Kupfer-Atomketten, Forscher

Kupfer-Atomketten: Forscher stellen lÀngste NanodrÀhte her

Veröffentlicht am: 07.09.2026 um 19:12 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Unter Hochdruck erzeugte Kupferketten erreichen MikrometerlÀnge, sind stabil und leiten Strom entlang ihrer Achse deutlich besser als quer dazu.

Chinesisches Team fertigt Kupferatomketten mit ĂŒber 4.000 Atomen
Eine Diamantstempelzelle fĂŒr Hochdruckexperimente in einem Forschungslabor. Illustration mit AI erstellt.

Ein Forschungsteam aus China hat nach einem Bericht von phys.org vom 6. September 2026 die lÀngsten bekannten Ketten aus einzelnen Kupferatomen hergestellt.

Die sogenannten SMAC-Strukturen (Single-atom metal chains) bestehen aus mehr als 4.000 Atomen und erreichen eine LĂ€nge von mehreren Mikrometern. Der bisherige Rekord lag bei lediglich 28 Atomen – die neue Kette ĂŒbertrifft ihn damit um zwei bis drei GrĂ¶ĂŸenordnungen, wie futurezone.at berichtete.

Herstellung unter extremem Druck

Ausgangsmaterial war Kupferphthalocyanin, ein blauer Farbstoff. Die Forschenden setzten das Material in einer Diamantstempelzelle einem Druck von ĂŒber 21 Gigapascal aus – umgerechnet etwa dem 200.000-fachen des normalen AtmosphĂ€rendrucks. Unter diesen Bedingungen ordneten sich die Kupferatome zu langen, geraden Ketten an. Die Ergebnisse wurden in der Fachzeitschrift Science veröffentlicht, wie b910.cn am 7. September 2026 berichtete.

Aufbau aus drei Schichten

Der entstandene Draht ist nach Angaben von futurezone.at dreischichtig aufgebaut: einen Kupferkern umgibt ein leitender Ring aus Stickstoff und Kohlenstoff, der wiederum von einer diamantartigen HĂŒlle umschlossen wird. Bemerkenswert ist dabei, dass der elektrische Strom nicht durch den Kupferkern selbst fließt, sondern ĂŒber den Ă€ußeren Stickstoff-Kohlenstoff-Ring geleitet wird.

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Laut ufa-town.ru sind die mikrometerlangen Ketten vollstĂ€ndig in Kohlenstoff eingehĂŒllt und dadurch außergewöhnlich stabil – sie halten sowohl dem Kontakt mit Luft als auch mit SĂ€ure stand, was fĂŒr praktische Anwendungen von Bedeutung sein könnte.

RichtungsabhÀngige LeitfÀhigkeit

Ein weiteres zentrales Ergebnis betrifft die elektrischen Eigenschaften der Ketten: Die LeitfÀhigkeit ist stark anisotrop, also richtungsabhÀngig. In den tatsÀchlich hergestellten Proben ist die LeitfÀhigkeit entlang der Kette laut b910.cn mehr als zehnmal so hoch wie quer dazu. Bei einer theoretisch defektfreien Struktur könnte dieser Unterschied den Berechnungen des Teams zufolge sogar bis zum Tausendfachen reichen.

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Weiteres Potenzial ĂŒber Kupfer hinaus

Die Forschenden verweisen darauf, dass sich das Verfahren nicht auf Kupfer beschrĂ€nkt. Auch Nickel und Zink kommen laut futurezone.at grundsĂ€tzlich als Ausgangsmaterial fĂŒr vergleichbare Atomketten infrage. Damit eröffnet die unter Hochdruck erzeugte Kettenstruktur einen möglichen Weg zu einer ganzen Klasse neuartiger Materialien mit gerichteten elektrischen Eigenschaften auf atomarer Skala.

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