Microsoft 365: 3.700 Nutzer melden Abrechnungschaos und Doppelzahlungen
14.06.2026 - 16:25:43 | boerse-global.de
Innerhalb von nur 24 Stunden bis zum 14. Juni 2026 häuften sich die Beschwerden auf den offiziellen Support-Plattformen. Betroffen sind sowohl Privatkunden als auch Geschäftskunden – und die Probleme reichen von doppelten Zahlungen bis hin zu nicht einlösbaren Leistungen.
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Unerklärliche Abbuchungen und doppelte Belastungen
Allein auf den Microsoft-Supportforen haben sich mittlerweile über 3.700 Anfragen zu Abrechnungsproblemen angesammelt. Besonders kurios: Mehrere Nutzer berichten von Abbuchungen in Höhe von 99,99 Euro für Abonnements, die auf ihrem Hauptkonto gar nicht sichtbar sind. Die Ursache: Die Abos laufen oft unter einer zweiten E-Mail-Adresse, was die Kündigung massiv erschwert.
Ein besonders krasser Fall wurde am 13. Juni bekannt: Ein Kunde wurde gleich doppelt zur Kasse gebeten – einmal jährlich und einmal monatlich für denselben Dienst. Die Microsoft-Hotline stellte fest, dass eine der Zahlungen aus der Geschäftskundenabteilung stammte. Der Nutzer musste nun zwischen zwei völlig getrennten Teams vermitteln.
Weitere gemeldete Vorfälle der letzten Tage:
- Nicht autorisierte wiederkehrende Abbuchungen von Kreditkarten
- Betrügerische Belastungen in Höhe von 105,99 Euro
- Mehrere unerkannte Zahlungen ĂĽber 9,99 Euro sowie eine Einzelbuchung von 21,94 Euro
- Ausbleibende LinkedIn-Premium-Vorteile trotz erfolgter Zahlung
KĂĽndigung wird zum Hindernislauf
Die Kündigung eines Abonnements gestaltet sich für viele Langzeitkunden als echte Geduldsprobe. Ende Mai 2026 berichtete ein Nutzer, dass ihm 109 Euro für eine automatische Verlängerung abgebucht wurden – ohne Bestätigungsmail und ohne Möglichkeit, online zu kündigen. Ähnliche Probleme traten am 13. Juni auf: Kunden, die den Zugriff auf ihre Schul-E-Mail-Konten verloren hatten, konnten ihre dazugehörigen Microsoft-365-Abos nicht mehr verwalten.
Das Support-System von Microsoft unterscheidet strikt zwischen Privat- und Geschäftskunden. Für Privatkunden gibt es zwar Chat- und Rückruffunktionen, aber keine direkte Telefonnummer. Geschäftskunden hingegen müssen ihre Probleme in der Regel über einen sogenannten Global Admin melden, der dann einen formellen Service-Antrag stellt. Am 27. Mai scheiterte eine ganze Reihe neuer Geschäftskunden bereits am Login – sie mussten erst durch telefonische Verifikation freigeschaltet werden.
Regionale RĂĽckerstattung und technische Pannen
Wer nach einer Kündigung eine anteilige Rückerstattung erwartet, sollte genau hinschauen: Microsoft gewährt diese nur in bestimmten Ländern – darunter Deutschland, die Niederlande, Kanada, Israel, Südkorea, die Türkei, Dänemark, Finnland, Polen und Portugal.
Doch nicht nur die Abrechnung bereitet Kopfzerbrechen. Am 9. Juni 2026 veröffentlichte Microsoft das Update KB5094126 für Windows 11 – mit verheerenden Folgen. Das Update führte bei zahlreichen Geräten von HP und Dell zu Startfehlern und blauen Bildschirmen. Zudem legte es die Integration von OneDrive und anderen Cloud-Diensten im Datei-Explorer lahm.
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Hinzu kommt ein Sicherheitsvorfall: Zwischen dem 1. und 5. Juni 2026 schleusten Angreifer Schadsoftware in mehrere Dutzend Microsoft-GitHub-Repositories ein. Das Unternehmen rät allen Entwicklern, die während dieses Zeitraums mit dem betroffenen Code gearbeitet haben, ihre Zugangsdaten umgehend zu ändern.
