Mentale Resilienz: Umgang mit RĂŒckschlĂ€gen lĂ€sst sich wie ein Muskel trainieren
Veröffentlicht am: 17.09.2026 um 09:18 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Die DJK Ursensollen setzt im Bereich Ju-Jutsu auf ein gezieltes Selbstverteidigungstraining ohne Leistungsdruck. Das Angebot richtet sich an Kinder, Jugendliche sowie Frauen, wie aus einem Bericht vom 17. September 2026 hervorgeht.
Der Verein ist im Ju-Jutsu-Verband Bayern (JJVB) sowie im Bayerischen Landes-Sportverband (BLSV) organisiert. Ein Trainingsangebot fĂŒr Erwachsene besteht derzeit nicht. Das sportliche Programm verbindet praktische Selbstbehauptung mit der StĂ€rkung des physischen und mentalen Selbstbewusstseins.
Polysportive Förderung und Bewegungsvielfalt im Nachwuchs
In der sportlichen Ausbildung junger Menschen gewinnen ganzheitliche Trainingskonzepte zunehmend an Bedeutung. Ludwig VoĂ, Sportlicher Leiter des Jugendprogramms bei ALBA Berlin im Rahmen der Initiative SPORT VERNETZT, spricht sich fĂŒr einen polysportiven Ansatz im Kinder- und Jugendsport aus.
Demnach sollten Heranwachsende zunÀchst möglichst viele unterschiedliche Bewegungserfahrungen sammeln, bevor eine sportspezifische Spezialisierung erfolgt, die erst ab der dritten oder vierten Klasse einsetzen sollte. Als wirksamer Hebel zur Steigerung der AusbildungsqualitÀt gilt dabei das Spielformat Drei-gegen-Drei.
Mentale Resilienz und Umgang mit Belastungssituationen
Körperliche Ausbildung geht im Bereich der Selbstverteidigung mit der Entwicklung mentaler StĂ€rke einher. Nach Erkenntnissen des Leibniz-Instituts fĂŒr Resilienzforschung lĂ€sst sich der funktionale Umgang mit RĂŒckschlĂ€gen wie ein Muskel trainieren, wenngleich die Resilienz auch teils genetisch veranlagt ist.
Untersuchungen der Harvard Business School unterstreichen zudem, dass krisenfeste Strukturen maĂgeblich von hoher psychologischer Sicherheit und kurzen Entscheidungswegen getragen werden und nicht allein von einzelnen Persönlichkeiten abhĂ€ngen.
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Die Schulung der mentalen Haltung spielt auch in sportlichen Wettbewerbssituationen eine tragende Rolle. Die Mentaltrainer Michael Draksal und Andreas Bosch betonen diesbezĂŒglich die Bedeutung von Trainingsmethoden, bei denen Druck gezielt simuliert wird. Ein wesentlicher Faktor liege darin, den Fokus nach Fehlern unmittelbar wiederzugewinnen und klare Leitlinien in der teaminternen Kommunikation sowie bei der Ansprache zu wahren.
Körperliche Grundlagen und sportĂŒbergreifende AnsĂ€tze
Gezielte Bewegungsmuster bilden die Basis fĂŒr physische StabilitĂ€t und ReaktionsfĂ€higkeit. Dynamische Yoga-Sequenzen mit zentralen Haltungen wie dem SonnengruĂ, dem Krieger II, der Baumhaltung, dem Herabschauenden Hund oder der Bootshaltung fördern nachweislich Beweglichkeit, Gleichgewicht und Muskelkraft.
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Zugleich tragen sie zur UnterstĂŒtzung des Herz-Kreislauf-Systems, zur Steigerung des mentalen Fokus und zum Stressabbau bei. Ăhnliche Wirkungen entfalten RĂŒckschlagsportarten wie Tennis, Badminton, Pickleball, Squash, Padel oder Tischtennis, die Ausdauer, Koordination und KonzentrationsfĂ€higkeit beanspruchen.
ErgĂ€nzend zu Vereinsprogrammen wie in Ursensollen existieren weitere AnsĂ€tze, die Heranwachsenden den Einstieg in den Sport erleichtern. So stellt der Boxklub Martinsviertel Darmstadt in der PankratiusstraĂe 35 ein kostenloses Boxtraining fĂŒr Jugendliche im Alter von 12 bis 21 Jahren bereit, das von den Trainern Bryan Dawys Perea Rodriguez und Nicole Motschmann geleitet wird. Das zunĂ€chst auf ein Jahr ausgelegte Projekt von Rope e.V. und dem SV Darmstadt 98 wird von dem Sportverein mit einer fĂŒnfstelligen Summe finanziert.
