funktionelle Sorbentmaterialien, darunter molekular geprĂ€gte Polymere (MIPs) sowie neu entwickelte nanostrukturierte Sorbentien, die darauf ausgelegt sind, SelektivitĂ€t und Anreicherungseffizienz zu verbessern. Als selektive Extraktionsmaterialien ermöglichen diese Sorbentien eine gezielte Anreicherung von PestizidrĂŒckstĂ€nden bei gleichzeitiger Reduktion störender Matrixbestandteile. Dadurch werden die analytische ZuverlĂ€ssigkeit sowie die Nachweisempfindlichkeit verbessert.

Kombiniert werden diese neuartigen Materialien mit hochauflösenden Analyseverfahren wie FlĂŒssigchromatographie-Massenspektrometrie (LC-MS) und Gaschromatographie-Massenspektrometrie (GC-MS). So können selbst Spuren problematischer Substanzen innerhalb moderner analytischer Workflows zuverlĂ€ssig identifiziert werden.

"Unser Ziel ist es, analytische Methoden so weiterzuentwickeln, dass selbst geringste Mengen hormonell wirksamer Pestizide zuverlĂ€ssig nachgewiesen werden können. Damit schaffen wir eine wissenschaftlich fundierte Grundlage fĂŒr verbesserte Risikobewertungen in lebensmittel- und gesundheitsbezogenen Kontexten und leisten einen Beitrag zum langfristigen Schutz von Konsumentinnen und Konsumenten sowie Patientinnen und Patienten", erklĂ€rt Anna Malyshenko, Projektleiterin am IMC Krems.

Innovation durch nanostrukturierte Materialien

ErgĂ€nzend kommen nanoskalige Varianten der Polymere sowie weitere nanostrukturierte Materialien als Bestandteil neu entwickelter Sorbentsysteme zum Einsatz. Durch ihre große OberflĂ€che erhöhen sie die Effizienz der Anreicherung und verbessern die Nachweisempfindlichkeit – insbesondere bei Pestiziden mit endokriner Wirkung im Ultra-Spurenbereich.

Von der Methodenentwicklung zur praktischen Anwendung

Das Projekt erweitert die analytische Forschung am IMC Krems in den Bereichen Lebensmittel, Umweltproben sowie pharmazeutische und medizinische Produkte. Aufbauend auf bestehender Expertise in Trenntechnologien, enantiomerer Analyse und Sensorentwicklung werden robuste, selektive und standardisierbare Methoden entwickelt, die perspektivisch in Routine-Workflows analytischer Labore ĂŒberfĂŒhrt werden können.

Laufzeit und Förderung

Das Projekt lĂ€uft von MĂ€rz 2026 bis Dezember 2028. Gefördert wird es vom Land Niederösterreich und kofinanziert von der EuropĂ€ischen Union im Rahmen der Förderaktion "Forschung fĂŒr morgen" (Förderschiene "Forschung & Technologieentwicklung QualitĂ€t").

(Ende)

Aussender: IMC Hochschule fĂŒr Angewandte Wissenschaften Krems GmbH Ansprechpartner: IMC Krems Tel.: +43 2732 802 800 E-Mail: marketing@imc.ac.at Website: imc.ac.at

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