Trump, Musk

Trump: Musk ĂŒbernimmt nicht die US-PrĂ€sidentschaft

22.12.2024 - 20:48:01

Kritiker nennen den Tech-MilliardĂ€r sĂŒffisant «PrĂ€sident Musk». Donald Trump stellt klar, wer das Sagen hat - bestreitet aber auch nicht Musks Einfluss hinter den Kulissen.

Der designierte US-PrĂ€sident Donald Trump hat auf VorwĂŒrfe reagiert, wonach der Tech-MilliardĂ€r Elon Musk zu großen politischen Einfluss ausĂŒbt. «Nein, er ĂŒbernimmt nicht die PrĂ€sidentschaft», sagte der Republikaner bei der rechtskonservativen Konferenz «AmericaFest» im Bundesstaat Arizona. «Aber Elon hat einen tollen Job gemacht. Ist es nicht schön, kluge Leute zu haben, auf die wir uns verlassen können?»

Musk ist laut «Forbes» der reichste Mann der Welt. Ihm gehört auch die Plattform X, auf der er fĂŒr Trump wirbt. Er hat den Wahlkampf des Republikaners auch massiv finanziell unterstĂŒtzt. Seit dessen Wahlsieg steht er eng an der Seite des 78-JĂ€hrigen. Trump hat den GeschĂ€ftsmann damit beauftragt, gemeinsam mit dem Unternehmer Vivek Ramaswamy in einem neu geschaffenen Gremium namens DOGE («Department of Government Efficiency») VorschlĂ€ge zur KĂŒrzung der Regierungsausgaben zu erarbeiten.

Einflussnahme auf Haushaltsverhandlungen 

In der vergangenen Woche war Musk unter anderem wegen seiner Rolle bei den Haushaltsverhandlungen in die Kritik geraten. Der US-Kongress hatte erst in letzter Minute einen Regierungsstillstand abgewendet, nachdem Trump – wohl unter dem Einfluss von Musk – eine bereits ausgehandelte Einigung torpediert hatte.

Vor allem Demokraten werfen Musk vor, sich ohne politisches Mandat und mit eigenen wirtschaftlichen Interessen in politische Prozesse einzumischen. Einige Kongressmitglieder spotteten, Musk sei der wahre AnfĂŒhrer der Republikaner, und bezeichneten ihn ironisch als «PrĂ€sident Musk».

Trump trat dem in Arizona entschieden entgegen, bestritt aber auch nicht direkt die VorwĂŒrfe der politischen Einflussnahme hinter den Kulissen. Stattdessen erklĂ€rte er: «Nein, er wird nicht PrĂ€sident werden, das kann ich Euch versprechen. (...) Und wisst Ihr auch, warum er das nicht werden kann? Er wurde nicht in diesem Land geboren.» Musk besitzt zwar die US-StaatsbĂŒrgerschaft, stammt aber aus SĂŒdafrika. Damit ist er laut US-Verfassung vom Amt des PrĂ€sidenten ausgeschlossen.

@ dpa.de