Lichtbogenerkennung, Microchip

Lichtbogenerkennung: Microchip und AKM mit KI-Sensoren für Rechenzentren

Veröffentlicht am: 08.09.2026 um 17:15 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Asahi Kasei Microdevices bringt schnelle Stromsensoren in Microchips Referenzdesign ein, das Fehlalarme lokal per Edge-KI reduzieren soll.

AKM-Sensoren unterstützen Microchip bei KI-basierter Lichtbogenerkennung
Weitläufige Solarparkanlage mit zahlreichen Photovoltaik-Modulen unter einem klaren Himmel. Illustration mit AI erstellt.

Asahi Kasei Microdevices (AKM) hat die Aufnahme seiner kernlosen Stromsensoren CZ39 und CZ3K in ein neues Referenzdesign von Microchip Technology zur Lichtbogenerkennung angekündigt. Die Sensoren mit einer Antwortzeit von 100 Nanosekunden dienen als Schlüsselkomponenten des ML/AI-basierten Arc-Fault-Detection-Systems, das auf dem digitalen Signalcontroller dsPIC33A von Microchip basiert.

Edge-KI soll Fehlalarme reduzieren

Das Referenzdesign setzt auf Edge-Machine-Learning, das lokal auf dem Chip läuft. Ziel ist es, Fehlalarme bei der Lichtbogenerkennung zu verringern und gleichzeitig die Erkennungsleistung zu verbessern.

Lichtbögen entstehen etwa durch beschädigte Kabel oder lose Verbindungen und gelten als potenzielle Brandursache in elektrischen Systemen – eine zuverlässige und zugleich fehlerarme Erkennung ist daher sowohl für die Sicherheit als auch für die Praxistauglichkeit solcher Systeme entscheidend.

Einsatzfelder von Solarparks bis Rechenzentren

Die Kombination aus AKMs Stromsensoren und Microchips Steuerungstechnologie soll eine präzise Lichtbogenerkennung in verschiedenen Anwendungen ermöglichen. Genannt werden unter anderem Solar-Photovoltaikanlagen, Energiespeichersysteme, Ladegeräte für Elektrofahrzeuge, elektronische Sicherungen (eFuses) sowie industrielle Sicherheitsschalter.

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Chris Baltar von AKMS wird mit der Einschätzung zitiert, dass die Zusammenarbeit auch Potenzial für den Einsatz in KI-Rechenzentren zeige. Er verwies darauf, dass KI-Workloads zunehmend Hochleistungs-Rechenzentren antreiben würden. Entsprechend richtet sich die Kooperation auch auf Schutzfunktionen für die Stromversorgung solcher Rechenzentren, die angesichts wachsender Rechenleistungsanforderungen zunehmend in den Fokus rücken.

Beteiligte Einheit und Ausrichtung der Kooperation

Die Zusammenarbeit erfolgt konkret mit AKM Semiconductor San Jose. Mit dem gemeinsamen Referenzdesign wollen Microchip Technology und Asahi Kasei Microdevices Herstellern von Solar-, Speicher- und Ladeinfrastruktur sowie Betreibern von Rechenzentren eine Lösung an die Hand geben, die Sicherheitsanforderungen mit den Anforderungen an eine hohe Betriebsverfügbarkeit in Einklang bringt.

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Angesichts des wachsenden Interesses an leistungsfähigen Stromversorgungslösungen für Hochleistungs-Rechenzentren dürfte das Thema Lichtbogenschutz in den kommenden Jahren weiter an Bedeutung gewinnen.

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