Malware-Risiko: Windows 6x anfÀlliger als macOS laut Surfshark
Veröffentlicht am: 11.08.2026 um 23:34 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Windows-Betriebssysteme weisen im Vergleich zu macOS-GerĂ€ten ein signifikant höheres Risiko fĂŒr Infektionen mit Schadsoftware auf. Einem aktuellen Bericht des Cybersicherheitsunternehmens Surfshark zufolge ist die Wahrscheinlichkeit, dass ein Windows-System von Malware betroffen ist, sechsmal höher als bei der Konkurrenz von Apple. Die Untersuchung liefert detaillierte Einblicke in die Verteilung von Sicherheitsbedrohungen ĂŒber verschiedene Plattformen hinweg.
Die Grundlage der Analyse bildet die Auswertung von insgesamt 391.305 Malware-Erkennungen, die im Zeitraum von Januar bis Juli 2026 erfasst wurden. Die Daten zeigen ein deutliches MissverhĂ€ltnis zwischen der Verbreitung der Betriebssysteme und den tatsĂ€chlich registrierten Bedrohungen. WĂ€hrend Windows-Nutzer 66 Prozent der untersuchten Basis ausmachten, entfielen auf dieses Betriebssystem insgesamt 92 Prozent aller Malware-Funde. Im Gegensatz dazu stellten macOS-Nutzer zwar 34 Prozent der Basis dar, waren jedoch lediglich fĂŒr 8 Prozent der Infektionen verantwortlich.
Diskrepanz bei Trojanern und Viren
Besonders markant sind die Unterschiede bei der Verteilung spezifischer Malware-Typen. Laut dem Bericht wurden bei Windows-Systemen mehr als 166.000 Trojaner-Erkennungen verzeichnet. Auf macOS entfielen im selben Zeitraum lediglich etwas mehr als 7.600 dieser Bedrohungen. Trojaner gelten als besonders gefĂ€hrlich, da sie oft als nĂŒtzliche Software getarnt sind, um unbefugten Zugriff auf Systeme zu ermöglichen.
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Ein Ă€hnliches Bild zeigt sich bei klassischen Computerviren. Hier registrierte die Analyse fĂŒr Windows-GerĂ€te ĂŒber 32.000 Erkennungen, wĂ€hrend macOS-Anwender mit rund 2.900 FĂ€llen deutlich seltener betroffen waren. Auch im Bereich der sogenannten Riskware â Programme, die nicht zwangslĂ€ufig bösartig sind, aber SicherheitslĂŒcken verursachen können â liegen die Zahlen weit auseinander: WĂ€hrend fĂŒr Windows etwa 67.500 solcher FĂ€lle dokumentiert wurden, waren es bei macOS rund 5.400.
Spezifische Bedrohungsszenarien fĂŒr macOS
Trotz der insgesamt geringeren Fallzahlen bei Apple-GerĂ€ten identifiziert die Studie spezifische Gefahrenfelder fĂŒr diese Nutzergruppe. Den Ergebnissen zufolge stellt Phishing fĂŒr macOS-Anwender eine der zentralen Bedrohungen dar. WĂ€hrend klassische Malware-Infektionen seltener auftreten, stufen Experten Phishing als die gröĂte Gefahr beziehungsweise als die drittgröĂte Bedrohung fĂŒr macOS-Systeme ein.
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Die Analyse verdeutlicht, dass die reine MarktprĂ€senz der Betriebssysteme die hohe Konzentration von Angriffen auf Windows nicht allein erklĂ€rt. Da Windows-Nutzer einen ĂŒberproportional groĂen Anteil an den Malware-Erkennungen tragen, bleibt das System das primĂ€re Ziel fĂŒr Cyberkriminelle. macOS-Nutzer bewegen sich zwar in einem statistisch sichereren Umfeld bezĂŒglich installierter Schadsoftware, werden jedoch verstĂ€rkt durch Social-Engineering-Angriffe wie Phishing ins Visier genommen. Die Daten von Surfshark unterstreichen damit die Notwendigkeit plattformspezifischer Sicherheitsstrategien fĂŒr private und professionelle Anwender.
