Lauftraining, IntensitÀtswechsel

Lauftraining: 35 km mit IntensitÀtswechsel schlÀgt 45 km Durchschnitt

Veröffentlicht am: 10.09.2026 um 21:48 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Eintracht Frankfurt besetzt die Athletikleitung neu. Die Analyse beleuchtet zudem Regeneration, Trainingssteuerung und wissenschaftliche Muskelaufbau-Faktoren.

Eintracht Frankfurt trennt sich von Athletik-Chef Bigdeli
Nahaufnahme einer leeren Sportplatz-Laufbahn bei morgendlichem Licht als Symbol fĂŒr Trainingsplanung und Athletik. Illustration mit AI erstellt.

Die sportliche FĂŒhrung von Eintracht Frankfurt hat personelle Konsequenzen im Bereich der Athletikbetreuung gezogen. Medienberichte vom September 2026 analysieren in diesem Zusammenhang die physiologischen Auswirkungen tĂ€glicher, repetitiver Trainingseinheiten auf Profisportler und thematisieren die notwendige Balance zwischen Belastung und Erholung.

Personeller Wechsel im Funktionsteam der Eintracht

Eintracht Frankfurt, derzeit auf dem 13. Tabellenplatz der Bundesliga, hat sich von seinem bisherigen Athletik-Chef Schahriar Bigdeli getrennt. Berichten vom September 2026 zufolge wurde die Freistellung bereits einige Wochen zuvor vollzogen. Die kommissarische Leitung des Athletikbereichs hat Andreas Beck ĂŒbernommen.

Diese Entscheidung folgt auf eine Phase mit lediglich einem Punkt aus zwei Begegnungen, darunter ein 3:3-Remis gegen Union Berlin und eine 1:4-Niederlage gegen den FC Augsburg. Trainer Adi HĂŒtter forderte in diesem Kontext eine Steigerung der physischen PrĂ€senz sowie der mentalen StabilitĂ€t des Kaders. Die personelle Neuausrichtung soll die athletische Basis fĂŒr die kommenden Aufgaben stĂ€rken.

Risiken und Warnsignale repetitiver Trainingsbelastungen

Die Analyse tĂ€glicher, identischer Trainingseinheiten zeigt differenzierte Ergebnisse. WĂ€hrend gelenkschonende AktivitĂ€ten wie leichtes Radfahren, Spazieren oder Dehnen fĂŒr gesunde Personen meist unbedenklich sind, steigt das Risiko fĂŒr Überlastungen bei intensivem Krafttraining ohne ausreichende Regenerationsphasen fĂŒr dieselben Muskelgruppen deutlich an.

Wissenschaftliche Untersuchungen nennen als Warnsignale fĂŒr eine drohende Überlastung anhaltende MĂŒdigkeit, einen spĂŒrbaren Leistungsabfall sowie verlĂ€ngerte Muskelkaterphasen. Auch Schlafstörungen, erhöhte Reizbarkeit und Schmerzen können auf ein MissverhĂ€ltnis zwischen Training und Erholung hindeuten. Experten empfehlen daher, Muskelgruppen im Training abzuwechseln und eine Mischung aus leichten und intensiven Einheiten zu wĂ€hlen.

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Sportwissenschaftliche Erkenntnisse zu Anpassungseffekten und Volumen

In der Sportwissenschaft wird die Bedeutung einer gezielten Trainingssteuerung betont. Laut dem Sportwissenschaftler Billy Sperlich ist fĂŒr die Verbesserung der maximalen Sauerstoffaufnahme (VO?max) das Training der entscheidende Faktor. Erste physiologische Anpassungen seien nach acht bis zehn Wochen erkennbar. FĂŒr trainierte Personen gelten zwei bis vier Einheiten pro Woche als sinnvoll.

Ein klassisches Intervallbeispiel umfasst eine Minute Belastung gefolgt von einer Minute Pause. Dabei wird darauf verwiesen, dass Smartwatch-Daten lediglich SchÀtzungen darstellen und laborbasierte Messungen, bei denen die VO?max relativ zum Körpergewicht in Millilitern pro Minute pro Kilogramm angegeben wird, nicht ersetzen können.

Hinsichtlich des Muskelaufbaus kommt ein Review aus dem Jahr 2025 (Van Every et al.) zu dem Schluss, dass Zellschwellungen und metabolischer Stress, oft als "Pump" bezeichnet, den Muskelaufbau nicht relevant fördern. Dieser Effekt hÀlt meist nur 30 bis 60 Minuten an.

FrĂŒhere Studien, wie eine Untersuchung von Damas et al. aus dem Jahr 2016, zeigten eine Zunahme der QuerschnittsflĂ€che des Vastus lateralis um 2,7 Prozent nach drei Wochen und 10,4 Prozent nach zehn Wochen, wobei frĂŒhe ZuwĂ€chse teilweise auf Ödeme zurĂŒckzufĂŒhren waren.

Eine kontrollierte Studie von 2019 (Shiromaru et al.) bestĂ€tigte, dass High-Load-Training nach drei Wochen Ödem-Marker provozieren kann. Haupttreiber fĂŒr Hypertrophie bleiben demnach mechanische Spannung und progressive Überlastung.

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Spezifische Anforderungen in verschiedenen Sportdisziplinen

Auch in anderen Sportarten wie der NFL wird die Periodisierung intensiv untersucht. Eine Analyse von 1.275 Verletzungen ĂŒber fĂŒnf Spielzeiten ergab keinen statistischen Zusammenhang zwischen spielfreien Wochen oder Reiseentfernungen und höheren Verletzungsraten.

AuffĂ€llig war jedoch, dass Teams, die die Playoffs verpassten, deutlich höhere Verletzungsraten verzeichneten als Playoff-Teilnehmer. Hierbei gilt der Mikrozyklus von Sonntag bis Sonntag mit gezielten neuronalen Reizen und der MessgrĂ¶ĂŸe Beschleunigung als zentrales Element der Steuerung.

Im Breitensport zeigt sich beim Lauftraining fĂŒr die Altersgruppe der 30- bis 60-JĂ€hrigen, dass Fortschritte oft durch eine bessere Nutzung vorhandener Einheiten statt durch reines Volumen erzielt werden.

So könne ein LĂ€ufer mit 35 Kilometern pro Woche und gezielten Belastungswechseln bessere Effekte erzielen als ein Athlet mit 45 Kilometern bei durchgehend mittlerer IntensitĂ€t. RegelmĂ€ĂŸigkeit ĂŒber Monate hinweg wird dabei höher bewertet als kurze Extremphasen.

FĂŒr das Krafttraining, insbesondere bei Frauen, betonte Fitness-Coach Sarah Mackay, dass Grundprinzipien wie progressive Belastung und ausreichende Regeneration entscheidend seien. Frauen bauen hormonell bedingt meist langsamer Muskelmasse auf, reagieren jedoch auf dieselben Reize wie MĂ€nner.

Ein wöchentliches Volumen von 15 bis 25 ArbeitssĂ€tzen pro Muskelgruppe, verteilt auf zwei bis drei Einheiten, wird im Kraftsport allgemein als optimal fĂŒr den Muskelaufbau angesehen.

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