Kyphoplastie in Jamal: 75-JĂ€hrige nach Wirbelbruch erfolgreich operiert
Veröffentlicht am: 02.10.2026 um 04:39 Uhr | Redaktion boerse-global.de
In Nowy Urengoi haben Neurochirurgen erstmals in der Region Jamal eine Kyphoplastie durchgefĂŒhrt. Die 75-jĂ€hrige Patientin hatte einen pathologischen Bruch eines Lendenwirbels erlitten, zudem war ihre gesamte WirbelsĂ€ule befallen. Wegen des Risikos einer RĂŒckenmarksschĂ€digung war ein dringendes Eingreifen erforderlich, wie yamal1.ru berichtete.
Die Ărzte nahmen zunĂ€chst eine Dekompression vor, setzten anschlieĂend eine Metallkonstruktion ein und injizierten Knochenzement in den betroffenen Wirbel. Nach der Operation verschwanden die Schmerzen der Patientin vollstĂ€ndig, sie befindet sich inzwischen in Rehabilitation. Ăber den Eingriff berichteten die Behörden des Autonomen Kreises Jamal.
Ăhnlicher Eingriff in Vietnam: Ballon-Kyphoplastie bei 82-JĂ€hriger
Auch in Vietnam kam ein vergleichbares minimalinvasives Verfahren zum Einsatz. Im Krankenhaus Bach Mai, Filiale Ninh Binh, wurde bei einer 82-jĂ€hrigen Patientin nach einem Sturz eine Ballon-Kyphoplastie durchgefĂŒhrt. Die Frau hatte einen schweren Kompressionsbruch des elften Brustwirbels erlitten, ihr T-Score lag laut Knochendichtemessung bei -4,3, ihr Körpergewicht bei 45 Kilogramm.
Ăber zwei rund drei Millimeter groĂe Schnitte brachten die Ărzte etwa sechs Milliliter Biozement in den gebrochenen Wirbel ein. Der Eingriff dauerte rund 90 Minuten. Zementleckagen oder frĂŒhe Komplikationen traten laut dem Krankenhaus nicht auf.
Die Schmerzen der Patientin nahmen ab, sie konnte zunehmend mobilisiert werden. Nach dem Eingriff ist eine weiterfĂŒhrende Konsultation zur Behandlung ihrer Osteoporose vorgesehen. Ăber den Fall berichtete die vietnamesische Regierungsseite gov.vn.
HundertjÀhriger nach Oberschenkelbruch in Kusbass operiert
Ein weiterer Fall minimalinvasiver Frakturbehandlung im hohen Alter ereignete sich in der russischen Region Kusbass. In der Staatlichen Klinik Nr. 11 der Stadt Kemerowo wurde ein 100-jĂ€hriger Mann mit einem pertrochantĂ€ren Bruch des rechten Oberschenkelknochens operiert. Die Ărzte fĂŒhrten eine intramedullĂ€re Osteosynthese durch, bei der ein Metallstab ĂŒber einen kleinen Schnitt die BruchstĂŒcke von innen fixierte.
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Die Operation verlief erfolgreich, der Patient konnte anschlieĂend aus der Klinik entlassen werden. Ăber den Fall berichtete der Gesundheitsminister der Region Kusbass, Andrei Tarassow.
Gemeinsamer Trend: Weniger invasive Verfahren fĂŒr hochbetagte Patienten
Die drei FĂ€lle aus unterschiedlichen Regionen zeigen einen gemeinsamen Ansatz in der Behandlung von KnochenbrĂŒchen bei hochbetagten Menschen: Statt groĂflĂ€chiger offener Operationen setzen Mediziner zunehmend auf minimalinvasive Techniken wie Kyphoplastie und intramedullĂ€re Osteosynthese.
Diese Verfahren erfordern nur kleine Schnitte, verkĂŒrzen die Operationszeit und sollen das Risiko fĂŒr Komplikationen bei Patienten mit geschwĂ€chtem Knochengewebe oder altersbedingten Vorerkrankungen reduzieren.
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Gerade bei Patienten mit stark verminderter Knochendichte, wie im vietnamesischen Fall mit einem T-Score von -4,3 dokumentiert, oder bei extrem hohem Lebensalter wie im Fall des 100-jĂ€hrigen Patienten in Kusbass, gilt die Vermeidung gröĂerer operativer Eingriffe als wichtiger Faktor fĂŒr den Behandlungserfolg.
Die beschriebenen FÀlle deuten darauf hin, dass solche Verfahren mittlerweile auch in Regionen mit begrenzterer medizinischer Infrastruktur zum Einsatz kommen und dort als Fortschritt in der Versorgung Àlterer Patienten gewertet werden.
