Krypto-Hack bei Coinsbuy: 7,9 Millionen Dollar erbeutet
Veröffentlicht am: 10.08.2026 um 09:41 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Ein gezielter Angriff auf Wallets der Netzwerke Ethereum und Tron hat Coinsbuy schwer getroffen. Unbekannte erbeuteten Kryptowerte im Wert von rund 7,9 Millionen US-Dollar – der größte bekannte Krypto-Hack des Monats.
Der Einbruch ereignete sich gegen 13:00 UTC. Sofort nach Entdeckung der Unregelmäßigkeiten stoppte die Plattform sämtliche Ein- und Auszahlungen. Sicherheitsfirmen wie PeckShield und GoPlus Security bestätigten den Angriff kurz darauf. Inzwischen läuft der Betrieb des Dienstleisters, der seit 2019 vor allem Unternehmenskunden betreut, wieder.
Anonyme Münzen erschweren Jagd auf Diebe
Die Analyse der Transaktionsdaten zeigt ein koordiniertes Vorgehen. Die Beute wanderte über Handelsplattformen wie FixedFloat und BingX – ein Großteil davon in die anonyme Kryptowährung Monero (XMR). Damit wird die Rückverfolgung der Gelder massiv erschwert.
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Immerhin gab es Teilerfolge: Die Börse ChangeNOW fror einen sechsstelligen Betrag ein, der mit dem Hack in Verbindung steht. Doch der Vorfall zeigt, wie effizient Kriminelle gestohlene Werte über dezentrale Protokolle waschen.
Das Problem ist größer als ein einzelner Fall. Südkorea meldet für das erste Halbjahr 2026 über 1.200 Fälle von Krypto-Geldwäsche – ein Vielfaches im Vergleich zum Vorjahr. Besonders beliebt bei illegalen Transfers: der Stablecoin Tether (USDT).
Branche rüstet sich gegen die Angriffswelle
Coinsbuy steht mit dem Vorfall nicht allein. Marktbeobachter schätzen die Verluste durch Exploits im ersten Halbjahr 2026 auf 972 Millionen bis 1,1 Milliarden US-Dollar. Selbst Hardware-Lösungen sind betroffen: Im Umfeld von Coldcard-Razzien wurden Verluste von bis zu 130 Millionen US-Dollar gemeldet.
Die Bedrohungslage zwingt Regulierer weltweit zum Handeln. Brasilien plant ab Anfang 2027 Sperrfristen für Krypto-Überweisungen: Transaktionen über 10.000 US-Dollar an ausländische Anbieter oder selbstverwaltete Wallets sollen dann bis zu 24 Stunden zurückgehalten werden können.
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