LiteLLM-Angriff, Organisationen

LiteLLM-Angriff: 2.500 Organisationen und 430.000 Pipelines kompromittiert

Veröffentlicht am: 12.08.2026 um 16:12 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Supply-Chain-Angriff auf LiteLLM kompromittiert über 2.500 Organisationen. Angreifer erbeuten 153 GB Daten, FBI warnt offiziell.

LiteLLM-Angriff: 2.500 Firmen und 430.000 CI/CD-Pipelines betroffen
Nahaufnahme von Glasfaserkabeln und blinkenden Status-LEDs in einem modernen Serverraum, die die IT-Infrastruktur symbolisieren. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Ein massiver Supply-Chain-Angriff auf das Open-Source-Projekt LiteLLM hat weitreichende Sicherheitsbedenken in der Technologiebranche ausgelöst. Berichten zufolge sind über 2.500 Organisationen und mehr als 430.000 CI/CD-Pipelines von der Kompromittierung betroffen. Die Angreifergruppe TeamPCP nutzte eine Schwachstelle im Trivy-Scanner aus, um PyPI-Tokens zu entwenden und infizierte Versionen der Software zu verbreiten.

Im Zentrum des Vorfalls stehen die LiteLLM-Versionen 1.82.7 und 1.82.8. Diese bösartigen Releases waren im Frühjahr 2026 für einen Zeitraum von etwa 40 Minuten auf dem Python Package Index (PyPI) verfügbar. Während dieses kurzen Zeitfensters gelang es der Malware, gezielt Anmeldedaten abzugreifen. Sicherheitsanalysten von CloudSEK dokumentierten, dass der Angriff durch die Verteilung von Info-Stealing-Malware über den gehackten Trivy-Scanner initiiert wurde.

Das Ausmaß des Datendiebstahls ist erheblich. Insgesamt wurden 153 GB an Daten entwendet, die sich auf 433.909 einzelne Dateien verteilen. Besonders kritisch bewerten Experten die 118.829 Dumps von CI-Runnern, die in den Händen der Angreifer landeten. Die Analyse der insgesamt 2.488 betroffenen Domains zeigt, dass namhafte globale Akteure aus verschiedensten Branchen exponiert wurden.

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Zu den betroffenen Unternehmen gehören führende Technologiekonzerne wie AWS, NVIDIA, Samsung, Cisco und Salesforce. Auch die Plattform X Corp sowie der Softwareanbieter ServiceNow sind gelistet. Die Reichweite des Angriffs erstreckt sich zudem auf die Industrie- und Beratungsbranche, wobei Namen wie Siemens, Volkswagen, Deloitte und John Deere fallen. Ebenso finden sich Logistikdienstleister wie FedEx, Finanzunternehmen wie S&P Global und Akteure aus der Unterhaltungs- und Telekommunikationsbranche, darunter Epic Games, Orange, TomTom und die BT Group, in den Analysen wieder.

Die US-Bundespolizei FBI hat bereits auf den Vorfall reagiert und eine offizielle Warnmeldung mit dem Aktenzeichen FLASH-20260702-01 herausgegeben. Branchenexperten und Sicherheitsdienstleister arbeiten derzeit an der Aufarbeitung der gestohlenen Datensätze. So hat das Sicherheitsunternehmen Hudson Rock die Informationen bereits in seine Plattform Cavalier integriert, um betroffenen Organisationen eine bessere Einschätzung ihrer Risikolage zu ermöglichen.

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Der Vorfall verdeutlicht die zunehmende Verwundbarkeit von Software-Lieferketten, insbesondere bei weit verbreiteten Tools im Bereich der künstlichen Intelligenz. Da LiteLLM häufig als Schnittstelle für verschiedene Sprachmodelle genutzt wird, bot die Kompromittierung den Angreifern einen direkten Zugang zu sensiblen Entwicklungsumgebungen weltweit agierender Großkonzerne. Unternehmen, die die betroffenen Versionen in dem kritischen Zeitraum im März eingesetzt haben, wird eine umgehende Überprüfung ihrer CI/CD-Umgebungen und der darin verwendeten Anmeldedaten empfohlen.

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