LS Electric: Spot-Roboter überwachen Transformatoren-Fertigung
Veröffentlicht am: 22.09.2026 um 13:39 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Der südkoreanische Energieelektronik-Spezialist LS Electric hat zwei mobile Roboter des Typs Spot offiziell in seinen Betrieb im Werk Busan integriert. Die technologische Lösung, die gemeinsam mit Hyundai AutoEver implementiert wurde, dient der automatisierten Überwachung kritischer Produktionsprozesse und soll die Sicherheit in Gefahrenbereichen erhöhen.
Nach einem rund zweimonatigen Testbetrieb, der im Juli 2026 begann, setzt LS Electric die Roboter nun im Regelbetrieb ein. Der Standort Busan fungiert als zentrales Werk für die Fertigung von Ultrahochspannungs-Transformatoren. Die Nachfrage nach diesen Komponenten verzeichnete zuletzt ein deutliches Wachstum, getrieben durch umfangreiche Investitionen in Stromnetze und die Infrastruktur für KI-Rechenzentren.
Überwachung hochkomplexer Trocknungsprozesse
Die Einsatzbereiche der Spot-Roboter konzentrieren sich auf die Überwachung der sogenannten Vakuumtrocknung beziehungsweise Dampfphasentrocknung (VPD). Mithilfe integrierter Wärmebildkameras kontrollieren die Einheiten die Dichtheit von Kammertüren und identifizieren mögliche Wärmelecks.
Darüber hinaus erfassen die Roboter systematisch Daten zu Hitzeentwicklung, Lärmemissionen und Vibrationen an technischen Komponenten wie Vakuumpumpen, Motoren und Schalttafeln.
Für die autonomen Patrouillen nutzt LS Electric die AIVI-Technologie. Diese ermöglicht es den Robotern, Temperatur- und Feuchtigkeitssysteme eigenständig zu überwachen und die entsprechenden Messwerte automatisch in die Systeme einzupflegen. Ziel dieser Maßnahmen ist die Etablierung einer prädiktiven Wartung für eine Vielzahl von Anlagen, darunter Testeinrichtungen, Kühler, Pumpen, Chiller und Generatoren.
Steigerung der Arbeitssicherheit und Effizienz
Ein wesentlicher Aspekt des Robotereinsatzes ist die Erhöhung der Arbeitssicherheit. Die mobilen Einheiten übernehmen Patrouillengänge in potenziellen Gefahrenbereichen, die zuvor von menschlichem Personal durchgeführt werden mussten. Durch die Automatisierung wiederkehrender Inspektionen verspricht sich das Unternehmen zudem eine signifikante Steigerung der betrieblichen Effizienz.
Während in Busan zwei mobile Roboter die Vakuumtrocknung per Wärmebildkamera überwachen und Hitze-, Lärm- und Vibrationsdaten von Pumpen, Motoren und Schalttafeln sammeln, stellt sich für jedes Werk die Frage nach dem eigenen Fahrplan. Der kostenlose Leitfaden zeigt, welche Inspektionsaufgaben sich automatisieren lassen und wie ein Testbetrieb sauber aufgesetzt wird. Robotik-Inspektions-Leitfaden jetzt anfordern
Die wirtschaftliche Bedeutung des Werks Busan für LS Electric hat in den vergangenen Monaten zugenommen. Im zweiten Quartal 2026 stieg der Umsatz mit Hochspannungstransformatoren im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 91,2 Prozent.
Ein zweites Produktionsgebäude für diese Sparte, das im Jahr 2025 fertiggestellt wurde, befindet sich derzeit in der Stabilisierungsphase. Nach Angaben des Unternehmens konnte im Bereich der Elektrogeräte zudem ein Auftragsbestand gesichert werden, der die Auslastung für mehrere Jahre abdeckt.
Expansion der digitalen Fertigungsplattform geplant
Die Implementierung im Werk Busan markiert den Auftakt einer umfassenderen Digitalisierungsstrategie. LS Electric plant, auf Basis der dort gesammelten Daten ein KI-Analysemodell zu entwickeln. Sobald dieses System etabliert ist, soll die Roboterlösung auf alle weiteren Produktionsstandorte im In- und Ausland ausgeweitet werden.
Fehlende Besetzung bei Inspektionsrundgängen ist kein Zukunftsszenario, sondern Alltag — und genau dort setzt die automatisierte Patrouille an. Der kostenlose Leitfaden bündelt, wie Sie wiederkehrende Kontrollgänge in Gefahrenbereichen auf mobile Einheiten verlagern und daraus eine belastbare Wartungsstrategie ableiten. Leitfaden zur automatisierten Anlagenüberwachung sichern
Mittel- bis langfristig verfolgt das Unternehmen das Ziel, ein flächendeckendes Smart-Patrouillen-System sowie eine einheitliche digitale Fertigungsplattform in allen Werken zu implementieren. Dies ist Teil einer übergeordneten Transformation hin zu hochautomatisierten Produktionsumgebungen, um der steigenden globalen Nachfrage nach Energietechnik gerecht zu werden.
