Mac-Offensive, Apple

Mac-Offensive: Apple plant elf neue Modelle bis 2028 mit M6

Veröffentlicht am: 23.07.2026 um 11:42 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Apple kündigt elf neue Mac-Modelle bis 2028 an. KI-Nachfrage und leistungsstarke M6-Prozessoren treiben die größte Produktoffensive seit Jahren an.

Apple plant elf neue Macs: KI-Boom und M6-Chips als Treiber
Moderner Desktop-Computer und kompakte Workstation auf einem sauberen Schreibtisch, die Apples kommende Hardware-Roadmap repräsentieren. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Elf neue Mac-Modelle sollen bis 2028 erscheinen – angetrieben vom KI-Boom und den neuen M6-Prozessoren.

Der Technologieriese aus Cupertino bereitet einen umfassenden Umbau seiner Mac-Reihe vor. Wie heute bekannt wurde, sollen ab Herbst 2026 bis ins Jahr 2028 insgesamt elf neue Modelle auf den Markt kommen. Treiber der größten Produktoffensive seit Jahren: die rasant steigende Nachfrage nach lokaler KI-Rechenleistung und die Einführung der nächsten Prozessorgeneration.

iMac-Update noch dieses Jahr

Den Auftakt macht der iMac. Das 24-Zoll-All-in-One-Gerät erhält im Herbst 2026 sein erstes großes Update seit zwei Jahren. Die neuen Modelle mit den Codenamen J833 und J834 setzen auf den M6-Chip – bleiben aber beim bewährten LCD-Display. Ein OLED-Modell ist zwar in der Entwicklung, dürfte aber erst später kommen.

Interessant: Der Einstiegspreis des aktuellen iMac ist in den USA zuletzt gestiegen – von 1.299 auf 1.499 Dollar. Ob sich diese Entwicklung auch auf dem deutschen Markt fortsetzt, bleibt abzuwarten.

Lieferengpässe bremsen Mac mini und Mac Studio

Weniger klar ist der Zeitplan für Mac mini und Mac Studio. Grund sind Probleme in der Lieferkette. Apple testet zwar bereits Konfigurationen mit M5 Pro und M6, doch die Verfügbarkeit von Speicherbausteinen macht einen Strich durch die Rechnung.

Die M5-Serie verspricht enorme Leistungssprünge: Der Basischip soll die KI-Performance des M4 um das 3,5-Fache übertreffen und eine Speicherbandbreite von 153 GB/s erreichen. Der M5 Pro setzt auf eine „Fusion-Architektur" mit bis zu 18 CPU- und 20 GPU-Kernen.

Doch die Realität sieht anders aus: Aktuelle Lieferzeiten für das Mac Studio liegen bei zehn bis 14 Wochen – in manchen Regionen sogar bei über drei Monaten. Branchenbeobachter führen die Engpässe auf die hohe Nachfrage nach KI-Hardware zurück, die weltweit Produktionskapazitäten bindet.

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Notebooks im Fokus: OLED kommt in Wellen

Die Roadmap sieht auch tiefgreifende Updates bei den Laptops vor. Ein 14-Zoll-MacBook Pro mit M6-Chip (Codename J804) soll noch 2026 erscheinen. Ein hochwertiges Redesign mit OLED-Touchscreen folgt zwischen Ende 2026 und Anfang 2027.

Weitere geplante Veröffentlichungen:

  • MacBook Air: Neue 13- und 15-Zoll-Modelle für Anfang 2027
  • MacBook Neo: Ein günstigeres Einstiegsmodell mit A19-Pro-Chip und 12 GB RAM
  • M7-Serie: High-End-MacBook-Pros mit M7 Pro und M7 Max für Ende 2027 oder 2028
  • OLED-Expansion: Ein MacBook Air mit OLED-Display frühestens 2028, der OLED-iMac folgt später
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KI als Wachstumsmotor

Der aggressive Erneuerungszyklus kommt nicht von ungefähr. Apples Mac-Sparte verzeichnet seit drei Jahren Umsatzwachstum. Branchenkenner führen dies auf den steigenden Bedarf an leistungsfähiger Hardware für lokale KI-Verarbeitung zurück. „Professionelle Nutzer wechseln häufiger als früher", heißt es aus Analystenkreisen. „Wer KI-Modelle lokal ausführen will, braucht schlicht die neueste Generation."

Ob Apple mit der Offensive auch den deutschen Markt zurückerobern kann, bleibt spannend. Hierzulande kämpft der Konzern seit Jahren mit starkem Wettbewerb durch Windows-basierte KI-PCs – und mit hohen Preisen, die viele Privatkunden abschrecken.

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