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Mentale Gesundheit im Sport: Wie Profis Druck und Angst bewältigen

Veröffentlicht am: 25.07.2026 um 11:40 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Emma Aicher, Ana Ivanovic und Loris Karius zeigen: Psychische Widerstandskraft wird im Spitzensport immer wichtiger.

Mentale Gesundheit im Profisport: Druck, Krisen und neue Strategien
Ein fokussierter Athlet in einem dunklen Tunnel vor dem Betreten eines hell erleuchteten Stadions. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Die mentale Gesundheit rückt im Hochleistungssport immer stärker in den Fokus. Erfolg hängt längst nicht mehr nur von körperlicher Fitness ab.

Rituale gegen den Druck

Skirennfahrerin Emma Aicher schwört auf eine feste Routine im Starthaus. Die 22-Jährige kombiniert physische Mobilisation mit mentaler Visualisierung. So blendet sie äußeren Druck aus – und forderte zuletzt sogar Weltklasse-Athletin Mikaela Shiffrin heraus.

Trainerlegende Günter Bresnik sieht das ähnlich. Weltstars wie Novak ?okovi? oder Roger Federer nutzen Druck als positiven Impuls. Entscheidend sei die Fähigkeit zur Selbstmotivation. Anders als Teamsportler stehen Tennisspieler auf dem Platz oft allein. Sie müssen eine besondere psychische Widerstandskraft entwickeln, betont auch Experte Goran Ivaniševi?.

Wenn der Körper streikt

Doch auch Profis sind nicht immun gegen Krisen. Die ehemalige Weltranglistenerste Ana Ivanovic berichtete von massiven Panikattacken während ihrer aktiven Zeit. Die Ängste waren ein entscheidender Grund für ihren frühen Rücktritt 2016.

Torhüter Loris Karius kennt die Schattenseiten des Sports ebenfalls. Nach dem Champions-League-Finale 2018 kämpfte der 33-Jährige mit schweren mentalen Problemen. Eine Gehirnerschütterung und spielentscheidende Fehler führten zu Motivationsverlust und Gedanken an ein Karriereende. Doch Karius kämpfte sich zurück – als Stammkeeper half er Schalke 04 zum Bundesliga-Aufstieg.

Die digitale Belastung

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Soziale Medien werden zunehmend zum Risikofaktor. Während der Tour de France 2026 löschte Radprofi Jasper Philipsen sein Instagram-Konto wegen Hasskommentaren. Auch Remco Evenepoel verzichtete vor der Flandern-Rundfahrt zehn Tage auf die Plattform. Die ständige Erreichbarkeit und öffentliche Kritik gefährden die mentale Stabilität.

Führung ohne Angst

Jürgen Klopp setzt als neuer Bundestrainer (Vertrag bis 2030) auf eine andere Strategie. Psychologe Joern Kettler analysierte: Klopps Erfolg basiert auf authentischer Kommunikation – ohne Führung durch Angst. Er schafft Hoffnung und ein Wir-Gefühl. Das stärkt das Vertrauen der Spieler.

Dass mentale Unterstützung allein keine Medaillen garantiert, zeigte sich bei der Kanu-WM in Oklahoma City. Trotz eines vorherigen Austauschs mit Klopp verpasste Ricarda Funk im Finale als Fünfte die Medaillenränge.

Die krankhafte Fixierung

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Experten warnen auch abseits des Profisports vor gefährlichen Entwicklungen. Ein Bericht vom 17. Juli 2026 beschreibt die Muskeldysmorphie. Das Störungsbild betrifft vorwiegend Männer: Eine gestörte Körperwahrnehmung führt zu exzessivem Trainingszwang und gedanklicher Fixierung auf den Muskelaufbau. Die Behandlung erfolgt durch kognitive Verhaltenstherapie.

Die psychologische Betreuung im Leistungssport ist vielfältiger geworden. Sie reicht von Leistungsoptimierung über Krisenbewältigung bis zum Schutz vor digitalen Belastungen.

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