MacBook, Neo

MacBook Neo: A18 Pro stößt an Grenzen, Preis steigt um 100 Dollar

03.07.2026 - 01:33:03 | boerse-global.de

Apples MacBook Neo überzeugt im Test mit Verarbeitung, enttäuscht aber bei Leistung und Ausstattung. Preiserhöhung und harte Konkurrenz belasten die Marktposition.

MacBook Neo im Test: Apples günstigstes Notebook mit Schwächen
MacBook - Apple MacBook Neo Laptop auf einem modernen Schreibtisch, betont das schlanke Design und den leuchtenden Bildschirm. 03.07.2026 - Bild: über boerse-global.de

Die Hardware stößt an ihre Grenzen – und der Konkurrenzkampf wird härter.

Lob für Verarbeitung, Kritik an der Ausstattung

Nach 27 Tagen Reiseeinsatz zog das US-Technologieportal HotHardware am 2. Juli 2026 Bilanz. Das MacBook Neo mit A18 Pro-Chip und 8 GB Arbeitsspeicher überzeugte demnach durch sein solides Aluminiumgehäuse, das hochwertige Trackpad und ein 500 Nits helles Display. Doch die Liste der Kompromisse ist lang: Es fehlt eine Tastaturbeleuchtung, und die beiden USB-C-Anschlüsse bieten nur eingeschränkte Funktionen – einer davon arbeitet lediglich mit USB-2.0-Geschwindigkeit.

Die Leistungswerte offenbaren ein gemischtes Bild. Im Geekbench-6-Einzelkerntest erreicht der verbaute A18 Pro-Chip (sechs CPU-Kerne, fünf GPU-Kerne) fast das Niveau des M4-Prozessors. Bei Mehrkernanwendungen hingegen hinkt das Gerät aktuellen Windows-Laptops hinterher. Der lüfterlose Aufbau mit Graphen-Kühlung führt unter Dauerlast zu spürbarem Leistungsabfall durch thermische Drosselung. Auch die SSD mit 512 GB Speicher und gemessenen 1,6 GB/s Datentransferrate enttäuscht.

Das Magazin PC Gamer vergab am 30. Juni 80 von 100 Punkten. Zwar laufen iPad- und iPhone-Apps sowie ausgewählte Steam-Spiele, doch die nicht erweiterbaren 8 GB RAM und die abgespeckte GPU werden für anspruchsvolle Anwendungen zum Flaschenhals.

Marktposition unter Beschuss

Das MacBook Neo steht im Zentrum eines sich wandelnden Budget-Laptop-Marktes. Auf der Computex 2026 zeichnete sich eine Spaltung ab: günstige 8-GB-Geräte auf der einen, KI-taugliche High-End-Modelle auf der anderen Seite.

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Besonders brisant: Eine Social-Media-Kampagne von Microsoft und Dell zielte direkt auf Apples Einstiegsmodell. Der Dell XPS 13 startet in den USA bei umgerechnet rund 640 Euro und bietet Funktionen, die dem MacBook Neo fehlen – darunter Touchscreen, Windows-Hello-Gesichtserkennung, Wi-Fi 7 und ein 120-Hertz-Display. In Deutschland liegt der Dell bei 1.049 Euro, das MacBook Neo kostet 899 Euro.

Preisschock durch Chip-Knappheit

Am 2. Juli 2026 zog Apple die Preise für mehrere Produktlinien an. Grund ist die globale Verknappung von Speicherchips, in der Branche als „RAMpocalypse" bekannt. Der reguläre Preis des MacBook Neo stieg von 599 auf 699 US-Dollar. MacBook Air und MacBook Pro verteuerten sich um 200 beziehungsweise 300 Dollar.

Analysten sehen die Ursache in strukturellen Veränderungen des Halbleitermarktes: Die enorme Nachfrage nach Speicherchips für KI-Rechenzentren treibt die Beschaffungskosten für Unterhaltungselektronik in die Höhe. Einige Händler wie Walmart boten das 256-GB-Modell Anfang Juli jedoch noch zum alten Preis von 599 Dollar an.

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Reparierbarkeit: Licht und Schatten

Ein Teardown von iFixit bescheinigte dem MacBook Neo am 2. Juli eine Reparierbarkeit von 6 von 10 Punkten – der beste Wert für ein MacBook seit 14 Jahren. Positiv fielen die flache Innenstruktur und der Akku auf, der mit 18 Schrauben statt Klebstoff befestigt ist. Zudem unterstützt das Gerät Apples Repair Assistant zur Teilekalibrierung.

Die Note wird jedoch durch die fest verlöteten RAM- und Speicherchips geschmälert. Ein nachträglicher Ausbau oder Austausch ist nicht möglich.

Ausblick: OLED und neues Design in Sicht

Für die zweite Jahreshälfte 2026 wird ein 14-Zoll MacBook Pro mit M6-Chip erwartet. Deutlich spannender: Für das erste Halbjahr 2027 plant Apple offenbar eine umfassende Neugestaltung. Das neue Modell könnte auf einem M7-Chip basieren und erstmals ein OLED-Touchscreen in die MacBook-Reihe bringen – ein Schritt, der die Einstiegs-Pro-Modelle endgültig auf High-End-Niveau heben würde.

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