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Lenovo Legion Go 2: Premium-Handheld mit SteamOS ab Juni

12.06.2026 - 23:36:24 | boerse-global.de

Lenovo bringt das Legion Go 2 mit SteamOS, OLED-Display und AMD Ryzen Z2 Extreme für 1.199 Euro auf den Markt.

Lenovo Legion Go 2: High-End-Handheld mit SteamOS für 1.199 Euro
Lenovo - A person holds a sleek, high-end portable gaming handheld with a large, vibrant screen displaying a video game. 12.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Das Lenovo Legion Go 2 setzt erstmals auf Valves Betriebssystem SteamOS statt Windows – und kostet stolze 1.199 Euro.

High-End-Ausstattung für Enthusiasten

Das Legion Go 2 ist eindeutig für die Premium-Kundschaft konzipiert. Herzstück ist der AMD Ryzen Z2 Extreme-Prozessor, flankiert von bis zu 32 GB LPDDR5X-Arbeitsspeicher und einer SSD mit bis zu 2 TB Kapazität. Das sind Werte, die selbst aktuelle Desktop-Gaming-PCs in Verlegenheit bringen könnten.

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Besonders ins Auge sticht das 8,8 Zoll große OLED-Display mit einer Auflösung von 1920 x 1200 Pixeln und einer flüssigen 144-Hz-Bildwiederholrate. Für die nötige Ausdauer sorgt ein 74-Wh-Akku – ein deutlicher Sprung gegenüber vielen Konkurrenzgeräten. Die abnehmbaren Controller, ein Markenzeichen der Legion-Go-Reihe, bleiben erhalten und ermöglichen flexibles Spielen.

Der Wechsel zu SteamOS: Ein strategischer Schachzug

Die Entscheidung, auf SteamOS zu setzen, ist mehr als nur ein Betriebssystem-Wechsel. Lenovo verspricht sich davon eine konsolenähnliche Benutzererfahrung, die Windows-Handhelds oft vermissen lassen. Der Zeitpunkt ist gut gewählt: Erst vor wenigen Tagen veröffentlichte Valve das SteamOS 3.8.7 Beta-Update, das offiziell auch Intel-basierte Handhelds wie den MSI Claw 8 AI+ unterstützt.

Für preisbewusste Gamer bleibt die Lenovo Legion Go S eine Alternative. Sie ist gebraucht für 450 bis 550 Euro zu haben, kommt aber mit einem schwächeren Ryzen Z2 Go-Prozessor, einem IPS-Display ohne OLED-Technik und ohne native SteamOS-Integration.

Valves eigene Hardware-Offensive

Die Markteinführung des Legion Go 2 fällt in eine Zeit intensiver Aktivität bei Valve selbst. Das Unternehmen hat bestätigt, dass das Steam Frame VR-Headset und eine neue Steam Machine im Sommer 2025 ausgeliefert werden sollen. Einblicke in die Zeitpläne geben FCC-Dokumente und Logistikdaten:

  • Steam Machine-Start: FCC-Unterlagen deuten auf einen Verkaufsstart vor dem 29. Juni 2026 hin. Berichten zufolge wurden bereits „Game Console"-Lieferungen in US-Verteilzentren gesichtet.
  • Dokumentationen: Valves Hardware folgt oft einem Muster – Handbücher erscheinen vor dem Verkauf. Das Handbuch für den Steam Frame-Controller wird für den 18. Juni 2026 erwartet, das der Steam Machine für den 29. Juni 2026.
  • Leistungsstandards: Valve hat ein „Steam Frame Verified"-Programm eingeführt. VR-Titel müssen mindestens 72 FPS bei 1728 x 1728 Pixeln erreichen, Standardtitel 30 FPS bei 1280 x 720.

Die neue Steam Machine soll einen maßgeschneiderten AMD Zen 4-Prozessor und eine RDNA 3-GPU nutzen. Branchenbeobachter schätzen den Preis auf 600 bis 1.000 Euro, je nach Konfiguration.

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Preisdruck und Marktdynamik

Mit 1.199 Euro positioniert sich das Legion Go 2 deutlich über dem Steam Deck OLED (ab 749 Euro) und sogar über dem Xbox Ally X (rund 1.000 Euro). Analysten führen die steigenden Preise unter anderem auf eine globale RAM-Knappheit zurück, die die Herstellungskosten in die Höhe treibt.

Lenovo setzt offenbar darauf, dass Gamer bereit sind, für überlegene Display-Technik und mehr Arbeitsspeicher tief in die Tasche zu greifen. Mit SteamOS als gemeinsamer Software-Plattform verschiebt sich der Wettbewerb im Handheld-Markt zunehmend auf die Hardware-Qualität und die Integration von Software-Optimierungen. Ob sich das Rezept für den chinesischen Hersteller auszahlt, wird sich ab Juni zeigen.

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