Medikamente, Alkalisches

Medikamente: Alkalisches Wasser macht 103 Arzneien unwirksam

Veröffentlicht am: 11.07.2026 um 00:10 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Hitze und falsches Mineralwasser können Arzneimittel unwirksam machen. Eine Studie zeigt Risiken fĂŒr magensaftresistente Tabletten auf.
Eine Blisterpackung mit Tabletten und ein Glas Wasser auf einer sauberen OberflÀche, das Thema Medikamenteneinnahme darstellend. Illustration mit AI erstellt.

Hitze, falsche Lagerung und sogar das falsche Wasser können die Wirkung massiv beeintrÀchtigen.

Hitze zerstört Wirkstoffe – diese Orte meiden

Die meisten Medikamente brauchen Temperaturen zwischen 15 und 25 Grad. Besonders Insulin verliert bereits ab 25 Grad seine Wirkung. Das Badezimmer, die Fensterbank oder das Auto sind tabu – im Fahrzeug können bis zu 80 Grad erreicht werden.

Geeignet sind schattige Flure oder das Schlafzimmer. Auch der KĂŒhlschrank ist nicht immer die Lösung: KĂ€lte kann bestimmte PrĂ€parate ebenfalls schĂ€digen. HitzeschĂ€den erkennen Sie an VerfĂ€rbungen oder StrukturverĂ€nderungen. Im Zweifel das Medikament entsorgen.

Mineralwasser kann Tabletten unwirksam machen

Eine aktuelle Studie mit 103 Medikamenten zeigt ein ĂŒberraschendes Risiko. Stark alkalisches Mineralwasser mit einem pH-Wert von 8,5 greift die Schutzschicht magensaftresistenter Arzneimittel an.

Betroffen sind Protonenpumpenhemmer und NSAR wie Ibuprofen. Die vorzeitige Wirkstofffreisetzung im Magen mindert die Wirksamkeit und kann die SchleimhĂ€ute belasten. Die Empfehlung: Nehmen Sie Medikamente mit stillem Leitungswasser ein – es hat einen neutraleren pH-Wert von 7,62. Packungsbeilagen enthalten dazu oft keine Hinweise.

Diese Wirkstoffe sind bei Hitze riskant

Die britische Arzneimittelbehörde MHRA warnt vor mehreren Wirkstoffgruppen, die in Hitzeperioden gefÀhrlich werden können:

  • Dehydrierungsgefahr: Diuretika wie Furosemid und SGLT2-Inhibitoren wie Empagliflozin verstĂ€rken den FlĂŒssigkeitsverlust.
  • Blutdruckschwankungen: Ramipril, Losartan oder Amlodipin können bei Hitze zu Schwindel oder Schwellungen fĂŒhren.
  • Gestörte Temperaturregulation: Oxybutynin vermindert die Schweißproduktion. Antidepressiva wie Amitriptylin oder Sertralin verĂ€ndern die Temperaturtoleranz.
Anzeige

Neben Ă€ußeren EinflĂŒssen wie Hitze können bestimmte Medikamente im Alter auch aufgrund ihrer Wirkstoffe gefĂ€hrlich werden und Symptome wie Schwindel oder Sturzgefahr auslösen. Erfahren Sie in diesem kostenlosen Ratgeber, welche ĂŒber 180 PrĂ€parate fĂŒr Senioren riskant sind und welche sicheren Alternativen es gibt. Kostenlosen Sicherheits-Ratgeber zur Priscus-Liste herunterladen

ZusÀtzlich erhöhen Antibiotika, Methotrexat und Ibuprofen die Lichtempfindlichkeit der Haut. Betroffene brauchen verstÀrkten Sonnenschutz, um schwere SonnenbrÀnde zu vermeiden.

Reisen: FĂ€lschungen und KĂŒhlketten im Blick

Die regelmĂ€ĂŸige Einnahme bleibt entscheidend. Koppeln Sie die Medikamente an feste Routinen wie das ZĂ€hneputzen oder nutzen Sie Handy-Erinnerungen und Tablettenboxen.

Anzeige

Viele Senioren nehmen Medikamente ein, deren Risiken in Kombination mit dem Alter oft unterschĂ€tzt werden und die sogar Verwirrtheit begĂŒnstigen können. Ein unabhĂ€ngiger Medizinexperte enthĂŒllt in diesem Gratis-Report, welche Mittel Sie kritisch prĂŒfen sollten. Jetzt kostenlose Liste der riskanten Seniorenmedikamente sichern

Auf Reisen drohen zusĂ€tzliche Gefahren: Das CRM Centrum fĂŒr Reisemedizin warnt vor MedikamentenfĂ€lschungen, besonders in SĂŒdostasien sowie Zentral- und Westafrika. Diese enthalten oft keinen oder zu wenig Wirkstoff. Kaufen Sie Medikamente nur in seriösen Apotheken und prĂŒfen Sie die Originalverpackung.

FĂŒr Diabetiker gibt es positive Nachrichten: Aktuelle Daten zeigen, dass SGLT2-Inhibitoren das Alzheimer-Risiko um 43 Prozent senken könnten, GLP-1-Agonisten um 33 Prozent. Auf Reisen mĂŒssen Diabetiker jedoch eine Ă€rztliche Bescheinigung mitfĂŒhren und die KĂŒhlkette fĂŒr Insulin strikt einhalten.

Disclaimer...
de | wissenschaft | 69740191 |