MetaMask, Money

MetaMask Money Account: Verzinste Krypto-Guthaben mit Zahlungskarte

01.07.2026 - 05:41:10 | boerse-global.de

MetaMask startet den Money Account auf Monad-Blockchain mit verzinslichen Stablecoins und einer Zahlungskarte für weltweite Einkäufe.

MetaMask Money Account: Verzinsung und Karte für Krypto-Alltag
MetaMask - Eine Hand hält eine elegante Zahlungskarte mit digitalen Finanzdaten und Netzlinien im Hintergrund, die Krypto-Finanzierung symbolisiert. 01.07.2026 - Bild: über boerse-global.de

MetaMask erweitert sein Wallet zu einer Finanzplattform – inklusive Verzinsung und Zahlungskarte.

Der Krypto-Dienst MetaMask hat am 30. Juni 2026 seinen neuen „Money Account" gestartet. Das Angebot, das auf der Monad-Blockchain aufbaut, kombiniert verzinsliche Stablecoin-Guthaben mit einer physischen Zahlungskarte. Ziel ist es, Kryptowährungen vom reinen Spekulationsobjekt in echtes Alltagsgeld zu verwandeln.

Zinsen aus der DeFi-Welt

Herzstück des Kontos ist der mUSD-Stablecoin, dessen Marktkapitalisierung derzeit bei rund 30 Millionen Euro liegt. Nutzer können auf ihre mUSD-Bestände eine variable jährliche Verzinsung von bis zu vier Prozent erhalten – und das ohne klassische Bank im Hintergrund.

Die Rendite stammt nicht aus einem zentralen Topf, sondern direkt aus dezentralen Finanzprotokollen (DeFi). Zum Start fließt das Geld über Morpho-Vaults, später soll auch die Plattform Aave angebunden werden. Der mUSD selbst ist im Verhältnis 1:1 durch US-Dollar und Staatsanleihen gedeckt. Die Reserven verwaltet Bridge, eine kürzlich von Stripe übernommene Firma.

Wichtig: Die Verzinsung bleibt von den Reserven getrennt. Sie entsteht durch Kreditvergabe im DeFi-Ökosystem – nicht durch den Emittenten selbst.

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Der „Money Account" verbindet Sparen und Ausgeben nahtlos. Über die MetaMask Card, ausgegeben in Partnerschaft mit Mastercard, können Nutzer ihre mUSD-Guthaben weltweit für Einkäufe nutzen. Je nach Version gibt es bis zu drei Prozent Cashback auf Transaktionen.

Die Wahl der Monad-Blockchain bringt entscheidende Vorteile: Transaktionen werden in rund 800 Millisekunden abgeschlossen – das ist schneller als ein Wimpernschlag. Zudem übernimmt die Plattform die Transaktionsgebühren. Nutzer können handeln, sparen und bezahlen, ohne Geld zwischen verschiedenen Protokollen hin- und herschieben zu müssen.

Selbstverwahrung mit Einschränkungen

Ein zentrales Versprechen: Die Selbstverwahrung der Krypto-Werte bleibt erhalten. Nutzer behalten die Kontrolle über ihre privaten Schlüssel – auch während sie Zinsen erwirtschaften oder bezahlen. Für die Verzinsung ist keine Identitätsprüfung (KYC) nötig. Wer jedoch die Zahlungskarte nutzen will, muss sich verifizieren lassen.

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Der Start erfolgt mit geografischen Einschränkungen. Aufgrund der unklaren Regulierung von Stablecoin-Zinsen und Krypto-Finanzprodukten ist der Dienst zunächst nicht in Großbritannien und der EU verfügbar.

Der „Money Account" folgt auf die kürzlich eingeführte „Agent Wallet" von MetaMask. Dahinter steht die Strategie des Mutterkonzerns Consensys, DeFi-Funktionen in eine alltagstaugliche Finanzoberfläche zu integrieren. Der Start fällt in eine Phase intensiver regulatorischer Debatten – unter anderem um den CLARITY Act, der die Aufsicht über Stablecoin-Emittenten und verwandte Finanzdienstleistungen neu regeln soll.

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