Meta Smart Glasses: Vier neue Modelle bis Dezember geplant
30.05.2026 - 22:15:55 | boerse-global.deDer Facebook-Konzern Meta arbeitet an einem KI-gesteuerten AnhĂ€nger, der als intelligenter Begleiter im Alltag dienen soll. Interne Dokumente, die Ende dieser Woche bekannt wurden, zeigen eine deutliche Ausweitung der Hardware-Strategie ĂŒber die bekannten Smart Glasses hinaus.
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Vom Startup zum Konzernprodukt
Das Projekt basiert auf der Ăbernahme des Startups Limitless Ende 2025. Dessen ursprĂŒngliches GerĂ€t konnte GesprĂ€che aufzeichnen und organisieren. Metas Version soll nun tiefer mit den hauseigenen KI-Modellen verzahnt werden. Laut einer internen Mitteilung von VizeprĂ€sident Alex Himel ist der interne Test innerhalb des nĂ€chsten Jahres geplant. Eine breitere Pilotphase könnte im FrĂŒhjahr 2027 starten.
Die Strategie erinnert an den Ansatz deutscher Technologiekonzerne: Statt auf reine Software setzt Meta zunehmend auf spezialisierte Hardware, die KI-Dienste direkt am Körper verfĂŒgbar macht.
Vier neue Smart-Glasses-Modelle bis Jahresende
Die interne Roadmap sieht einen deutlichen Ausbau der Hardware-Releases vor. Bis Ende 2026 sollen vier neue Smart-Glasses-Modelle auf den Markt kommen:
- Modell âModelo" â Start im Juni
- âLuna" und âRBM2 Refresh" â Herbst 2026
- âMojito VIP" â High-End-Version im Dezember
Alle GerĂ€te sollen auf dem speziellen KI-Modell Muse Spark laufen und den KI-Agenten Hatch nutzen. Die Partnerschaft mit dem Brillenriesen EssilorLuxottica â Mutterkonzern von Ray-Ban und Oakley â bleibt bestehen. Im vergangenen Jahr verkaufte Meta bereits ĂŒber sieben Millionen Einheiten seiner aktuellen Smart Glasses.
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Abo-Modell fĂŒr Unternehmen
Neben dem Hardware-Verkauf bereitet Meta einen Abo-Dienst namens Wearables for Work vor. Ziel ist es, die KI-GerĂ€te als ProduktivitĂ€tswerkzeuge im Berufsleben zu positionieren. FĂŒr die zweite JahreshĂ€lfte 2026 hat sich der Konzern ehrgeizige Ziele gesetzt: zehn Millionen verkaufte Wearables und 6,8 Millionen monatlich aktive Nutzer bis Jahresende.
Reality Labs: Milliardenverluste als Preis fĂŒr die Zukunft
Der Hardware-Vorstoà ist nicht ohne Risiko. Die Sparte Reality Labs schreibt weiter tiefrote Zahlen. Im ersten Quartal 2026 verbuchte sie einen Verlust von rund 3,7 Milliarden Euro bei Einnahmen von 370 Millionen Euro. Im gesamten GeschÀftsjahr 2025 summierten sich die Verluste auf 17,5 Milliarden Euro.
Die Hinwendung zu kleineren, KI-zentrierten Wearables wie dem AnhĂ€nger und den aktualisierten Brillen deutet auf einen Strategiewechsel hin: Statt auf die ferne Metaverse-Zukunft zu setzen, sucht Meta nach unmittelbareren Anwendungen fĂŒr seine Forschung â und versucht gleichzeitig, die hohen Kosten der Hardware-Entwicklung in den Griff zu bekommen. Ob sich der Plan auszahlt, wird sich zeigen.
