macOS 26.5.2: Mail-App verliert Smart Mailboxes nach Update
Veröffentlicht am: 04.07.2026 um 11:10 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Das jüngste Betriebssystem-Update von Apple bringt wichtige Sicherheitspatches – aber auch neue Probleme für Nutzer.
Seit dem heutigen Release von macOS 26.5.2 häufen sich Berichte über technische Schwierigkeiten mit der Mail-App. Besonders betroffen: Die sogenannten intelligenten Postfächer (Smart Mailboxes) sind bei einigen Anwendern nach der Installation schlichtweg verschwunden.
Verschwundene Postfächer – und was dagegen hilft
Das plötzliche Verschwinden der Smart Mailboxes ist kein neues Phänomen. Bereits nach früheren Updates gab es ähnliche Vorfälle. Experten vermuten einen Indexierungsfehler im Mail-Client als Ursache. Betroffene Nutzer können versuchen, den Mail-Index neu aufzubauen – das könnte die verschwundenen Ordner wiederherstellen.
Der aktuelle Bug reiht sich in eine lange Geschichte von Mail-Problemen ein. Bereits 2013 erforderte ein spezielles Update für OS X 10.9 Mavericks, um Synchronisationsprobleme mit Gmail zu beheben – damals klagten Nutzer über doppelte Nachrichten und falsche Anzeigen ungelesener E-Mails.
Sicherheit im Fokus
Anders als typische Updates setzt macOS 26.5.2 fast ausschließlich auf Sicherheit. Während Version 26.4 noch neue Funktionen wie Ladegrenzen für MacBooks, eine kompakte Tab-Ansicht für Safari und Unicode-17.0-Emojis brachte, geht es diesmal ums Eingemachte.
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Das Update enthält rund 30 Sicherheitspatches – viele davon waren eigentlich für das kommende Release 26.6 vorgesehen. Apple habe die Auslieferung beschleunigt, so Branchenbeobachter. Grund dafür sei die wachsende Rolle Künstlicher Intelligenz in der Cybersicherheit. KI-Modelle wie Anthropic Claude Mythos können offenbar Schwachstellen in Software deutlich schneller identifizieren als bisher – das zwingt Unternehmen zu schnelleren Reaktionen. Die meisten Patches betreffen Sicherheitslücken in WebKit und dem System-Kernel. Aktive Angriffe auf diese Schwachstellen waren zum Zeitpunkt der Veröffentlichung nicht bekannt.
macOS 27 „Golden Gate" in den Startlöchern
Parallel zu den Wartungsarbeiten wurden am heutigen Samstag Details zu macOS 27 bekannt. Das neue Betriebssystem mit dem Codenamen „Golden Gate" setzt das Liquid-Glass-Design fort und bringt einen globalen Transparenz-Regler mit. Entscheidend: macOS 27 wechselt auf eine neue Architektur, die speziell für Apple Intelligence und Siri AI ausgelegt ist. Das bedeutet das endgültige Aus für Intel-Macs – die Vorgängerversion Tahoe wird das letzte Update für die Intel-Serie sein.
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Ungelöstes Sicherheitsproblem bei iCloud+
Trotz der vielen Sicherheitsupdates bleibt eine Baustelle offen: Eine Schwachstelle im Dienst „Hide My Email" (Teil von iCloud+) legt weiterhin die echten E-Mail-Adressen der Nutzer offen. Der Sicherheitsforscher Tyler Murphy entdeckte das Problem bereits im Juni 2025. Apple versprach zwar einen Fix für Anfang 2026, doch Tests vom 1. Juli 2026 zeigen: Die Lücke ist immer noch ausnutzbar. Apple plant offenbar, den Dienst auf eine neue Domain umzustellen.
Auch Microsoft liefert nach
Die jüngste Welle von Software-Updates beschränkt sich nicht auf Apple. Bereits am 29. Juni 2026 hat Microsoft einen serverseitigen Fix für die klassische Outlook-Version unter Windows ausgerollt. Ein Bug hatte dazu geführt, dass die Copilot-Schaltflächen bei Nutzern mit Basislizenzen verschwanden. Microsoft rät Betroffenen, die Anwendung neu zu starten oder auf die neueste Version zu aktualisieren, um die KI-Funktion zurückzubekommen.
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