Logistik-Automatisierung, BAUHAUS

Logistik-Automatisierung: BAUHAUS setzt Roboter im Krefelder Zentrallager ein

Veröffentlicht am: 27.07.2026 um 22:10 Uhr | Redaktion boerse-global.de

BAUHAUS setzt im Zentrallager Krefeld auf Roboter zur vollautonomen Container-Entladung und steigert so Effizienz und Arbeitssicherheit.

BAUHAUS automatisiert Container-Entladung mit Robotern
Ein moderner Industrieroboter entlädt vollautomatisch Pakete aus einem Überseecontainer in einem Logistikzentrum. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Die Automatisierung logistischer Prozesse gewinnt im großflächigen Einzelhandel zunehmend an Bedeutung, um den steigenden Anforderungen an Durchsatz und Prozessstabilität gerecht zu werden. Ein aktuelles Beispiel für diese Entwicklung ist die vollständige Automatisierung der Entladung und Sortierung von Containerware im Zentrallager von BAUHAUS in Krefeld. Durch den Einsatz spezialisierter Robotersysteme wird dort der Wareneingangsprozess ohne manuelle Eingriffe gesteuert.

Technologische Umsetzung durch spezialisierte Robotik

Im Zentrum der technologischen Neuerung stehen die Robotermodelle RockyOne und RockyOne SE des Herstellers XYZ Robotics. Diese Systeme sind darauf spezialisiert, den physisch anspruchsvollen Prozess der Containerentleerung autonom zu bewältigen. Die beiden eingesetzten Roboter übernehmen dabei den gesamten Weg der Ware vom eintreffenden Überseecontainer bis zur Bereitstellung für das Lagerregal.

Der Prozess ist dabei hochgradig integriert: Die Roboter entladen die Pakete direkt aus dem Container, führen einen automatisierten Barcode-Scan durch und sortieren die Artikel entsprechend der erfassten Daten. Im abschließenden Schritt erfolgt die Palettierung der Ware in einer Form, die eine unmittelbare Einlagerung in die Regalsysteme ermöglicht. Dieser vollautonome Ablauf markiert einen technologischen Sprung in der Intralogistik des Unternehmens, da bisherige Schnittstellen zwischen Anlieferung und Lagerung oft manuelle Zwischenschritte erforderten.

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Operative Vorteile und gesteigerte Arbeitssicherheit

Die Einführung der Systeme im Jahr 2026 hat laut Unternehmensangaben zu einer signifikanten Stabilisierung der Abläufe geführt. Torsten Winter, VP Operations bei BAHAG/BAUHAUS, wies in diesem Zusammenhang darauf hin, dass das System rund um die Uhr zuverlässig funktioniere. Besonders hervorgehoben wurde dabei die Unabhängigkeit von manuellen Eingriffen, was die Prozesskontinuität im Dreischichtbetrieb sicherstellt.

Neben der rein wirtschaftlichen Effizienz durch schnellere Prozesse spielt die ergonomische Komponente eine wesentliche Rolle. Die manuelle Entladung von Containern gilt in der Logistikbranche als eine der körperlich belastendsten Tätigkeiten, die häufig mit gesundheitlichen Risiken für das Personal verbunden ist. Durch den Einsatz der Roboter von XYZ Robotics lasse sich dieses Verletzungsrisiko für die Belegschaft deutlich reduzieren. Die Maschinen übernehmen die schweren Hebevorgänge und die repetitive Sortierarbeit, während das Personal für komplexere Steuerungs- und Überwachungsaufgaben eingesetzt werden kann.

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Strategische Bedeutung für die Logistikkette

Die erfolgreiche Implementierung im Zentrallager Krefeld dient dem Unternehmen als Referenzprojekt für die weitere strategische Ausrichtung. Berichte aus dem Sommer 2026 verdeutlichen, dass das System seit Jahresbeginn stabil und autonom operiert. Diese Zuverlässigkeit bildet die Grundlage für weiterführende Planungen innerhalb des Konzerns.

Angesichts der positiven Erfahrungen im laufenden Betrieb werde derzeit die Prüfung weiterer Standorte für den Einsatz vergleichbarer Automatisierungslösungen forciert. Die Skalierung dieser Technologie könnte dazu beitragen, die gesamte Logistikkette widerstandsfähiger gegenüber Fachkräftemangel und schwankenden Sendungsvolumina zu machen. Branchenbeobachter werten die Vollautomatisierung des Wareneingangs als notwendigen Schritt, um die Produktivität im hart umkämpften Baumarktsektor langfristig zu sichern. Das Projekt in Krefeld demonstriert dabei, wie die Kooperation zwischen etablierten Handelsunternehmen und spezialisierten Robotik-Entwicklern die Transformation hin zur „Dark Warehouse“-Logistik vorantreibt.

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