macOS 27: Apple und Google rüsten Betriebssysteme mit KI auf
06.07.2026 - 02:30:51 | boerse-global.de
Google, Apple und Dropbox zielen darauf ab, Kreativität und Datenverwaltung direkt im Betriebssystem zu verankern.
Googles Gemini kommt auf den Mac
Seit dem 30. Juni 2026 testet Google die Anwendung „Gemini Spark“ auf macOS. Das Tool ist für Abonnenten des „AI Ultra“-Pakets gedacht, das monatlich rund 92 bis 95 Euro kostet. Vorerst steht es nur für volljährige Nutzer in den USA bereit. Gemini Spark greift auf lokale Dateien zu und integriert Drittanbieter-Apps wie Canva, Instacart und OpenTable. Eine Fernsteuerungsfunktion erlaubt es zudem, Aufgaben auf dem Mac per Smartphone auszuführen.
Parallel dazu hat Google Anfang Juli umfangreiche Updates für Workspace ausgerollt. In Docs kann die KI jetzt den persönlichen Schreibstil nachahmen. Sheets erstellt Tabellen per Sprachbefehl. Die Funktion „Select from screen“ im Chrome-Browser analysiert markierte Bildschirminhalte direkt. Und mit Gemma 4 veröffentlichte Google am 5. Juli eine Modellreihe, die ohne ständige Internetverbindung auf Endgeräten läuft.
Apple setzt auf Kreativität und Systemintegration
Apple verfolgt eine zweigleisige Strategie: spezialisierte Software-Abos plus tiefe Integration ins System. Seit dem 4. Juli 2026 gibt es das „Apple Creator Studio“ für rund 12 bis 13 Euro monatlich. Es bündelt Final Cut Pro, Logic Pro und Pixelmator Pro. Die neue Version iWork 15.3 bringt generative KI-Funktionen für Pages, Numbers und Keynote – etwa die Erstellung von Vektorgrafiken per Textbefehl.
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Mit der ersten Entwickler-Beta von iOS 27 und macOS 27 (Codename „Golden Gate“) wird Siri zum systemweiten KI-Agenten. Die neuen High-End-Features setzen jedoch mindestens 12 Gigabyte Arbeitsspeicher voraus. Das schränkt die Nutzung auf das iPhone 15 Pro und neuere Pro-Modelle ein. In der EU sind die erweiterten Siri-Funktionen aufgrund regulatorischer Vorgaben derzeit nicht verfügbar. Zudem markiert macOS 27 das Ende der Unterstützung für Intel-basierte Macs – sie bekommen keine neuen KI-Funktionen mehr.
Spezialisierte Lösungen für Teams
Neben den Plattformbetreibern positionieren sich weitere Anbieter. Dropbox stellte mit „Dropbox Dash“ eine KI-gestützte Suche für Teams vor. Sie kostet monatlich zwischen 28 und 37 Euro pro Nutzer und zentralisiert die Informationssuche über verschiedene Cloud-Dienste hinweg.
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Im Rechtswesen verzeichnete Spellbook für seine Plattform ACM, die das Vertragsmanagement automatisiert, eine Finanzierung von über 110 Millionen Euro. Für 2026 plant das Unternehmen einen Umsatz von 92 Millionen Euro. Auch ServiceNow meldete für das erste Quartal 2026 ein deutliches Wachstum: Die Abonnement-Einnahmen stiegen auf 3,37 Milliarden Euro.
Wirtschaftliche Bedeutung und Hürden
Die Zahlen zeigen, wie wichtig die Innovationen für die Branche sind. Apples Mac-Verkäufe stiegen im zweiten Quartal 2026 um 7,6 Prozent auf 7,7 Milliarden Euro. Dennoch plant einer Umfrage von UBS zufolge nur etwa jeder vierte Nutzer ein Hardware-Upgrade primär wegen der neuen KI-Funktionen.
Die technologische Basis verschiebt sich zunehmend in Richtung hybrider Modelle. Komplexe Anfragen verarbeitet die Cloud. Einfache Aufgaben erledigen lokale Foundation-Modelle – etwa über das „fm“-Dienstprogramm in macOS 27. Anbieter wie Vida oder das Projekt Mirage mit seinem Dune-Keypad ergänzen diesen Trend durch hardwarenahe Lösungen und Skript-Integrationen.
