Meta-Roboter, Max

Meta-Roboter Max: Prototyp entstand mit Fourier Intelligence in drei Monaten

Veröffentlicht am: 31.10.2026 um 21:30 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Der Roboter dient Metas interner KI-Forschung; während die Entwicklung von „Max 2“ läuft, bewertet S&P den Kreditausblick negativ.
Ein minimalistisches, modernes Industrielabor in Shanghai mit Werkbänken und mechanischen Komponenten in einer sterilen Umgebung. Illustration mit AI erstellt.

Der US-Technologiekonzern Meta hat Medienberichten zufolge in Kooperation mit dem chinesischen Robotik-Startup Fourier Intelligence einen ersten Prototyp eines humanoiden Roboters fertiggestellt.

Das Projekt trägt den internen Codenamen „Max“ und entstand über einen Bauzeitraum von rund drei Monaten, wie das US-Medium The Information am 31. Oktober 2026 berichtete. Die Nachrichtenagentur Reuters konnte die entsprechenden Angaben zunächst nicht unabhängig verifizieren.

Technische Ausstattung für KI-Forschung

Der entwickelte Prototyp weist eine Körpergröße von rund 1,5 Metern auf und bringt etwa 48 Kilogramm (rund 106 Pfund) auf die Waage. Angetrieben wird das System von einem Jetson-Thor-Chip des Halbleiterherstellers Nvidia. Zur Ausstattung von Max gehören darüber hinaus fünffingrige Hände, integrierte Lautsprecher sowie ein Display, das für die Darstellung von Gesichtsausdrücken vorgesehen ist.

Weder Meta noch Fourier Intelligence veröffentlichten bislang offizielle Bilder oder technische Spezifikationen zu dem Projekt. Auch zu den Entwicklungskosten, einem Produktionsbudget oder einem potenziellen Zielpreis machte der Konzern keine Angaben.

Berichten zufolge hielt sich die zuständige Vizepräsidentin für Robotik bei Meta, Li-Chen Miller, rund zwei Monate lang persönlich im Werk von Fourier im chinesischen Shanghai auf, um die Arbeiten vor Ort zu begleiten.

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Weiterentwicklung zu „Max 2“ bereits angelaufen

Ein kommerzieller Verkauf des Roboters ist nach derzeitigem Stand nicht vorgesehen. Meta zielt mit dem Vorhaben primär auf die interne Forschung ab: Humanoide Roboter sollen perspektivisch als physische Verkörperung des hauseigenen KI-Agenten Muse dienen, um Aufgaben im Haushaltsbereich zu bewältigen.

Eine interne Demonstration von Max fand Ende August statt. Unmittelbar daran anknüpfend arbeitet Meta seit September bereits an einer Nachfolgegeneration mit der Bezeichnung „Max 2“. Diese soll einen modifizierten Torso, weiterentwickelte Hände, einen Projektor sowie spezielle Sensoren zur Erkennung und Bewältigung von Treppenstufen erhalten. Bereits im Mai hatte Meta zudem das Unternehmen Assured Robot Intelligence übernommen, um die robotischen Kompetenzen weiter auszubauen.

Engagement in China vor dem Hintergrund hoher Ausgaben

Parallel zu den Entwicklungsarbeiten schrieb Meta Stellenanzeigen in Shanghai und Shenzhen aus, die auf die Zusammenarbeit mit Lieferanten, die Prototypenfertigung und eine potenzielle Skalierung der Produktion abzielen. China gilt als führender Fertigungsstandort für humanoide Systeme: Nach Erhebungen des Marktforschungsinstituts IDC fertigten chinesische Unternehmen im ersten Halbjahr 2026 mehr als 95 Prozent der weltweiten humanoiden Roboter.

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Die hohen Investitionen in Zukunftstechnologien wie Robotik und Künstliche Intelligenz belasten jedoch die finanzielle Bewertung des Konzerns. Die Ratingagentur S&P senkte am selben Tag den Kreditausblick für Meta vor dem Hintergrund der massiven Ausgaben im KI-Sektor auf negativ.

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