Leica RTC-Serie: Neue Laserscanner mit Echtzeit-Cloud-Integration
13.06.2026 - 19:06:35 | boerse-global.de
Die Industrie erlebt einen Technologieschub: Neue Laserscanner, Mikro-Lidar-Sensoren und KI-gestützte Inspektionssysteme revolutionieren die Fertigung und Infrastrukturüberwachung. Gleichzeitig fließen Milliarden in den Ausbau der dafür nötigen Rechenkapazitäten.
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Leica erneuert seine Scanner-Familie
Am 9. Juni 2026 brachte Leica Geosystems, eine Tochter des Hexagon-Konzerns, die neue RTC-Serie terrestrischer Laserscanner auf den Markt. Die Modelle RTC300, RTC500 und RTC700 ersetzen die bisherigen Baureihen RTC360/LT sowie die ScanStation P30, P40 und P50.
Die Geräte punkten mit höherer Messgeschwindigkeit, verbesserter Genauigkeit und größerer Reichweite. Entscheidend ist jedoch die Echtzeit-Integration: Über die Livelink-Funktion in der Software Cyclone FIELD 360 streamen die Scanner die erfassten Daten direkt in die GeoCloud. Bau- und Ingenieurprojekte können sofort mit der Auswertung beginnen – ohne zeitaufwendige Zwischenschritte.
Mikro-Lidar für Hochgeschwindigkeits-Tracking
Parallel dazu brachte LightWare Lidar Mitte Juni seinen neuen SF30/D Mikro-Lidar-Sensor auf den Markt. Das Gerät schafft bis zu 20.000 Messungen pro Sekunde – eine Leistung, die für die Echtzeitverfolgung schneller Objekte in automatisierten Umgebungen ausgelegt ist.
Auch bei der 3D-Prüfsoftware tut sich etwas: SHINING3D stellte am 12. Juni ein neues Dellen-Inspektionsmodul für seine Inspect-Software vor. Entwickelt für die Qualitätskontrolle in der Luftfahrt und im Wartungsbereich (MRO), erkennt das Modul automatisch Beulen, grenzt sie ein und misst präzise Tiefe, Fläche und Geometrie.
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Von der Erde bis zum Mars
Die 3D-Sensorik erobert immer neue Anwendungsfelder. In Griechenland setzen staatliche Stellen verstärkt auf KI, IoT-Sensoren und digitale Zwillinge, um den Zustand der nationalen Infrastruktur zu überwachen.
Noch ambitionierter ist ein Projekt jenseits der Erde: Eine am 12. Juni veröffentlichte Studie identifizierte einen vielversprechenden Höhlenkandidaten in der Region Elysium Mons auf dem Mars. Die Erkundung soll ein KI-gesteuerter Vierbeiner-Roboter übernehmen, der mit Lidar-Sensoren ausgerüstet ist und durch den elliptischen Eingang navigiert – vorbei an thermischen Anomalien, die durch Multisensor-Analysen entdeckt wurden.
Milliardeninvestitionen in KI-Infrastruktur
Der Boom bei Sensorik und KI treibt gewaltige Industrieinvestitionen an. Der österreichische Technologiekonzern AT&S aus Leoben gab am heutigen Samstag bekannt, dass er mit AMD und einem weiteren Technologieunternehmen Vereinbarungen zum Ausbau der Produktionskapazitäten für hochwertige IC-Substrate in Kulim, Malaysia, getroffen hat. Das Investitionsvolumen liegt zwischen 1,5 und 2,0 Milliarden Euro, finanziert weitgehend durch langfristige Kundenverpflichtungen. AT&S hob daraufhin seine Umsatzwachstumsprognose für das Geschäftsjahr 2026/27 drastisch auf 45 bis 55 Prozent an.
Parallel dazu gründet der indische Mischkonzern Larsen & Toubro (L&T) ein Joint Venture mit NVIDIA für den bau einer KI-Fabrik-Infrastruktur im „GW-Maßstab" in Indien. Das Projekt umfasst die Erweiterung eines NVIDIA-GPU-Clusters in Chennai auf 30 MW sowie den Bau eines neuen 40-MW-Rechenzentrums in Mumbai. Ziel ist die Bereitstellung souveräner KI-Kapazitäten für globale Hyperscaler und die heimische Industrie.
