Medikamenten-AdhÀrenz: 20% der Senioren berichten von EngpÀssen
29.06.2026 - 03:49:23 | boerse-global.de
Besonders bei chronischer Nierenerkrankung (CKD) und Herzinsuffizienz stellt ein erhöhter Kaliumspiegel eine therapeutische HĂŒrde dar. Fachleute betonen: Die Behandlung ist essenziell, um leitliniengerechte Therapien mit RAASi-Hemmern und MRA langfristig durchzuhalten.
Fortbildungsprogramme fĂŒr mehr Sicherheit
Spezialisierte CME-Programme sollen die Versorgungssicherheit erhöhen. Experten wie Professor Ropers bieten zertifizierte MaĂnahmen zum HyperkaliĂ€mie-Management an. Ziel ist es, die Handlungssicherheit in der Hausarztpraxis zu stĂ€rken.
Weitere Schulungen thematisieren den Zusammenhang zwischen Hypertonie und CKD sowie die Notwendigkeit einer differenzierten Diabetestherapie. Ein Schwerpunkt liegt auf der Umsetzung aktueller Leitlinien â etwa der DEGAM-Leitlinie zur chronischen Nierenerkrankung. So sollen Komplikationen durch Elektrolytstörungen frĂŒhzeitig verhindert werden.
Ăltere Patienten: GroĂe HĂŒrden bei der Therapietreue
Der Erfolg des Therapiemanagements hĂ€ngt maĂgeblich von der AdhĂ€renz ab. Eine am 27. Juni 2026 veröffentlichte Studie der UniversitĂ€t Duisburg-Essen untersuchte die Schwierigkeiten von Senioren bei der Medikamenteneinnahme. 102 Personen ab 70 Jahren mit mindestens fĂŒnf Medikamenten nahmen teil.
Die Ergebnisse zeigen: 20 Prozent der Befragten hatten bereits Phasen, in denen ihnen Medikamente ausgingen. FĂŒnf Prozent berichteten von Verwechslungen bei der Einnahme. Jeder fĂŒnfte Teilnehmer hatte Probleme mit den Verpackungen. Besonders relevant: 15 Prozent der Senioren kannten den genauen Grund fĂŒr ihre gesamte Medikation nicht.
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Laut Statistiken nehmen rund 43 Prozent der ĂŒber 65-JĂ€hrigen mindestens fĂŒnf rezeptpflichtige Medikamente ein â bei den ĂŒber 79-JĂ€hrigen ist es fast jeder Zweite. Die AdhĂ€renz bleibt damit eine zentrale Herausforderung fĂŒr das HyperkaliĂ€mie-Management.
Hitzewellen: ZusĂ€tzliche Risiken fĂŒr chronisch Kranke
Ende Juni 2026 warnte der HausĂ€rzteverband vor den Gefahren extremer Hitzeperioden fĂŒr vulnerable Gruppen. Bundesvorsitzende Nicola Buhlinger-Göpfarth kritisierte eine mangelhafte Umsetzung angekĂŒndigter HitzeschutzmaĂnahmen durch die Bundesregierung.
FĂŒr Patienten mit CKD oder Herzinsuffizienz ist eine stabile FlĂŒssigkeits- und Elektrolytbalance bei hohen Temperaturen kritisch. Der Verband fordert eine finanzierte Hitzeschutzberatung in Praxen und Pflegeheimen. Der Deutsche Wetterdienst prognostizierte fĂŒr Ende Juni Temperaturen von bis zu 40 Grad Celsius â die Dringlichkeit prĂ€ventiver Beratung ist offensichtlich.
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Forschung und Wissenstransfer
Neben der Patientenversorgung bleibt die klinische Forschung ein Treiber fĂŒr neue Therapieoptionen. AstraZeneca meldete positive Ergebnisse einer Phase-III-Studie (Mulberry) zur Behandlung der pĂ€diatrischen Hypophosphatasie mit efzimfotase alfa. Die Studie zeigte signifikante Verbesserungen der Knochengesundheit.
Die UniversitĂ€tsmedizin Halle prĂ€sentiert Anfang Juli 2026 im Rahmen der Langen Nacht der Wissenschaften aktuelle Entwicklungen der Hochleistungsmedizin. VorfĂŒhrungen zu Operationsrobotern und FachvortrĂ€ge zur LebensqualitĂ€t am Lebensende unterstreichen die Bedeutung des Wissenstransfers zwischen Forschung und Praxis.
