KT Corp: 37,4 Millionen Dollar Strafe für Datenleck via illegale Basisstationen
Veröffentlicht am: 30.07.2026 um 09:22 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Die südkoreanische Datenschutzbehörde PIPC hat eine hohe Geldstrafe gegen den Telekommunikationsanbieter KT Corp verhängt. Wegen eines Datenlecks, das durch die Nutzung illegaler Basisstationen ermöglicht wurde, muss das Unternehmen 53,9 Milliarden Won zahlen, was etwa 37,4 Millionen US-Dollar entspricht. Von dem Sicherheitsvorfall waren insgesamt 16.647 Nutzer betroffen.
Nach Angaben der Behörde verschafften sich Hacker über einen längeren Zeitraum Zugriff auf das Netzwerk von KT. Die unbefugten Zugriffe begannen im Oktober 2024 und dauerten bis zum September des Folgejahres an. Den Ermittlungen zufolge nutzten die Angreifer ein gestohlenes Zertifikat einer verloren gegangenen KT-Femtozelle. Mit diesem Zertifikat erstellten sie eine gefälschte Basisstation, über die sie systematisch Gerätenummern sowie Authentifizierungscodes abfingen.
Schwerwiegende Sicherheitsmängel und finanzielle Schäden
Die PIPC stufte den Verstoß als schwerwiegend ein. In ihrem Bericht hielt die Kommission fest, dass KT es versäumt habe, grundlegende Sicherheitsmaßnahmen umzusetzen. Demnach sei der IP-Zugriff nicht ausreichend eingeschränkt worden. Zudem habe es das Unternehmen unterlassen, Cell-IDs effektiv zu verwalten oder unbefugte Geräte innerhalb der eigenen Infrastruktur rechtzeitig zu erkennen.
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Diese Nachlässigkeiten führten nach Feststellung der Ermittler zu konkreten finanziellen Schäden für die Kunden. Bei insgesamt 368 identifizierten Opfern wurde eine Schadenssumme von 240 Millionen Won ermittelt.
Weitere Ermittlungen und Vorwurf der Beweisbehinderung
Über das aktuelle Datenleck hinaus sieht sich KT mit weiteren rechtlichen Konsequenzen konfrontiert. Die PIPC reichte Strafanzeige gegen das Unternehmen ein, da es die Ermittlungen zu einem separaten Hacking-Vorfall aus dem Frühjahr 2024 behindert haben soll.
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Im Zuge der Untersuchungen weitete die Datenschutzbehörde ihre Maßnahmen auch auf andere Marktteilnehmer aus. So wurde bekannt, dass gegen den Konkurrenten LG Uplus ebenfalls Schritte eingeleitet wurden. Die Behörde verwies LG Uplus an die Polizei, wobei der Vorwurf der Vernichtung von Beweismitteln im Raum steht. Die PIPC betonte damit die Notwendigkeit einer lückenlosen Kooperation der Telekommunikationsanbieter bei der Aufklärung von Sicherheitsverletzungen zum Schutz privater Nutzerdaten.
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