Leichtathletik-Meisterschaften: Ansah gewinnt zwei Titel trotz Dopingverfahren
Veröffentlicht am: 26.07.2026 um 22:49 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Owen Ansah gewinnt zwei Titel – während gegen ihn ein Dopingverfahren läuft. Der Sprinter sicherte sich bei den deutschen Leichtathletik-Meisterschaften im Lohrheidestadion sowohl über 100 Meter (10,00 Sekunden) als auch über 200 Meter (20,13 Sekunden) den Sieg. Dies gelang ihm, obwohl die Nationale Anti Doping Agentur (Nada) seit dem 9. Juli ein Verfahren gegen ihn führt. Hintergrund: Ansah verweigerte eine Dopingprobe.
Der Fall Ansah: Show trotz Ungewissheit
„Ich wollte den Zuschauern eine Show bieten“, erklärte Ansah nach seinem Sieg. Seine Gedanken seien während des Sprints frei gewesen. Ein Fachanwalt für Sportrecht wies darauf hin, dass die Kontrolleure nach Angaben des Athleten außerhalb des vorgegebenen Zeitfensters erschienen seien. Ob Ansah bei den Europameisterschaften in Birmingham (10. bis 16. August) starten darf, ist offen. Der Sprinter schaffte es dennoch, die Konzentration auf den Wettkampf zu stabilisieren.
Lückenkemper: Zeckenbiss als Rückschlag
Gina Lückenkemper erreichte im 100-Meter-Finale mit 11,29 Sekunden den dritten Platz – rund vier Wochen nach einem Zeckenbiss. Die Infektion hatte ihr Nervensystem angegriffen. Antibiotika und ein längerer Trainingsausfall waren die Folge. Die Siegerin Jolina Ernst erzielte mit 11,26 Sekunden eine neue persönliche Bestleistung.
Verletzungen im Wettkampf: Kopfwunde und Sturz
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Tobias Potye sicherte sich den Hochsprung-Titel mit 2,15 Metern – trotz einer Kopfwunde, die er sich während des Wettkampfs zugezogen hatte. Karl Bebendorf gewann die 3000 Meter Hindernis in 8:21,01 Minuten, obwohl er stürzte. Es war sein siebter nationaler Titel.
Rekorde trotz schwieriger Bedingungen
Das modernisierte Lohrheidestadion (Investitionen: 50 Millionen Euro) bot vor 14.000 Zuschauern den Rahmen für Spitzenleistungen. Simon Batz steigerte seine persönliche Bestleistung im Weitsprung auf 8,29 Meter. Emil Agyekum stellte über 400 Meter Hürden mit 47,65 Sekunden einen neuen Meisterschaftsrekord auf. Franziska Schuster erzielte über die Hürdenstrecke mit 12,69 Sekunden ebenfalls einen Rekord.
Mihambo: Windverhältnisse als Stolperstein
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Die Favoritin Malaika Mihambo konnte ihren Titel im Weitsprung nicht verteidigen. Mit 6,63 Metern unterlag sie Mikaelle Assani (6,67 Meter). Mihambo verwies auf schwierige Windverhältnisse, die den Rhythmus des Wettbewerbs beeinflusst hätten.
Die kommenden Wochen werden zeigen, ob die Athleten ihre Stabilität auch bei den internationalen Aufgaben im August abrufen können.
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