MacBook, Touchdisplay

MacBook Pro mit Touchdisplay: Apple verlangt 400 US-Dollar Aufpreis

Veröffentlicht am: 01.11.2026 um 17:43 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Die neuen 14- und 16-Zoll-Modelle kosten 400 US-Dollar mehr als vergleichbare LCD-Geräte und nutzen macOS 27.2.
Ein minimalistischer Arbeitsbereich mit einem leeren Schreibtisch und weichem Tageslicht in einem modernen Raum. Illustration mit AI erstellt.

Apple hat am 28. Oktober 2026 das MacBook Pro mit einem PROLED XDR Touchdisplay in den Displaygrößen 14 und 16 Zoll vorgestellt. Für die Touch-Ausstattung verlangt der Konzern einen Aufpreis von 400 US-Dollar gegenüber dem LCD-MacBook Pro mit identischer Chipausstattung. Das zeitgleich eingeführte Betriebssystem macOS 27.2 liefert die nötigen Software-Anpassungen, darunter vergrößerte Bedienelemente und erweiterte Gesten für die direkte Displayeingabe.

Preise und Verfügbarkeit der Touchscreen-Modelle

Die Preise für die neuen Geräte beginnen bei 2.899 US-Dollar für die 14-Zoll-Variante, während das 16-Zoll-Modell ab 3.399 US-Dollar angeboten wird. Für den japanischen Markt liegen die Einstiegspreise inklusive Steuern für die Modelle mit M5 Pro bei 499.800 Yen (14 Zoll) und 599.800 Yen (16 Zoll).

Mit M5 Max kosten die Geräte dort 769.800 Yen beziehungsweise 829.800 Yen. In Indien starten die Varianten mit M5 Pro ab Rs 3,49.900 sowie Rs 4,09.900, die Ausführungen mit M5 Max ab Rs 5,49.900 beziehungsweise Rs 5,89.900.

Vorbestellungen für die neuen Laptops laufen seit dem 29. Oktober 2026. Der offizielle Verkaufsstart erfolgt am 6. November 2026, während die Auslieferung in Indien ab dem 9. November 2026 beginnt.

Angepasste Benutzeroberfläche und Gesten in macOS 27.2

Um die direkte Eingabe auf dem Display zu erleichtern, passt macOS 27.2 zentrale Oberflächenelemente dynamisch an. Beim Antippen vergrößern sich die Fensterknöpfe der Ampelsteuerung. Menüeinträge werden höher und mit größerem Abstand dargestellt, und Kontextmenüs bieten weitläufigere Touch-Flächen. Bei der Nutzung des Trackpads bleibt die Anzeige in ihrer bisherigen Form bestehen.

Bekannte Trackpad-Gesten lassen sich direkt auf dem Bildschirm ausführen: Ein Wisch mit drei Fingern nach oben öffnet Mission Control, während ein seitlicher Drei-Finger-Wisch zwischen verschiedenen Schreibtischen wechselt. Zoomen gelingt über ein Zusammenziehen zweier Finger, das Scrollen per Ziehen.

Ein Wisch nach oben blendet das Dock ein, ein Wisch nach unten ruft Spotlight oder Siri AI auf. Längeres Drücken ersetzt den Rechtsklick. Das Halten und Bewegen eines Fensters leitet die Split-View-Ansicht ein, ein Doppeltipp vergrößert das Fenster vollständig und ein Flick kachelt es an.

Multi-Touch wird mit bis zu zehn Fingern unterstützt. Die Touch-Funktion lässt sich in den Systemeinstellungen deaktivieren, weckt das Notebook nicht eigenständig auf und ist bei geschlossenem Deckel inaktiv.

Anzeige

Wer neu beim Mac ist oder den Umstieg plant, sollte das volle Potenzial seines Computers von Anfang an ausschöpfen. Dieses kostenlose Starterpaket verrät Ihnen die wichtigsten Einstellungen für einen optimalen Bedienkomfort. Gratis PDF-Starterpaket für Ihren Mac sichern

Für alle Rechner mit macOS 27 führt Apple zudem eine Aktualisierungsfunktion per Herunterziehen in Safari, Kalender und Mail sowie erweiterte Abstände in der Menüleiste ein. Tastatur und Trackpad bleiben laut Herstellerangaben weiterhin die primären Eingabegeräte.

Dynamic Island und Softwareunterstützung

Anstelle der Aussparung am oberen Bildschirmrand kommt beim neuen MacBook Pro eine Dynamic Island zum Einsatz. Sie beherbergt Benachrichtigungen, Live-Aktivitäten sowie Siri AI und lässt sich nach unten ziehen, um frei schwebende Widgets anzuzeigen.

Die Spotlight-Suche über dieses Element erfordert derzeit das aktivierte Siri AI, das als Betaversion in Sprachen wie Englisch, Französisch, Japanisch, Koreanisch, Portugiesisch und Spanisch vorliegt und für Nutzer ab 13 Jahren freigegeben ist.

Das System übersetzt Berührungen automatisch in Klickbefehle, wodurch viele bestehende Programme ohne Entwickleranpassungen nutzbar bleiben, wenngleich Schaltflächen dort kleiner ausfallen. Entwickler erhalten über neue Programmierschnittstellen zusätzliche Anpassungsmöglichkeiten; der iOS-Simulator lässt sich bereits vollständig per Touch bedienen.

Anzeige

Viele Nutzer verschwenden am Computer wertvolle Zeit mit unnötigen Klickwegen, dabei lässt sich der Arbeitsalltag am Mac spürbar erleichtern. Ein erfahrener Experte zeigt Ihnen in diesem Ratgeber die 19 besten Tastenkombinationen für sofortiges, flüssigeres Arbeiten. Kostenlosen Report mit den 19 besten Mac-Shortcuts herunterladen

Professionelle Anwendungen wie Final Cut Pro, Logic Pro, DaVinci Resolve und Pixelmator Pro unterstützen spezifische Touch-Funktionen. Angepasste Touch-Versionen für Notion, Canva, Zoom, Microsoft Word, Excel, PowerPoint, Outlook und Adobe Lightroom sollen laut Apple noch im laufenden Jahr folgen.

Hardware-Konstruktion und weitere Systemplanung

Erste Praxisberichte aus Los Angeles heben hervor, dass das direkt in das Display integrierte Touchpanel ohne spürbare Verzögerungen reagiere. Das Scharnier wurde überarbeitet, um Nachschwingen bei Fingerberührungen zu verhindern, während eine Beschichtung Fingerabdrücke mindern soll. Feinere Arbeitsabläufe wie das Zuschneiden von Clips oder detaillierte Menüschritte erweisen sich per Finger dennoch als anspruchsvoller.

Ein Mitarbeiter Apples gab an, dass die Touch-Optimierung von macOS erst am Anfang stehe. Branchenbeobachter werten macOS 27.2 als Basis für einen stabilen Lieferstart. Tiefgreifendere Anpassungen bei Dateiverwaltung und Fenstersteuerung werden im Zuge von macOS 28 erwartet, dessen Vorstellung für Juni 2027 angesetzt ist.

Disclaimer...
de | wissenschaft | 70442377 |