MAC-Methode: Achtsamkeit und Akzeptanz gegen Stress im Job
Veröffentlicht am: 29.07.2026 um 15:30 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Die durchschnittliche Konzentrationsspanne ist auf 47 Sekunden gesunken. Das sagt Neurowissenschaftlerin Laura Wünsch in einem aktuellen Interview. Nach jeder Ablenkung braucht das Gehirn 23 Minuten, um zur ursprünglichen Aufgabe zurückzukehren. Hauptursache: Smartphones und soziale Medien schwächen durch Dopamin-Effekte die Aufmerksamkeitssteuerung.
Wünsch empfiehlt praktische Gegenmaßnahmen: Handys aus dem Schlafzimmer verbannen, Push-Benachrichtigungen deaktivieren, ausreichend Schlaf und Bewegung.
Mentale Techniken für den Arbeitsalltag
Die MAC-Methode gewinnt an Bedeutung – sowohl im Sport als auch im Management. Das Akronym steht für Mindfulness (Achtsamkeit), Acceptance (Akzeptanz) und Commitment (Verpflichtung). „Ziel ist nicht, negative Gefühle zu unterdrücken, sondern sie zu akzeptieren und den Fokus auf die aktuelle Aufgabe zu richten", erklärt Sportpsychologe Sebastian Altfeld.
Die Technik erfordert tägliche Praxis. Die DAK-Gesundheit betont parallel: Selbstfürsorge durch bewusste Ernährung und Bewegung ist keine Egoismus-Frage, sondern notwendige Burnout-Prävention.
Gesundheit als Wettbewerbsfaktor
Unternehmen erkennen: Psychische Gesundheit der Belegschaft korreliert direkt mit wirtschaftlichem Erfolg. Dr. Nina Psenicka warnt in der Zeitschrift ZWP vor hohen Kosten durch Burnout und Fluktuation. Ihr Rat: Pausenzeiten strukturiert planen, Teams in Stressmanagement schulen.
Der tägliche Termindruck macht es oft schwer, den Fokus auf das Wesentliche zu behalten und Aufgaben effizient abzuschließen. Dieses kostenlose Themenheft zeigt Ihnen, wie Sie mit 7 bewährten Zeitmanagement-Methoden Ihren Arbeitstag stressfrei und produktiv gestalten. 7 Methoden für effektives Zeitmanagement jetzt kostenlos herunterladen
Das Handelsblatt berichtet über das Unternehmen Dräger. Dort motivierte die Belegschaft während der Pandemie der konkrete Nutzen ihrer Arbeit – die Herstellung von Beatmungsgeräten. Personalentwickler Daniel Annen: „Führungskräfte müssen den Kundennutzen klar herausstellen."
Flexible Arbeitszeitmodelle gewinnen an Bedeutung. Starre Kernarbeitszeiten ignorieren die individuelle innere Uhr – und senken so die Produktivität.
Alarmierende Zahlen aus der Industrie
Die Arbeitslosigkeit unter Führungskräften stieg innerhalb eines Jahres um 14 Prozent. Monatlich gehen rund 15.000 Stellen in der Industrie verloren. Besonders betroffen: Hochqualifizierte ab 50 Jahren.
Die Burnout-Quote bei Chief Information Security Officers liegt zwischen 47 und 76 Prozent. Fast die Hälfte der Arbeitszeit fließt in die bloße Wartung von Tools statt in strategische Verteidigung. Der Rücktritt von Lilian Weng, Mitgründerin des Thinking Machines Lab, zeigt: Auch in Tech-Bereichen werden gesundheitliche Grenzen erreicht.
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Manager suchen Ausgleich
Im Zen-Kloster im Allgäu meditieren Führungskräfte unter Anleitung von Meistern. Der Trend zum mentalen Rückzug spiegelt sich im Tourismusmarkt: Die Nachfrage nach Urlauben mit Fokus auf psychische Gesundheit hat sich verdoppelt. Der Markt für Wellnesstourismus wird auf über eine Billion US-Dollar geschätzt. Coaching-Urlaube, „Walk & Talk"-Formate und Waldbaden sind besonders gefragt.
Technologie hilft – aber reicht nicht
80 Prozent der Führungskräfte berichten von Effizienzgewinnen durch KI. Auf Mitarbeiterseite zeigt sich ein anderes Bild: 40 Prozent der Erwerbstätigen glauben nicht mehr, dass sich individuelle Leistung finanziell lohnt. 66 Prozent wünschen sich eine Reduzierung der Arbeitszeit. Die Botschaft ist klar: Neue Anreizsysteme und eine gesunde Leistungskultur sind überfällig.
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